TikToker am Flughafen verhaftet, nachdem Betrüger sich für ihn ausgibt und $6.000 erbeutet

Der Influencer wollte auf die Bahamas fliegen, landete aber stattdessen in Handschellen.

Vookum arrest
Der Influencer ist online vor allem für Inhalte rund um den Handel und die Versteigerung von Luxusuhren bekannt. | © Vookum

Der Luxusuhrenhändler, TikToker und YouTuber Vookum wurde am Flughafen Newark auf dem Weg zu den Bahamas verhaftet. Der Twist daran: Offenbar hat er nichts falsch gemacht, denn jemand anderes hatte sich als er ausgegeben.

Vookum verbringt zwei Tage im Gefängnis, nachdem sich ein Betrüger als ihn ausgibt.

Tyler „Vookum“ Mikorski konzentriert sich in seinen Inhalten auf den Kauf, Verkauf und die Versteigerung von Luxusuhren. Mit seinen Uploads auf YouTube erreicht er regelmäßig über 100.000 Aufrufe. Am 1. März erwartete ihn jedoch eine unangenehme Überraschung: Als er mit seiner Freundin und ihrer Familie auf die Bahamas fliegen wollte, wurde er am Flughafen in Newark im US-Bundesstaat New Jersey verhaftet. Die Polizei teilte ihm mit, dass ein Haftbefehl aus Florida gegen ihn vorliege. Vookum erfuhr offenbar erst etwa eine Stunde nach seiner Festnahme, warum er überhaupt verhaftet worden war:

Sie sagen mir dann: ‚Ja, also der Grund, warum du verhaftet wurdest, ist, dass gegen dich im Bundesstaat Florida eine Anklage wegen schweren Diebstahls zwischen 5.000 und 10.000 Dollar vorliegt.‘

Offenbar werteten die Behörden die Situation als möglichen Fluchtversuch. Dann informierte ihn ein Geschäftspartner darüber, dass offenbar jemand einen Kunden auf dem Facebook Marketplace um mehr als 6.000 Dollar betrogen hatte, indem er seinen Namen verwendete. Der Kunde wollte eine Uhr kaufen, doch der Verkäufer lieferte sie nie. Trotzdem wurde der TikToker festgenommen und musste zwei Tage im Essex County Correctional Facility bleiben, während sein Anwaltsteam versuchte, den Behörden zu beweisen, dass Vookum tatsächlich unschuldig ist.

Am 3. März wurde er schließlich freigelassen, nachdem seine Anwälte die Behörden davon überzeugen konnten, dass Vookum nicht die Person ist, nach der sie suchen. Vookum erklärte außerdem, dass keine Anklagen mehr gegen ihn vorliegen:

Jetzt liegen natürlich keine Anklagen mehr gegen mich vor, weil sie die Vorwürfe fallen gelassen haben, da ich nichts getan habe.

Er betonte außerdem, dass er seine Waren online ausschließlich über seine offiziellen Accounts verkaufen würde:

Kauft nichts von mir online, es sei denn, es ist über mein eBay Live oder ihr steht mir persönlich gegenüber.

Am Ende gilt vielleicht: Gebt lieber keine 6.000 Dollar für einen zufälligen Deal auf dem Facebook Marketplace aus. Große Investitionen auf unüberprüften Plattformen mit wenig Sicherheit sind keine gute Idee, denn wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch.

Luis Scharringhausen

Videospiele sind meine Leidenschaft, besonders Elden Ring. Nebenbei studiere ich Journalismus und schaue gerne Serien....