Aus einem Stream wurde Realität: Schradin und Zarbex bringen ihre eigene Käse-Edition heraus.

Wer in den vergangenen Monaten gedacht hat, dass Max Schradin und Zarbex nach ihrer Winterbergtour langsam wieder zur Vernunft kommen, hat die Rechnung wohl ohne eine Allgäuer Käserei gemacht. Gemeinsam mit der Bio-Schaukäserei Wiggensbach haben die beiden Streamer jetzt ihre eigene Käse-Edition veröffentlicht – inklusive Release-Party, Burgern und natürlich jeder Menge Käse.
Vom Livestream zum eigenen Käse
Die Geschichte begann bereits im Februar, als Schradin und Zarbex während ihrer siebentägigen Alpenreise spontan in der Bio-Schaukäserei Wiggensbach Halt machten. Zuvor hatten die beiden den Käse bereits auf der Grünen Woche in Berlin probiert und beschlossen kurzerhand, dem Betrieb im Allgäu einen Besuch abzustatten.
Der Stream entwickelte sich schnell zum Erfolg: Zeitweise verfolgten bis zu 45.000 Zuschauer die Käseverkostung live, während innerhalb kürzester Zeit mehrere Hunderte Bestellungen eingingen und der Onlineshop zeitweise sogar überlastet war. Bereits damals deutete die Käserei an, dass ein eigens für Schradin und Zarbex entwickelter Käse „im Raum steht“ – im gegensatz zu Stefan Raab haben die beiden nun wirklich ihre Gesichter auf einem Käse.
„Der alte Schradin“ und „Der fette Zarbex“
Aus der Idee wurde inzwischen Realität. Die limitierte Edition besteht aus den beiden Sorten „Der alte Schradin“ und „Der fette Zarbex“ und wird direkt über den Onlineshop der Käserei verkauft. Käufer erhalten insgesamt 500 Gramm Käse, einen Aktionsflyer und zusätzlich einen Fünf-Euro-Gutschein. "Der alte Schradin" ist sechs Monate gereift und ein eher würzig pikanter Hartkäse, "Der fette Zarbex" ist ein durch den hohen Fettanteil sehr cremiger und auf Grund der Rotwein-Veredelung fruchtiger Schnittkäse.
Vor allem der Name „Der fette Zarbex“ dürfte bei Fans für einige Lacher sorgen. Der Käse hat in der Trockenmasse tatsächlich einen Fettanteil von 55 Prozent, was laut Schradin auch dem Körperfettanteil von Zarbex entspricht. Beim Branding haben die Beteiligten offenbar keine halben Sachen gemacht.
Käsiger Michael auf der Release-Party
Passend zum Verkaufsstart veranstaltete die Schaukäserei am 21. Juli sogar ein eigenes Event, bei dem Besucher die neuen Sorten direkt mitnehmen konnten. Die Käserei kündigte Burger, Getränke und die eigens kreierten Käsesorten an – man könnte also durchaus von einer Release-Party sprechen. Oder, in diesem Fall eher von einer Re-Cheese-Party.
Für Unterhaltung sorgten die beiden Streamer höchstpersönlich: Bei der Vorstellung der neuen Sorten stimmten Schradin und Zarbex sogar „Käsiger Michael“ an. Spätestens damit war klar, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Produktpräsentation handelte. Zarbex kommentierte die Performance mit den Worten: „So das Ding macht 100.000 Likes auf TikTok!“ Worauf Schradin nur: „Also, ich habe so etwas unfassbar bescheuertes in meinem kompletten Leben noch nie gemacht.“ – i doubt it – trocken entgegenbrachte.
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Originalton - SCHRADIN - SCHRADIN
Hinter der Kooperation steckt eine echte Allgäuer Käserei
Trotz des ganzen Internet-Hypes steckt hinter der Aktion keine große Lebensmittelmarke, sondern die Bio-Schaukäserei Wiggensbach im Oberallgäu. Der Betrieb produziert seit Jahren Bio-Heumilchkäse, bietet Führungen durch seine historischen Gewölbekeller an und wurde in der Vergangenheit mehrfach ausgezeichnet.
Dass ausgerechnet ein Livestream von Schradin und Zarbex für eine derart große Aufmerksamkeit sorgt, dürfte aber selbst die Betreiber überrascht haben. Aus einem spontanen Besuch im Allgäu ist innerhalb weniger Monate schließlich eine limitierte Käse-Kollektion geworden – und vermutlich die einzige Kooperation des Jahres, bei der Twitch-Zuschauer freiwillig Geld für einen Käse namens „fetter Zarbex“ ausgeben.
Habt ihr die Sorten schon bestellt oder könnt ihr auf einen Streamer-Käse dankend verzichten? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
