Nach juristischen Gesetzen überstrapaziert sie mit ihren aktuellen Aussagen eventuell religiöse Dogmen.
Kritiker der Food-Influencerin und selbsternannten Muslima Foodie Beauty behaupten, dass sie trotz ihres Glaubens erneut bewusst Schweinefleisch gegessen habe und werfen ihr vor, ihre Religion lediglich als Schutzschild gegen weitere Kritik zu nutzen.
Flunkerei für Follower?
Das es Teil des Jobs eines Influencers ist, nicht immer die Wahrheit zu sagen, damit haben wir uns alle längst abgefunden. Bei manchen geht es darum, im Zuge einer Werbekampagne ein Produkt besser darzustellen, andere lügen, um ein bestimmtes Image aufrechtzuerhalten.
Und dann gibt es jene, bei denen es fast scheint, als könnten sie gar nicht anders. Als wäre Lügen durch die vielen Jahre des Internetauftritts für sie so natürlich und essentiell geworden, dass sie sich am Ende sogar selbst belügen.
Foodie Beauty könnte genau in diese Kategorie passen – dass zumindest meinen viele ihrer Kritiker und eines ihrer neuesten Videos, in denen sie die Regeln der Religion, die sie für sich selbst als "die Richtige" erkoren hat, überstrapaziert, liefert neues Futter für diesen Vorwurf.
Food-Influencerin tischt lügen auf
Dass Chantal Sarault – so Foodie Beauty bürgerlich – es nie so ganz genau mit der Wahrheit nahm, sahen wir immer wieder. Mal lügt sie ihre körperliche Verfassung und Gesundheit, mal verspricht sie ihren Zuschauern ihr neues Elektromobil nur für lange Strecken zu nutzen und sich zu bemühen, sich ansonsten zu bewegen.
Die andere Seite ihrer Vorliebe für die Unwahrheit hat fast schon kriminelle Züge; etwa der wiederholte Vorwurf des Spendenbetrugs in Kuwait, wo sie behauptete Geld für streunende Katzen sammeln zu wollen und in Syrien, wo die gesammelten Einnahmen die Kosten für die Schulbildung eines kleinen Mädchens hätten decken sollen.
In der letzten Zeit häufen sich auch die Lügen rund um ihren Glauben. Für Ex-Mann Sallah war Sarault damals zum Islam konvertiert, auch wenn sie zwischenzeitlich auch behauptet hatte, dass dies nur auf den Wunsch der Familie ihres Ex-Mannes hin passiert sei.
Bereits vor kurzem aß sie in einem ihrer Videos Geflügelwürstchen im Schweinedarm und behauptete dann, dass der Koran besagen würde, dass das Wegwerfen von Lebensmitteln eine größere Sünde sei, als das Konsumieren von Schweinefleisch – nun wird ihr erneut vorgeworfen, bewusst Schwein gegessen zu haben, dies aber vertuschen zu wollen.
Schwein gehabt?
In einem ihrer neuesten Videos zeigt sie, dass sie sich asiatisches Essen hat liefern lassen – schließlich ist der Konsum großer Mengen fettigen Essens ein wichtiger Bestandteil ihres Contens – und nimmt dieses vor der Kamera zu sich.
Ihre Zuschauer und Kritiker, die es längst gewohnt sind, dass die Influencerin gerne ein wenig flunkert und daher immer wieder gegenprüfen, wie wahrheitsgetreu ihre Aussagen sind, machten sich an die Recherche um mehr über die Gerichte herauszufinden, die sie als “Chicken-Egg-Roll" und “Singapoor Fried Noodles” mit Shrimp und Rind bezeichnete.
Das Ergebnis ihrer Ermittlungen: Die nächstgelegenen Asiatischen Restaurants in ihrer Umgebung, die genau diese Gerichte zubereiten würden, kennzeichnen diese allesamt als “schweinefleischhaltig”, die “Chicken-Egg-Roll" wird gar als “Pork-Egg-Roll" angeboten.
Als weiteres Indiz dafür, dass Foodie Beauty sehr genau wusste, was sie bestellt hatte und nun darauf achtete, sich nicht zu verraten, sehen sie in der langsamen, bewussten Sprechweise und den Schnitten innerhalb des Videos, wo die Influencerin ansonsten dafür bekannt ist, wenig bis gar kein Editing ihrer Clips vorzunehmen.
Selbst dazu geäußert hat sich Rasault noch nicht – wobei dies grundsätzlich auch zu ihrer Art gehört, jegliche Kritik an sich wegzu ignorieren, bis die Zuschauer eine adere Aktion oder Aussage von ihr kritisieren.
Fragwürdig auch abseits der Religion
Grudsätzlich wäre natürlich völlig egal,n was eine erwachsene Frau zu sich nimmt. Wenn sie eigentlich gesündere Lebensmittel zu sich nehmen sollte oder laut den Vorgaben ihrer Religion eine bestimmte Fleischsorte nicht essen dürfte, liegt es dennoch ganz allein in ihrem Ermessen, ob sie diese Vorgaben befolgt oder nicht.
In jedem anderen Fall wäre die enorme Recherchearbeit, die die Kritiker der Influencerin in ein solch banales Video stecken, selbst mindestens genauso fragwürdig.
Doch Foodie Beauty nutzt ihren Glauben immer wieder als Schutzschild gegen Kritiker und sagt, dass vieles, was an ihr bemängelt wird, nur so drastisch gesehen würde, weil sie Muslima sei. Sich auf diese Weise selbst von jeglicher Kritik freizusprechen ist besonders dann problematisch, wenn man eben nicht nur im Alltag als Influencer flunkert, sondern eben schon mit Vorwürfen des Spendenbetrugs und anderer Vergehen konfrontiert war.
Am Ende ist das Ganze also weniger eine Glaubensfrage, als viel mehr eine der Moral und die Antwort darauf, die bleibt uns Foodie Beauty noch schuldig.
