Warum wir Nachbarn im Treppenhaus meiden: LostKittn spricht über ein verbreitetes Alltagsverhalten

Small-Talk mit den Nachbarn? Nein, danke.

Lost Kittn
LostKittn spricht hier ein Thema an, was ihr bestimmt nicht zum ersten Mal gehört habt! © LostKittn

Dass so eine Beobachtung ausgerechnet aus der Gamer-Szene kommt, ist ehrlich gesagt nicht besonders überraschend. Gerade in dieser Bubble sind viele Menschen eher introvertiert unterwegs oder kennen zumindest das Gefühl, soziale Interaktionen im Alltag manchmal bewusst zu vermeiden. Und ich muss auch sagen: Ich mach das persönlich auch, haha. Gerade schüchterne oder eher zurückhaltende Leute können sich in dem, was LostKittn in ihrem Stream beschreibt, ziemlich gut wiederfinden.

Hand aufs Herz: Wer hat das auch schon mal gemacht?

Die Streamerin schildert eine Alltagssituation, die auf den ersten Blick banal wirkt, aber vielen sehr vertraut ist: Man will eigentlich aus der Wohnung gehen, steht schon an der Tür und hört dann im Treppenhaus oder vor dem Hauseingang eine andere Person. Statt einfach rauszugehen, entscheidet man sich spontan um. Die Tür wird wieder geschlossen, man wartet kurz, bis die andere Person weg ist, nur um einer kurzen sozialen Begegnung aus dem Weg zu gehen.

Oder das Gegenteil: Man kommt nach Hause und sieht schon jemanden im Eingangsbereich stehen. Plötzlich wird man langsamer, greift zum Handy, tut beschäftigt, macht einen kleinen Umweg im Kopf – alles nur, um nicht direkt in ein Gespräch verwickelt zu werden. LostKittn beschreibt dieses Gefühl sehr direkt: „Ich will nicht reden. Ich will das nicht.“ Und genau diese Ehrlichkeit sorgt dafür, dass sich viele darin wiedererkennen. Same hier. Nicht, weil man die Person nicht mag, sondern mehr weil man kein Fan von Small-Talk ist, vielleicht selbst einen langen Tag oder Ähnliches hatte.

Gerade introvertierte Menschen oder Personen, die viel Zeit online verbringen – etwa in Gaming- oder Streaming-Communities – kennen dieses Verhalten gut. Natürlich nicht alle, auch Gamer können damit kein Problem haben oder extrovertiert sein. Es ist nur etwas, was einem bereits öfters aufgefallen ist, was man aus der Szene gehört hat.

Am Ende zeigt das, was LostKittn beschreibt, eigentlich nur eins: Selbst die kleinsten Alltagsmomente sind irgendwie social awkward. Das Treppenhaus wird so ein weirdes Zwischen-Ding zwischen „ich bin safe zuhause“ und „oh nein, da ist jemand“ – und genau da entscheidet sich dann jedes Mal in Sekunden, ob man gerade Bock auf Kontakt hat oder lieber komplett unsichtbar sein will. Was sagt ihr zu dem Thema? Schreibt es uns in die Kommentare.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....