Metashi12 über das Ende der großen MMO-Hypes

Streamer Metashi12 glaubt, dass neue MMOs heute kaum noch Spieler langfristig fesseln können.

Metashi12
Ob sich Metashi mit dieser Aussage unbeliebt macht? © Metashi12

MMO Games jucken niemanden mehr? Dieser Meinung ist zumindest Streamer und YouTuber Metashi12. Der Content-Creator hat nun in seinem Twitch-Livestream verkündet, dass sich niemand mehr so krass für MMOs interessiert. Und der Grund dafür? Der liegt für den Löhne-Bewohner auch ganz klar auf der Hand.

Zu alt für diese Art Games?

Wir sind aus dem Alter raus, wenn ein MMO rauskommt, wir es zwei Monate am Stück durchzocken können, wie die Kakerlaken, wie wir mal waren. Die Leute, die Word of Warcraft spielen, wie ihr es seid, die sind jetzt 35, 40 Jahre, alt, die haben jetzt Kinder, Haustiere, ein Haus gekauft, Autos, einen Garten, Hobbys (...) ihr habt Verpflichtungen und wenn ein WoW Add-on rauskommt, egal, ob es ein neues Add-on ist oder ein WoW Classic wieder auffahren, wie zum Beispiel TBC, dann sieht man das ganz doll, dass der Hype zwei, drei Wochen maximal, richtig nach oben geht und von dem ein oder anderen Tag flacht es wieder richtig ab. Einfach direkt wieder weg.

Aber woran liegt das? Metashi geht noch weiter auf das Thema ein.

"Das liegt daran, weil die Leute sich ihrer eng getakteten Zeit, Urlaub dafür nehmen, Freizeit dafür opfern, um diesen Release mitspielen zu können, aber das hält sich nicht für für fünf, sechs Monate, denn der Urlaub, oder der gelbe Schein, der endet irgendwann und ihr seid wieder in eurem Alltag drin. Ihr könnt dem Game nicht zu der Größe verhelfen, wie zum Beispiel jüngere Leute und deswegen bin ich der festen Überzeugung, sehen Firmen, Investoren in Gaming keine Zukunft."

Doch ist das wirklich so?


Es ist nicht mehr das, was es einmal war

Zahlen und aktuelle Entwicklungen zeigen, dass Metashi12 mit seiner Beobachtung zumindest teilweise recht hat. Viele der großen neuen MMO-Releases der letzten Jahre konnten nur kurzzeitig die Aufmerksamkeit der Spieler halten. Spiele wie New World erreichten beim Launch noch Hunderttausende gleichzeitig aktive Spieler, doch nach wenigen Monaten sanken die Zahlen drastisch. Auch kleinere Titel aus den Jahren 2024 und 2025 schafften es oft nicht, ihre Spieler längerfristig zu binden und verblieben auf niedrigen Bestandszahlen.

Gleichzeitig zeigen die etablierten Klassiker wie World of Warcraft oder Final Fantasy XIV, dass das Genre insgesamt weiterhin stabilen Zulauf hat, auch wenn die absoluten Spitzenzahlen der ersten Jahre nicht mehr erreicht werden. Die Dynamik hat sich verschoben: Neue MMOs erzeugen nicht mehr monatelange Hypes, sondern erleben kurze, intensive Peaks, bevor die Zahlen wieder sinken.

Dies bestätigt den Kernpunkt von Metashi12 – der Zeitfaktor der Spieler ist entscheidend. Menschen mit Familie, Beruf und anderen Verpflichtungen können sich heute nicht mehr so leicht monatelang in ein MMO vertiefen, wie es früher möglich war.

Dennoch bedeutet das nicht das Ende des Genres, sondern zeigt vielmehr, dass sich MMOs an die veränderten Lebensumstände und Spielgewohnheiten anpassen müssen, um weiterhin relevant zu bleiben. Teilt ihr die Meinung von Metashi? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....