Immer wieder gibt es die Geschichte eines Champions in Kurzfassung!
Taliyah hat eine besondere Kraft. Diese muss sie nutzen um ihre Familie in ihrer Heimat wieder zu finden.
Ihre Kurzgeschichte
Taliyah ist eine junge Nomadin aus dem Wüstenreich Shurima, deren magische Verbindung zur Erde sie zu einer Felsenweberin macht. In ihrer Heimat gilt sie als ungestüm und neugierig, aber auch als mitfühlend: eine Mischung aus jugendlichem Entdeckungsdrang und verantwortungsbewusstem Willen. So hat sie fast ganz Valoran durchwandert, um die wahre Natur ihrer Kräfte zu verstehen, kehrte aber schließlich zurück, um ihr Volk zu schützen. Hinter Taliyahs scheinbar fröhlicher Art verbirgt sich nämlich ein unerschütterlicher Wille: Sie ist fähig, mit ihrem Steinbändigen Berge zu versetzen und die Erde erzittern zu lassen, wenn es sein muss. Bereits in jungen Jahren stellte sich heraus, dass Taliyahs Bindung an den Fels größer war als bei gewöhnlichen Menschen.
Mit etwa sechs Jahren wurde sie vom sogenannten Großen Weber gesegnet und erhielt die Gabe, auf den Boden zu hören und ihn zu formen. Bald aber merkte Taliyah, dass sie ihre chaotischen Erdabenteuer nicht unter Kontrolle hatte, wenn sie auf sich allein gestellt blieb. Daher verließ sie ihr Stammesterritorium, um einen Lehrer zu finden, der ihr helfen konnte, ihre Kräfte zu meistern. Ihre Reise führte sie nach Ionia, wo sie den jungen Schwertkämpfer Yasuo traf. Er wurde zu ihrem Mentor und brachte ihr bei, wie sie Erde und Stein geschmeidiger bewegen konnte. In dieser Zeit lernte Taliyah Demut und Disziplin: Obwohl sie eine große Macht besaß, verstand sie, dass diese Kraft noch reifen musste. Während ihrer Abenteuer galt Taliyah oft als freundlich und hilfsbereit. Sie fühlte sich den Menschen verbunden und benutzte ihre Fähigkeiten auch, um zu helfen, etwa indem sie in der Wildnis Fremde vor Gefahren schützte oder verlorene Karawanen lotste. Doch ihr größtes Abenteuer begann, als Nachrichten über eine drohende Gefahr in Shurima eintrafen. Über Hunderte von Jahren lagen Shurima längst unter Sand begraben, doch nun schien irgendetwas zu erwachen. Aus Sorge um ihre Familie und ihr Volk brach Taliyah ihre Ausbildung mit Yasuo ab und machte sich auf den Heimweg.
Echos im Stein
Darüber hinaus haben wir die Kurzgeschichte "Echos im Stein", die von Taliyahs Rückkehr nach Shurima erzählt.
Taliyah flieht vor einem Sandsturm und spürt plötzlich etwas Unerwartetes unter ihren Füßen: Feuchter Stein. Das Wasser, das tief unter den Dünen verborgen liegt, lässt einen alten Oasenstrom wieder fließen. Ihr Volk hat diesen Wasserlauf über Generationen gesucht und nun führt er die Karawanen direkt zurück nach Shurima. Kurz bevor der Wirbelsturm sie einholt, erreicht Taliyah die Mauern der großen Stadt, die aus dem Sand wieder auferstanden ist. Vor den Mauern wurde ein Lager errichtet, dass voll von Leben war und reges Treiben herrschte. Doch die Menschen wollten durch die Tore in die große Stadt und sie muss sich beeilen. Taliyah bekommt Hilfe von einer shurimanischen Frau, die ihr die Hoffnung gibt, ihre Familie hier drin zu finden. Keuchend legt sie die Hand auf den rissigen Stein einer uralten Mauer und wird von den Stimmen der Vergangenheit überflutet. Zehntausende Schreie sind in den Steinen verschlüsselt, der Schmerz von Opfern, die Azirs gescheiterte Aszension und Xeraths Verrat hingerafft hat. Taliyah spürt, wie die Qual ihrer letzten Augenblicke in ihr aufsteigt. Hoffnung und Tod sind eins in diesem Stein. Erschrocken reißt sie die Hand zurück, als hätte der Felsen sie verbrannt. Die Mauern flüstern noch eine letzte Wahrheit, bevor sie verstummen: Das Grabmal Shurimas war für kurze Zeit wieder sichtbar, ein Zeichen von Azirs Rückkehr und Neubeginn. Taliyah flüstert erschöpft: "Ich muss meine Familie finden."