„Freundschaft Plus“ oder moderne Beziehung? – Streamerin „Affe auf Bike“ reagiert auf Hater-Vorwürfe

Nach Kritik an ihrem Beziehungsmodell erklärt sie, warum Freiheit und Vertrauen für sie zusammengehören.

Affe auf Bike
Influencerin "Affe auf Bike" wehrt sich gegen Vorwürfe zu ihrer Beziehung und setzt klare Worte © Affe auf Bike

Auf TikTok, Instagram & Co. kennt man Ann-Kathrin Bendixen als "Affe auf Bike". Sie ist in der Online-Welt vor allem für ihre Travel- und Motorrad-Content bekannt. Dort dokumentiert sie regelmäßig ihre Reisen auf dem Bike, verbringt längere Zeit allein unterwegs, schläft im Zelt und ist teils wochenlang nicht dauerhaft bei ihrem Freund in Norwegen.

Gerade dieser Lebensstil sorgt immer wieder für Diskussionen in sozialen Medien. Einige Hater werfen ihr vor, ihre Beziehung sei keine klassische monogame Partnerschaft, sondern eher eine „Freundschaft Plus“ – also eine unverbindliche Verbindung ohne feste Bindung. Nun hat sie selbst auf diese Vorwürfe reagiert und stellt klar: Diese Interpretation sei nicht nur falsch, sondern auch stark vereinfachend.


Unterschiedliche Lebensmodelle statt Beziehungsproblem

In ihrer Erklärung beschreibt sie ihre Beziehung als bewusst gewählte Partnerschaft, in der beide Partner sehr unterschiedliche Lebensbedürfnisse haben. Ihr Freund sei eher ein strukturierter Mensch, der gerne in Norwegen bleibt, Camper ausbaut und einen stabilen Alltag schätzt. Sie selbst hingegen brauche Abenteuer, Reisen und ständige neue Eindrücke.

Statt diese Unterschiede als Problem zu sehen, betont sie, dass genau diese Gegensätzlichkeit ihre Beziehung ausmache. Beide würden ihre jeweiligen Lebensstile ausleben, ohne sich gegenseitig einzuschränken.

Freiheit als Teil der Beziehung

Die Streamerin erklärt, dass es für sie völlig normal sei, zeitweise alleine unterwegs zu sein, während ihr Partner seinem Alltag nachgeht. Diese Freiheit sei kein Zeichen von Distanz, sondern von Vertrauen.

Sie habe bereits viele Erlebnisse sowohl alleine als auch gemeinsam mit ihrem Freund gemacht. Entscheidend sei für sie nicht, ständig zusammen zu sein, sondern dass beide sich gegenseitig den Raum geben, ihr eigenes Leben zu führen – inklusive Arbeit, Freundschaften und persönlichen Projekten.

Besonders deutlich wird sie, wenn es um die Unterstellung geht, ihre Reisen würden automatisch bedeuten, dass die Beziehung unverbindlich oder rein körperlich sei. Diese Annahme weist sie klar zurück und bezeichnet sie sinngemäß als realitätsfern und respektlos. Nur weil sie unabhängig reise und ihr Freund zu Hause bleibe, bedeute das nicht, dass ihre Beziehung weniger ernst sei. Für sie sei das Gegenteil der Fall: Gerade die Fähigkeit, sich gegenseitig loszulassen, mache die Beziehung stabil.

Ein moderner Blick auf Beziehungen

Die Diskussion zeigt auch, wie unterschiedlich moderne Beziehungen interpretiert werden. Während einige noch klassische Modelle erwarten, leben andere Paare bewusst flexiblere Formen von Partnerschaft.

Für Affe auf Bike steht dabei fest: Eine Beziehung muss nicht ständig räumlich oder zeitlich verschmelzen, um echt zu sein. Entscheidend seien Vertrauen, Respekt und die Freiheit, sich individuell entfalten zu können. Die Vorwürfe rund um „Freundschaft Plus“ weist die Streamerin deutlich zurück. Stattdessen beschreibt sie ein Beziehungsmodell, das auf Eigenständigkeit und gegenseitiger Akzeptanz basiert. Ihre Reaktion macht klar: Nicht jede Beziehung passt in traditionelle Schubladen und genau das ist für sie kein Problem, sondern eine bewusste Entscheidung.

Was sagt ihr zu dem Ganzen? Schreibt es uns in die Kommentare.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....