Während die meisten Spieler über LP-Gains, Autofill und Hardstuck-Elo klagen, hat V offenbar einfach weitergegrindet – bis Master.
BTS-Star Kim „V“ Tae-hyung sorgt gerade nicht nur in der Musik-, sondern auch in der Gaming-Community für Gesprächsstoff. Der Sänger soll auf dem koreanischen League-of-Legends-Server Master erreicht haben – und das mitten während BTS’ laufender ARIRANG World Tour. Offiziell von Riot bestätigt ist der Account nicht, aber mehrere Berichte und Fan-Beobachtungen verweisen auf Instagram-Storys, in denen V seinen Ranked-Fortschritt gezeigt haben soll.
Von Diamond 2 zu Master
Schon im Juni wurde V in der League-Community diskutiert, nachdem er offenbar seinen Aufstieg auf Diamond 2 auf Instagram geteilt hatte. Das allein war bereits bemerkenswert. Diamond ist in League of Legends weit über dem durchschnittlichen Ranked-Niveau, und gerade der koreanische Server gilt als eine der härtesten Solo-Queue-Umgebungen der Welt.
Jetzt soll der nächste Schritt gelungen sein. Laut aktuellen Berichten entdeckten Fans in einer späteren Instagram-Story Hinweise darauf, dass V Master mit 1 LP erreicht hat. Damit würde er nicht mehr nur im hohen Diamond-Bereich spielen, sondern in der ersten Apex-Tier-Stufe von League of Legends stehen – direkt unter Grandmaster und Challenger.
Für viele League-Spieler ist das der Moment, in dem aus „Promi spielt LoL“ etwas anderes wird. Master erreicht man nicht zufällig. Selbst auf 1 LP bedeutet der Rang, dass ein Spieler über viele Games hinweg deutlich über dem normalen Ladder-Niveau performen muss. Mechanik, Matchup-Wissen, Champion-Pool, Map-Verständnis und Mental müssen dafür zumindest auf einem sehr hohen Solo-Queue-Level stimmen.
Warum das in Korea noch beeindruckender ist
League-Ränge lassen sich nicht immer perfekt zwischen Servern vergleichen. Trotzdem hat der koreanische Server einen besonderen Ruf. Viele Profis spielen dort, Solo-Queue ist extrem kompetitiv, und schon hohe Diamond-Ränge werden international ernst genommen.
Genau deshalb war bereits Diamond 2 ein großes Thema. Dass V nun offenbar Master erreicht hat, gibt der Story noch einmal mehr Gewicht. Es ist ein Unterschied, ob ein Celebrity gelegentlich Games spielt oder ob er in einer der härtesten Ranked-Umgebungen der Welt bis in die oberen Ränge klettert.
Natürlich bleibt ein wichtiger Disclaimer: Solange Riot den Account nicht offiziell bestätigt, sollte man die Meldung als community-reported einordnen. Trotzdem wirkt die bisherige Entwicklung konsistent. V hatte schon früher öffentlich League gespielt, sein Diamond-2-Rang wurde vor wenigen Monaten breit aufgegriffen, und die neue Master-Diskussion passt in genau diese Linie.
Der Tour-Kontext macht es noch absurder
Was die Geschichte so klickbar macht, ist nicht nur der Rang selbst, sondern das Timing. BTS befindet sich aktuell auf einer riesigen Welttour. Proben, Reisen, Konzerte, Medienauftritte und Regeneration lassen normalerweise nicht viel Raum für einen ernsthaften Ranked-Grind.
Und trotzdem soll V genau in dieser Phase weitergeklettert sein. Für jeden, der League spielt, ist das fast der lustigste Teil der Story. Viele Spieler schaffen es mit normalem Alltag kaum, genug gute Ranked-Games am Stück zu spielen. V macht das offenbar zwischen Soundcheck, Flug, Hotel und Stadion-Show.
Das erklärt auch, warum die Reaktionen so stark ausfallen. Für BTS-Fans ist es ein weiterer Beweis, dass V neben Musik und Fashion auch in Games auffällig talentiert ist. Für League-Spieler ist es eher ein Realitätscheck: Während viele nach Jahren noch in Emerald oder Diamond hängen, erreicht ein Weltstar offenbar Master während einer Tour.
Mehr als nur ein lustiger Promi-Moment
Die Story funktioniert aber nicht nur als Meme. Sie zeigt auch, wie groß League of Legends kulturell weiterhin ist. Wenn ein BTS-Mitglied mit seinem Ranked-Rang Diskussionen in Gaming-Communities auslöst, treffen zwei riesige Welten aufeinander: K-Pop-Fandom und kompetitive Gaming-Kultur.
Dabei entsteht automatisch Reibung. Einige Fans feiern den Rang, andere Gamer diskutieren, ob Diamond oder Master „wirklich“ beeindruckend ist. Genau diese Diskussion wirkt fast typisch League. Selbst wenn jemand einen objektiv hohen Rang erreicht, findet die Community noch Gründe, ihn kleinzureden.
Am Ende bleibt aber eine ziemlich einfache Einordnung: Master auf Korea ist stark. Für einen Vollzeit-Profi wäre es nichts Ungewöhnliches, für einen Weltstar auf Tour ist es absolut bemerkenswert. V muss nicht Challenger sein, damit die Leistung zählt. Falls sich die Meldung weiter bestätigt, ist sie mehr als nur ein kurzer Social-Media-Funfact. Sie ist einer dieser Momente, in denen League kurz aus seiner eigenen Bubble ausbricht.