Razer BlackShark V2 im Test: Neues Referenz-Headset im Esports?

Razer blackshark v2 test review
Starkes Gaming-Headset für den Esports: Das Razer BlackShark V2 überzeugt. (Quelle: Razer)

Razer BlackShark V2 Test. Der bekannte Peripherie-Hersteller Razer hat ein neues Gaming-Headset am Start, das speziell auf den Esports zugeschnitten ist. Das schreit ja geradezu nach einem EarlyGame-Test. Wir haben uns das BlackShark einmal genauer angeschaut. Oder besser: angehört.

Gute Soundqualität kann im Esports über Sieg und Niederlage unterscheiden. Genau die will das neue Razer BlackShark V2 Gaming-Headset liefern. Nicht zuletzt dank THX Spatial Audio. Ob das BlackShark V2 ein echtes Hai-Light (verstehst du? Hai? Wegen Shark? Englisch… ach egal) ist, verrät unser Test.

Quick-Facts zum Razer BlackShark V2

  • Hersteller: Razer
  • Typ: Gaming-Headset
  • Preis: etwa 110 Euro
  • Bauform: Over-Ear
  • Gewicht: rund 262 Gramm
Razer blackshark v 2 headset
Razer bleibt mit dem BlackShark V2 seiner Design-Linie treu. (Quelle: Razer / Philipp Briel)

Razer BlackShark V2 Test: Überzeugender Tragekomfort

Auch beim BlackShark V2 setzt Razer auf den Memory-Schaumstoff, der mit seinem atmungsaktiven Gewebe für einen hohen Tragekomfort sorgen soll. Bereits das Vorgängermodell konnte in diesem Bereich punkten, die Neuaulage gefällt uns allerdings nochmals deutlich besser.

Das liegt aber auch am äußerst geringen Gewicht des Razer BlackShark V2. 262 Gramm für ein Gaming-Headset sind schon eine Hausnummer. Die gesammelte Konkurrenz wie beispielsweise das Logitech G Pro X (320 Gramm) oder das SteelSeries Arctis 7 (353 Gramm) wiegt deutlich mehr.

Auch nach langen Gaming-Sessions oder hitzigen Esports-Turnieren nimmt das Headset angenehm auf dem Kopf Platz. Zumal es dank kompakter Bauweise und beiliegender Transporttasche hervorragend für unterwegs geeignet ist – die nächste LAN kann also kommen. Naja… zumindest nach COVID-19.

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Dank leichter Bauweise und Memory-Schaumstoff überzeugt der Tragekomfort. (Quelle: Razer)

Stimmige Verarbeitung

Auch hinsichtlich der Verarbeitungsqualität leistet sich das BlackShark V2 keine nennenswerten Patzer. An der linken Seite befindet sich der abnehmbare Mikrofonarm mit einem Popschutz aus Schaumstoff. Wer will, kann das Headset also im Handumdrehen zu einem Kopfhörer umfunktionieren.

Besonders gut gefallen hat uns das Rad zur Justierung der Lautstärke, das in der Mitte leicht einrastet. Somit können wir selbst mitten in einer Runde Valorant den Sound erhöhen, ohne den Blick vom Monitor zu nehmen. Auf unnötigen Schnickschnack wie Beleuchtungsoptionen oder auffällige Elemente verzichtet das Headset konsequent und richtet sich klar an Profi-Spieler mit dem Blick für das Wesentliche.

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Das schlichte Design und die Verarbeitungsqualität des BlackShark V2 überzeugen. (Quelle: Philipp Briel)

Gute Soundqualität dank THX Spatial Audio

Angeschlossen wird das Razer BlackShark V2 entweder per 3,5-mm-Klinke oder via USB. Bei letzterem kommt die im Kabel integrierte USB-Soundkarte zum Einsatz – nur so kommst du in den Genuss des dank THX Spatial Audio verbesserten Klangbildes.

Wenn du das Headset per Klinke mit PS4, Xbox, Nintendo Switch oder Mobile-Geräten verbindest, musst du auf diesen Vorteil verzichten. Und genau dieser Klang ist es, der das BlackShark V2 so besonders machen.

In der Standard-Einstellung geht die Tonqualität des Headsets in Ordnung, vermag es allerdings nicht, Akzente zu setzen. Glücklicherweise kommt hier die Razer Synapse Software ins Spiel, mit der wir feinste Einstellungen vornehmen.

Hier wird nicht nur der THX Spatial-Sound erst aktiviert, zusätzlich stehen uns unterschiedlichste Equalizer-Optionen, Bass-Boost, Mikrofonverstärkung und andere Verbesserungen zur Wahl. Es lohnt sich, mit der Software herumzuspielen, denn damit kann das Klangbild des BlackShark V2 fast vollends überzeugen.

Erfreulicherweise gibt sich das Headset nicht ganz so Bass-lastig, wie man es von Razer in der Vergangenheit gewohnt war. Explosionen klingen zwar nicht ganz so wuchtig, die für den Esport entscheidenden Höhen und mittleren Tonfrequenzen lassen sich aber detaillierter wahrnehmen. Die Schritte der Gegner oder der Schaltpunkt unseres Formel-1-Rennwagens hören wir damit perfekt und dank 7.1 Surround Sound klappt die Ortung exzellent.

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In der Razer Synapse Software nehmen wir Feineinstellungen vor und verbessern den Klang. (Quelle: Razer)

Klare Kommunikation dank Kardioiden-Mikrofon

Fast genauso wichtig für den Esports ist allerdings eine klare Stimmwiedergabe des Mikrofons. Wenn wir die Anweisungen oder Positionen unserer Gegenspieler nicht klar übermitteln können, sind wir im Nachteil.

Glücklicherweise hat der Peripherie-Hersteller auch daran gedacht und spendiert dem Razer BlackShark V2 ein neu entwickeltes Kardioiden-Mikrofon mit der patentierten Razer HyperClear-Technologie.

Hinter dem klangvollen Namen verbirgt sich aber nicht bloß ein Marketing-Gag, sondern ein (für die Preisklasse) wirklich überzeugendes Mikrofon, das das gesamte Frequenzband von 100 Hz bis 10 kHz gelungen abbildet. Dennoch gefällt uns im direkten Vergleich (wie auch bei der allgemeinen Soundqualität) das Logitech G Pro X aus demselben Preissegment minimal besser.

Fazit zum Razer BlackShark V2 Headset

Volltreffer! Mit dem Razer BlackShark V2 liefert der Peripherie-Hersteller ein überzeugendes Gaming-Headset für den kompetitiven Gebrauch ab, das vor allem hinsichtlich des Tragekomforts vollends überzeugen kann.

Auch der THX Spatial Audio-Sound und die klare Stimmwiedergabe gehören zum Besten, was du im Preissegment unter 200 Euro bekommen kannst. Das Preis-Leistungsverhältnis des rund 110 Euro teuren Gaming-Headsets kann sich also mehr als sehen lassen. Gemeinsam mit dem Logitech G Pro X nimmt das Razer BlackShark V2 ganz oben auf dem Podium Platz. Für noch besseren Klang musst du deutlich tiefer in die Tasche greifen.

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