Jordan und Semih sorgen mit einem Elefanten-Stream für Kritik. Ihre Erklärung überzeugt jedoch nicht alle.
Ein Elefant als Teil eines Twitch-Streams: Genau das sorgte zuletzt für heftige Kritik an Jordan und Semih. Tierschützer warfen den Streamern vor, das Tier für Reichweite und Unterhaltung zu instrumentalisieren. Nun haben sich die beiden ausführlich dazu geäußert.
Jordan und Semih weisen Vorwurf der Tierquälerei zurück
In ihrem Statement betonen Jordan und Semih, dass das Wohl des Elefanten für sie an erster Stelle gestanden habe. Das Studio sei direkt auf dem Gelände des Elefantenhofs aufgebaut worden. Der Elefant habe sich nicht in einem abgeschlossenen Betonraum befunden, sondern habe sich frei bewegen können. Zudem sei seine Familie in unmittelbarer Nähe gewesen.
Die Streamer erklären außerdem, sie hätten sich im Vorfeld genau mit der Umsetzung beschäftigt und sogar einen vierstelligen Betrag für die Versorgung der Tiere gespendet. Auch auf laute Musik und ihr übliches Setup hätten sie bewusst verzichtet. Gleichzeitig räumen sie ein: „Wir waren vielleicht ein bisschen dumm und naiv.“
Doch genau hier bleibt ein entscheidender Punkt offen. Denn selbst wenn der Elefant ausreichend Platz hatte und während des Streams betreut wurde, beantwortet das nicht die grundsätzliche Frage, warum ein Elefant überhaupt als Unterhaltungselement in einem Stream eingesetzt werden muss.
Kritik bleibt trotz Erklärung bestehen
Auch der Elefantenhof bestätigt, dass derartige Aufträge grundsätzlich angenommen werden, solange dem Tier nicht geschadet wird. Die Tiere würden inzwischen nicht mehr zu Veranstaltungen transportiert, sondern Filmaufnahmen könnten beispielsweise in einer Halle des Hofs stattfinden.
Das klingt zunächst nach einer Erklärung, beseitigt die Kritik aber nicht automatisch. Tierschutzorganisationen kritisierten gerade, dass ein hochsensibles Tier zur Kulisse für Content gemacht wurde und meldeten die Aufnahmen nach eigenen Angaben dem zuständigen Veterinäramt.
Problematisch ist deshalb vor allem die Haltung der Streamer. Sie sprechen von „falschen Vorwürfen“ und werfen Kritikern teilweise vor, es gehe ihnen lediglich um Klicks. Gleichzeitig stellen sie klar, künftig auf Content mit Tieren verzichten zu wollen.
Ob die konkrete Haltung des Elefanten während des Streams tatsächlich gegen Tierschutzvorschriften verstieß, müssen letztlich die zuständigen Stellen beurteilen. Dass ein Tier für Unterhaltung vor laufender Kamera eingesetzt wurde, darf trotzdem kritisch hinterfragt werden. Genau diese grundsätzliche Verantwortung scheinen Jordan und Semih bislang nur teilweise anzuerkennen.
Wie seht ihr den Elefanten-Stream? Reicht die Erklärung von Jordan und Semih aus oder bleibt die Kritik berechtigt? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
