Gnu warnt Nachwuchs-Influencer: „Macht eure Schule fertig“

Gnu kennt die Schattenseiten der Creator-Welt und warnt junge Menschen davor, zu früh alles auf Social Media zu setzen.

Gnu
Gnu teilt ihre Erfahrungen mit ihren Zuschauern und hat einen großen Tipp! © jasmingnu

YouTuberin und Streamerin Gnu kennt den Weg vom Hobby zur erfolgreichen Content-Creatorin aus eigener Erfahrung. Trotzdem oder gerade deshalb hat sie einen deutlichen Rat an alle, die von einer Karriere auf YouTube und Twitch träumen: Nicht zu früh alles auf eine Karte setzen.

Streamerin Jasmin findet klare Worte

Macht eure Schule fertig, macht eure Ausbildung fertig oder euer Studium“, sagt Gnu. Bevor junge Menschen ihre berufliche Zukunft vollständig von Social Media abhängig machen, sollten sie sich zunächst ein solides Fundament aufbauen. Dass sie diesen Rat nicht ohne Grund gibt, zeigt auch ihre eigene Karriere. Gnu startete 2015 mit YouTube und arbeitete zunächst weiterhin nebenbei. Auch als ihr Kanal erste größere Erfolge feierte, kündigte sie nicht sofort ihren Job. Sie wollte zunächst herausfinden, wie nachhaltig ihre Einnahmen tatsächlich sind.

Die ersten dreieinhalb Jahre, als es ein Hobby war, habe ich immer gearbeitet“, erklärt sie. Und selbst als es mit YouTube bereits gut lief, habe sie noch ein weiteres Jahr gearbeitet, um zu sehen, „wie stabil ist es“. Für Gnu ist genau diese Vorsicht entscheidend. Denn ein großer Hype bedeutet noch lange nicht, dass eine Karriere im Internet dauerhaft funktioniert.

„Der Hype kann genauso schnell wieder vorbei sein“

Die YouTuberin kennt Fälle aus ihrem Umfeld, bei denen der Erfolg plötzlich wieder verschwunden sei. „Es gibt natürlich auch Leute in diesem Influencer-Kosmos, die hatten dann so einen Hype und danach war alles vorbei“, erzählt sie.

Besonders problematisch werde es, wenn junge Menschen für den vermeintlich sicheren Erfolg ihre Ausbildung oder ihr Studium abbrechen. Gnu erinnert sich an einen Fall, bei dem jemand bereits im zweiten Ausbildungsjahr aufgehört habe. Ihre Botschaft ist deshalb eindeutig: „Das ist ganz wichtig, das zu sagen.

Jasmin
selbst hat ihr Studium abgeschlossen und betonte bereits in früheren Interviews, wie wichtig ihr ein abgeschlossener Bildungsweg war. Schon 2021 erklärte sie, dass Social Media schnelllebig und Popularität vergänglich sei. Sie empfahl jungen Menschen deshalb, mit einer Streaming-Karriere zu warten, bis Schule, Studium oder Ausbildung beendet sind.

Erst im echten Leben Fuß fassen

Dabei will Gnu jungen Menschen keineswegs den Traum von einer Karriere als Creatorin ausreden. Vielmehr geht es ihr darum, die Risiken realistisch einzuschätzen. „Erst mal Fuß fassen im echten Leben, bevor man in die virtuelle Welt dann geht und es da versucht“, lautet ihr Rat.

Denn hinter den scheinbar perfekten Leben erfolgreicher Influencer steckt häufig deutlich mehr Arbeit, Unsicherheit und Druck, als es auf Social Media zu sehen ist. Auch Gnu selbst hat in Interviews immer wieder über die Schattenseiten ihres Berufs gesprochen. Ihr Arbeitsalltag besteht längst nicht nur aus Spielen vor der Kamera: Recherche, Videoschnitt, Social Media, Events und zahlreiche organisatorische Aufgaben gehören ebenfalls dazu. Und genau deshalb warnt sie davor, sich vom schönen Schein der Influencer-Welt blenden zu lassen. „Ich glaube, viele finden es dann auch im Nachhinein gar nicht so toll, weil der Schein ist immer, glaube ich, schöner als hinter den Kulissen.

Für Gnu bedeutet eine Karriere als Content-Creator also nicht, dass man auf einen klassischen Bildungs- oder Berufsweg verzichten sollte. Im Gegenteil: Wer Ausbildung oder Studium abgeschlossen hat und anschließend den Sprung in die digitale Welt wagt, hat im Zweifel immer noch ein Sicherheitsnetz – falls der nächste große Hype irgendwann ausbleibt. Was sagst du zu dem Ganzen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....