RIDE 4 Vorschau – Was kann die Motorrad-Simulation?

Ride 4 vorschau
RIDE 4 merzt die größten Kritikpunkte des Vorgängers aus. (Quelle: Milestone)

Die italienischen Rennspiel-Profis von Milestone haben sich mittlerweile voll und ganz den Motorrad-Simulationen verschrieben. Nach dem dreckigen Monster Energy Supercross und MotoGP 20 dreht sich in RIDE 4 ab Oktober wieder alles um Straßen-Bikes. Wir haben den neuesten Ableger angespielt und verraten dir in unserer RIDE 4 Vorschau unsere Eindrücke.

RIDE 4 Vorschau: Nachdem die Straßenbike-Reihe von Milestone im vergangenen Jahr pausierte, heulen die Motoren ab Oktober erneut auf, im kommenden Jahr dann sogar auf den Next-Gen-Konsolen PlayStation 5 und Xbox Series X. Hält der Aufwärtstrend mit RIDE 4 an?

Quick-Facts zu RIDE 4:

  • Entwickler: Milestone
  • Publisher: Milestone
  • Genre: Rennspiel
  • Release: 08.10.2020


RIDE 4 startet erneut durch

Wer Motorrad-Rennspiele mag, kommt am italienischen Entwicklerstudio Milestone nicht vorbei. MXGP, Supercross und MotoGP sind bereits seit Jahren fest in der Hand der Mailänder. 2015 startete die eigens entwickelte RIDE-Reihe, die adrenalingeladene Rennen mit Straßen-Bikes in den Fokus rückte.

Nach dem qualitativ überschaubaren Debüt konnten sich die Nachfolger kontinuierlich steigern. Anfang Oktober steht mit RIDE 4 der neueste Ableger in den Startlöchern, der im kommenden Jahr auch von der zusätzlichen Hardware-Power der Next-Gen-Konsolen PlayStation 5 und Xbox Series X profitieren soll.

Zum Current-Gen-Release haben wir mit der PC-Version von RIDE 4 einige Runden in den Asphalt gebrannt und verraten dir in unserer Vorschau, wie sich das neue Game spielt.

Ride 4 gameplay
Bessere Technik, mehr Abwechslung, mehr Umfang, generalüberholte KI. RIDE 4 gibt Vollgas. (Quelle: Milestone)

Let’s RIDE

Die gute Nachricht: RIDE 4 macht genau dort weiter, wo seine Vorgänger aufgehört haben. Wir dürfen uns also erneut auf realistische Motorrad-Rennen freuen. So realistisch, dass selbst Profis, die normalerweise mit vier Rädern unterwegs sind, sich erst einmal an das Fahrverhalten gewöhnen müssen.

Das gibt sich nämlich genauso authentisch, bietet mit optionalen Fahrhilfen und Setup-Einstellungen allerdings genügend Möglichkeiten, die Motorräder an die eigenen Vorlieben anzupassen. Alles so, wie es Fans der Reihe erwarten würden.

Auf der anderen Seite wurde allerdings einer der größten Kritikpunkte an Teil Drei verbessert. Namentlich die künstliche Intelligenz. RIDE 4 setzt, wie auch MotoGP 20, auf das A.N.N.A. genannte KI-System, das auf maschinellem Lernen beruht. Tatsächlich agiert die KI auch relativ klug und setzt uns gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden regelmäßig unter Druck.


Mehr Abwechslung in der Karriere

Die vielleicht spannendste Neuerung von RIDE 4 ist der generalüberholte Karrieremodus. 175 lizenzierte Motorräder sind schon eine Hausnummer, auch die Streckenauswahl mit knapp 30 Kursen kann sich sehen lassen.

Hinzu gesellen sich diesmal allerdings umfangreiche Möglichkeiten, Fahrer und Bike anzupassen. Vom Helm über die Handschuhe bis hin zum Anzug lässt sich jedes noch so kleine Detail individualisieren. Zudem können die Bikes in RIDE 4 mit Tuning-Upgrades ausgestattet und verbessert werden. Außerdem gibt es diesmal sogar Ausdauerrennen für die ganz hartgesottenen Rennspiel-Fans.

Tag- und Nachtwechsel, dynamisches Wetter und Boxenstopps natürlich inklusive. Also bietet RIDE 4 eigentlich alles, was das Rennspiel-Herz begehrt, oder? Tatsächlich war der Karrieremodus einer der größten Kritikpunkte an RIDE 3, weshalb die Überarbeitung bei Entwickler Milestone höchsten Stellenwert genoss. Vom Umfang und den Neuerungen konnten wir uns in der Preview-Fassung noch nicht überzeugen, auf dem Papier klingt es allerdings so, als böte Teil Vier mehr als genug Inhalt und Abwechslung.

Ride 4 bikes
Dank Laser- und 3D-Scanning sehen die Biker realistischer aus als je zuvor. (Quelle: Milestone)

Zumal sich auch aus technischer Sicht einiges getan hat. Dank 3D-und Laser-Scanning präsentiert sich die Motorrad-Sim endlich auf Augenhöhe mit den großen Namen im Sim-Racing-Genre. Die Motorrad-Modelle und Licht-, sowie Wettereffekte können sich schon jetzt mehr als sehen lassen. Crashs und Abflüge leiden allerdings noch immer unter teils seltsamen Animationen und Clippingfehlern.

Fazit zu RIDE 4

RIDE 4 erfindet das (Motor)Rad nicht neu, macht allerdings genau dort weiter, wo der gelungene Vorgänger aufgehört hat. Motorrad-Fans dürfen sich über ein rundum überzeugendes Rennspiel freuen, dass dank generalüberholter Technik, verbesserter KI und umfangreichem Karrieremodus wieder stundenlang ans Gamepad fesselt.

Das Game sieht hervorragend aus und spielt sich sehr gut, zumal sich der Umfang absolut sehen lassen kann. Motorrad-Rennspiele bleiben allerdings eine ganz besondere Nische und auch RIDE 4 gelingt es nicht, diese für Neueinsteiger ansprechend genug widerzuspiegeln.

Neue Fans dürfte Teil Vier also vermutlich nicht generieren. Wer auf Motorrad-Rennspiele steht, wird mit RIDE 4 allerdings seine wahre Freudehaben. Milestone liefert das aktuell bestmögliche Zweirad-Pendant zu Gran Turismo oder Project Cars 3 ab.

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