Twitch-Schock für Honeypuu: Ein plötzlicher Bann stoppte ihren Subathon. War ein Systemfehler der Plattform schuld?
Für die Streamerin Honeypuu, bürgerlich Isabell Schneider, sollte der sogenannte „Subathon“ eigentlich ein groß angelegtes Community-Event werden. Nun wurde der Dauerübertragung durch einen scheinbar willkürlichen Bann ohne Vorwarnung der Stecker gezogen. Schneider drückte bereits auf Instagram ihr Unverständnis über den plötzlichen Schritt der Plattform aus.
Das Konzept des Subathons
Auch wenn klangliche Ähnlichkeiten bestehen, handelt es sich bei einem Subathon nicht etwa um eine schwedische Power-Metal-Band, sondern um ein echtes Marathon-Event auf Twitch: Über Abonnements (Subs), Spenden und die plattformeigene Währung „Bits“ kann die Zuschauerschaft einen Timer verlängern, der die verbleibende Dauer des Streams diktiert.
Das Ziel versteht sich von selbst: Streamerin und Community feuern sich gegenseitig an, um die Übertragung so lange wie möglich am Laufen zu halten - entweder bis ein vorher festgelegtes Limit erreicht ist oder schlicht keine neue Zeit mehr dazukommt. Für Content-Creator springt dabei ein ordentlicher Zugewinn an Reichweite und Umsatz heraus, während die Community noch enger zusammengeschweißt wird.
Ein mysteriöser Bann aus dem Nichts
Laut automatisierten Bann-Tracking-Webseiten hatte Honeypuu bis dato eine absolut weiße Weste: Die Streamerin hat seit mindestens sechs Jahren nicht einen einzigen Bann kassiert. Dass es nun am 5. Oktober ausgerechnet mitten im Subathon zu einer Sperrung kam, ist also hochgradig ungewöhnlich.
Schaut man sich die eigentliche Dauer der Sperre an, sprechen alle Anhaltspunkte gegen ein absichtliches, schwerwiegendes Vorgehen seitens Twitch. Der Bann wurde nämlich bereits am Folgetag wieder aufgehoben und hielt somit weniger als 24 Stunden an - ein klares Indiz für einen Fehler der Plattform. Auch wenn derzeit nicht offiziell geklärt ist, wie es genau zu dem Vorfall kam, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein „False Positive“ der automatischen Erkennungssysteme oder einen fälschlicherweise ausgelösten „DMCA-Takedown“, also Urheberrechts-Anspruch, durch geschützte Musik oder Videos im Hintergrund.
So oder so fand das Event durch die ungewollte Unterbrechung ein jähes, technisches Ende. Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben: Es ist gut möglich, dass Schneider das Momentum nutzt, die verbleibende Restzeit manuell wieder auf die Uhr setzt und den Subathon in Kürze neu auflegt.
Jetzt seid ihr gefragt: Fiebert ihr bei solchen Subathons mit, oder lässt euch das Format kalt? Schreibt es uns in die Kommentare!
