Auch unter Freunden überrascht manchmal das ein oder andere Geständnis.

In einer vergangenen Folge ihres Podcasts Hobbylos, gestand Rezo Julien Bam etwas, dass er wohl so nicht erwartet hätte.
Wenn Schüchternheit wie Arroganz wirkt
Das Thema kam auf, weil Julien Bam sich daran erinnerte, dass er früher wohl häufig als arrogant bezeichnet wurde. Mit leicht peinlich berührtem Gesicht gestand Rezo:
Ganz ehrlich, das habe ich auch gedacht, als ich dich das erste Mal kennengelernt habe.
Julien reagierte ironisch entrüstet:
Du sagst das jetzt hier in dem Podcast und noch nie 10 Jahre vor diesem Podcast mir ins Gesicht?
Rezo hakte ein, dass er ihm das bestimmt schon einmal gebeichtet hätte. Nach kurzem Überlegen stimmte Julien ihm auch zu. Daraufhin reflektierte Rezo, warum er zunächst diesen Eindruck von Julien hatte:
Ich glaube, ich dachte dann gar nicht, dass du arrogant bist, weil wir haben ja direkt zusammen gedreht und da warst du nicht arrogant. Aber danach war ich auf einer Party und meine Begleitung fand dich arrogant, und ich hab’s verstanden, weil du auf der Party sehr nüchtern und distanziert so warst.
Julien erwiderte:
Genau, und da wollte ich einmal nur sagen: Ich bin einfach nur schüchtern.
Rezo meinte, dass er das auch so verstanden habe, sobald die beiden sich besser kennengelernt hatten. Das machte er schließlich als einen Grund aus, warum einige Julien Bam in der Vergangenheit als arrogant wahrgenommen hätten. Julien erinnerte sich ebenfalls daran, dass er früher auf Events oft mit seinem Team unterwegs war und sich aufgrund seiner Schüchternheit gerne in dessen Mitte versteckte. Rezo zeigte Verständnis, sowohl für Julien, als auch für die Menschen, bei denen dadurch der Eindruck entstanden war, Julien sei arrogant.
Das Gespräch macht deutlich, wie schnell Menschen in eine Schublade gesteckt werden. Oft passiert das schon ganz am Anfang, ohne dass man es bewusst merkt. Das ist nicht per se etwas Schlechtes, denn wir ordnen unser Gegenüber automatisch ein. Problematisch wird es erst dann, wenn man bei diesem ersten Eindruck stehen bleibt, ohne ihn zu hinterfragen. Vielleicht lohnt es sich in solchen Momenten, einen Schritt zurückzugehen und sich zu fragen, warum jemand so wirkt, wie er wirkt. Genau dieser Perspektivwechsel wäre ein Ansatz, der nicht nur einzelnen Begegnungen, sondern der Welt im Allgemeinen sehr guttun würde.
Was hättet ihr euren Freunden zu beichten? Schreibt es uns in die Kommentare!