"Weil Abonnenten mich früher oder später mit Kind sehen werden": YouTuber Haptic verrät, dass er Vater geworden ist

In einer Welt vieler unangenehmer Statements mal was für's Herz.

Haptic Rush You Tube
Auf ausschließlich kinderfreundliche Spiele wird Haptic aber sicher nicht ausweichen. | © HapticRush / YouTube

Der deutsche YouTuber und Streamer Haptic, vielen auch als HapticRush bekannt, hat vor kurzem in einem Video eine sehr persönliche Neuigkeit geteilt: Er ist Vater geworden.

Ein Geständnis an fast 1 Million Follower

Bekannt und berühmt wurde Cem Gülken – so der YouTuber bürgerlich – einerseits durch CoD- und Fortnite-Let's Plays und Streams, andererseits durch seine mal mehr mal weniger spontanen Gesangseinlagen. Allein auf YouTube folgen ihm deswegen mehr als 900.000 Menschen. Doch in seinem neuesten Video ging es weder darum, dem Busfahrer zu danken, ein paar unmögliche Treffer zu landen oder ein Lied zu trällern – sondern um ein ganz persönliches Geständnis.

Eigentlich, so erzählte er, wollte er diese Information zunächst gar nicht öffentlich machen. Sein Privatleben sollte in diesem Punkt auch wirklich privat bleiben. Mit der Zeit wurde es aber immer schwieriger, das Thema komplett rauszuhalten. Und so war es an der Zeit seinen Followern mitzuteilen, dass er inzwischen Vater ist.

Haptic berichtete, dass er mehrfach von Fans erkannt wurde, zum Beispiel während er mit einem Kinderwagen unterwegs war. Dazu kam, dass man in einigen seiner Aufnahmen im Hintergrund offenbar auch schon mal das Baby schreien hören konnte.

Genau deshalb entschied er sich schließlich, selbst darüber zu sprechen, bevor aus kleinen Beobachtungen irgendwelche Gerüchte entstehen. Statt zu warten, bis andere darüber spekulieren, wollte er die Situation lieber selbst einordnen und offen erklären, was Sache ist.

Zwischen Fanmanagement und parasozialer Beziehung

Der Moment zeigt ziemlich gut, auf welchem schmalen Grat sich viele Streamer, YouTuber und Influencer bewegen. Auf der einen Seite lebt ein großer Teil ihrer Arbeit davon, dass Fans das Gefühl haben, nah dran zu sein.

Sie begleiten ihren Alltag, hören persönliche Geschichten und bekommen Einblicke, die klassische Promis früher oft viel stärker abgeschirmt hätten. Genau diese Nähe macht viele Creator sympathisch und erfolgreich.

Auf der anderen Seite heißt das aber nicht, dass automatisch alles öffentlich sein muss. Gerade Familie, Kinder und Beziehungen sind Bereiche, die geschützt werden müssen. Auch Menschen, die ihr Leben online teilen, haben ein Recht darauf, Grenzen zu setzen. Bei Haptic sieht man sehr deutlich: Nur weil jemand vor der Kamera steht, bedeutet das nicht, dass jeder private Moment Teil des Contents werden sollte.

Dass er die Geburt seines Kindes nun selbst angesprochen hat, wirkt deshalb weniger wie ein klassisches "Announcement", sondern eher wie der Versuch, die Kontrolle über die eigene Geschichte zu behalten.

Er teilt genug, um ehrlich zu seinen Fans zu sein, zieht aber gleichzeitig eine klare Grenze zwischen öffentlicher Person und privatem Familienleben. Genau diese Balance wird für Creator immer wichtiger.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....