Rassistischer Eklat in Giswil: Schweizer Anwohner beleidigt asiatischen Kick-Streamer sukasblood vor laufender Kamera.
Die Gemeinde Giswil im Schweizer Kanton Obwalden ist mit gerade einmal rund 4.000 Einwohnern eher beschaulich. Für den Streamer sukasblood, alias Don, ist das eigentlich das perfekte Kontrastprogramm zu seiner städtischen Heimat Singapur. Allerdings erwies sich eine falsche Abzweigung als fatal - denn sie endete nicht nur mit einem umgekippten Motorrad, sondern auch mit einer rassistischen Beleidigung.
Ein Vorfall vermasselt Dons Tour
Eigentlich sollte die groß angelegte, quer durch Europa führende Motorradtour des 37-jährigen Streamers ein echtes Highlight für seine Kick-Community werden. Stattdessen endete ein Zwischenstopp mit einem Wortgefecht, das das Internet sprachlos zurückließ.
Der Streamer war gerade unterwegs in Richtung Interlaken, als er eine falsche Abzweigung nahm. Auf der Suche nach einer Wendemöglichkeit, und angeblich auch nach einer Toilette, geriet der 37-Jährige auf einen gesperrten Privatweg. Dort stellte er sein Motorrad auf einer Wiese ab. Durch den nachgiebigen Boden sank allerdings der Seitenständer ein, und die schwere Maschine kippte seitlich um. Da Don das voll beladene Motorrad aufgrund des schieren Gewichts nicht alleine hochstemmen konnte, saß er fest. Dass in diesem Moment ein Anwohner herannahte, hätte eigentlich ein Glücksfall sein können. Statt einer helfenden Hand bekam der Content-Creator allerdings eine bissige Strafpredigt.
Anwohner wünscht ihm ein kaputtes Motorrad
Im Mitschnitt des Livestreams ist deutlich zu sehen, wie der ältere Anwohner zügig auf Don zutritt und ihn wütend fragt, ob er das Fahrverbotsschild übersehen habe. Als der Streamer das einräumt, zieht der Grundbesitzer prompt seine Augen zu Schlitzen und streckt die Zunge heraus - eine unmissverständliche Geste, die auf die asiatische Herkunft des Touristen abzielt. Als Don ihn direkt mit dem Rassismus konfrontiert, entgegnet der Schweizer nur: „Ich hoffe, dein Motorrad ist kaputt“, und verweigert jegliche Hilfe.
Auch wenn sich der Streamer faktisch unerlaubt auf dem Gelände aufhielt, hat der Anwohner durch seine Reaktion ein Eigentor geschossen. Die virale Welle erreichte schnell auch die hiesige Prominenz: Der bekannte Schweizer Comedian Ahmet Bilge teilte den Clip auf Instagram und fand deutliche Worte. Er verurteilte das Verhalten des Anwohners als „ekelhaft und rassistisch“ und löste damit eine Welle der Empörung, aber auch der Solidarität mit Don aus. Neben der bestürzten Online-Community schaltete sich schliesslich auch die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) ein, die den Vorfall als „ziemlich offensichtlich“ rassistisch einstufte. Der Anwohner selbst distanzierte sich in einem Medieninterview nur teilweise von dem Vorfall: Er räumte zwar ein „unüberlegtes“ Verhalten ein, wies den Rassismusvorwurf jedoch von sich und lehnt eine Entschuldigung beim Streamer bis heute strikt ab.
Sollte er sich eurer Meinung nach doch noch bei Don entschuldigen? Schreibt es in die Kommentare!
