"Weil Menschen zu woke sind": Kleiner Streamer wird vom Sauercrowd-Event gebannt

Der Streamer Der_Cyberpunk kassierte kürzlich einen Bann von der Leitung des Sauercrowd-Events. Grund dafür sei in seinen Augen der fehlende Humor der Mitspieler und die Wokeness der Gildenleitung.

Der cyberpunk sauercrowd
"Es gibt ein paar Personen die sich ganz gewaltig die Clownsnase aufsetzen müssen. | © Der_Cyberpunk

So schnell, wie es anfing, ist es dann jetzt wohl vorbei. Streamer Der_Cyberpunk erhielt vor einigen Tagen einen Bann seitens der Gildenleitung von Sauercrowd, und das ohne, dass ihm etwas mitgeteilt wurde. In einem Statement äußert er sich zum Ausschluss.

Gekickt ohne guten Grund?

Von seinem Ausschluss aus der Gilde erfuhr der Streamer, auch Rick genannt, erst über seine Zuschauer. Ursprünglich war er über das Voucher-System ins Event gekommen. Innerhalb dieses Systems bürgt ein anderer Streamer für denjenigen, der neu dazukommen soll. In diesem Fall war es der Streamer SirLamee.

Erst als er bei seinem Voucher nachfragt erhält er eine Antwort auf den Ursprung dieses Banns. Es gab mehrere Vorwürfe anderer Teilnehmer:innen über sexistische Bemerkungen seitens Der_Cyberpunk. Diese Entscheidung wurde auch von mehreren Mitgliedern der Gildenleitung überprüft.

Es gab genau zwei Situationen, auf die sich das beziehen muss, es geht nicht anders. Und weil das Ganze so eindeutig ist, werden wir auch nicht in die Videoanalyse gehen.

In diesen zwei Situationen, sei er, nach eigener Aussage, mit zwei „überwoken“ Streamer:innen aneinandergeraten. Er habe einen Witz gemacht, bei dem er auf einen Kommentar im gemeinsamen Chat eingegangen sei.

Ein Witz ist immer ein Witz. Der soll niemanden verletzen, der soll niemandem wehtun. Der soll in dem Moment einfach nur witzig sein und wenn du den Witz nicht witzig findest, dann lach einfach nicht drüber.

Der Witz, von dem hier die Rede ist, bezog sich auf eine Streamerin. Einer der Zuschauer sagte im Scherz innerhalb des gemeinsamen Chats, dass sie ab und an Whirlpool-Streams machen würde. Daraufhin entgegnete Rick inhaltsgemäß, wie viele Subs er giften müsste, damit die besagte Frau seinen Namen auf ihren Körper schreibt.

Die zweite Situation soll wohl eine Diskussion über ein Sprichwort gewesen sein, was ungefähr den Inhalt hat, dass Frauen immer Erwachsenenspaß haben können, wenn sie wollen, während Männer dies nur können wenn sie auch dürfen. Abgesehen davon, dass Konsens meines Wissens nach in beide Richtungen funktioniert und nicht nur in eine.

Nicht woke genug für Sauercrowd?

Grundsätzlich ist sich Rick keiner Schuld bewusst. Er wird sich nicht für einen Witz entschuldigen, sagt er in seinem Statement. Er wendet sich auch direkt an die "woke Bubble". Man fördere so Intoleranz, indem man Menschen wegen eines Witzes, aus dem Projekt ausschließt.

Liebe Woke-Bubble. Was ihr nicht verstanden habt, ihr, die ihr jeden Tag aufsteht und auf die Toleranz [die Palme schüttelt]. Was ihr verstehen müsst, ist das echte Toleranz bedeutet Dinge auszuhalten auch wenn sie einem nicht passen.

So viel zur Cyberpunkschen Definition des Wortes Toleranz. Offiziell bedeutet Toleranz übrigens das Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Ob sexistische Aussagen in diese Toleranzgrenze fallen, könnt ihr am Ende selbst entscheiden.

Was sagt ihr dazu? Berechtigter Ausschluss oder ist die Gildenleitung schlichtweg zu "woke"? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!

Luca Friedrich

Luca hat eine Leidenschaft fürs Gaming und Tabletop-RPGs. Sein Bachelorstudium in Multimedia und Kommunikation hat er mit den Schwerpunkten Mediendesign und Journalismus abgeschlossen....