Sim-Racing Guide Teil 3: FAQ

Sim-Racing Guide Teil 3: FAQ - Wir klären eure wichtigsten Fragen
Wir klären eure wichtigsten Fragen zum Thema Sim-Racing. (Quelle: Logitech / EarlyGame)

What is Sim-Racing? Baby don’t hurt me… Moment, der Text ging anders. Für den dritten Teil unseres Sim-Racing Guides klären wir deine wichtigsten Fragen zum virtuellen Motorsport.

In Zeiten der COVID-19-Pandemie boomt der virtuelle Motorsport, genannt Sim-Racing, wie kaum eine andere Esports-Disziplin. Wir haben in unserem ersten Guide bereits die Basics geklärt und dir im zweiten Teil die besten Lenkräder vorgestellt – im Sim-Racing-Guide Teil 3 dreht sich alles um deine Fragen.


1. Wie hat das mit dem Sim-Racing überhaupt angefangen?

Die Geschichte des Sim-Racing ist fast so alt, wie das Genre der Rennspiele selbst. Einen konkreten Anfang gibt es nicht, allerdings duellierten sich bereits im 1982 veröffentlichten Arcade-Automaten Pole Position Spieler auf der ganzen Welt.

Kein Wunder, was könnte kompetitiver sein als Autorennen? Immerhin zieht die Formel-1-Weltmeisterschaft seit 1950 Rennsport-Fans in ihren Bann.

Spätestens mit dem Release des Rennspiel-Klassikers Indianapolis 500: The Simulation im Jahr 1989 sollte der Höhenflug des Sim-Racing beginnen. Im Vergleich zu den meisten anderen Racern seiner Zeit setzte der Titel auf realistische Physik und Telemetrie der Boliden – naja, sofern man damals von Realismus sprechen konnte.

Mit dem Release des ersten Gran Turismo (hierzulande im Jahr 1998) feierte das Genre der Rennsimulationen endlich auch auf Heimkonsolen ihr Debüt, blieben echte Sims zuvor lediglich PC-Besitzern vorbehalten.

2. Was sind die wichtigsten modernen Sim-Racing-Spiele?

Der LoL-Esport spielt? League of Legends. FIFA-Pros zocken? FIFA 20 oder in Kürze FIFA 21. In der Call of Duty League wird was gespielt? Ganz genau. Sim-Racing lässt sich allerdings nicht auf ein einzelnes Spiel reduzieren, sondern beherbergt viele Titel, die sich mitunter spielerisch stark voneinander unterscheiden.

Zu den wichtigsten aktuellen Sim-Racing-Titeln zählen beispielsweise Assetto Corsa, das sich auch nach über sechs Jahren noch an der Spitze halten kann. Darüber hinaus können auch Titel wie iRacing, rFactor 2 oder Project Cars 3 hochdotierte Turniere vorweisen. Ganz zu schweigen von der F1 Esports Series, die in diesem Jahr satte $750.000 im Preispool bereithält.

Assetto Corsa ist auch heute noch eines der wichtigsten Sim-Racing-Spiele
Assetto Corsa ist eines der Schwergewichte im Sim-Racing-Genre. (Quelle: Kunos Simulazioni)

3. Dreht sich im Sim-Racing alles um Rundkursrennen?

Sim-Racing ist ähnlich facettenreich wie der reale Motorsport. Die wichtigsten Events finden auf Rundkursen statt. Mal in kurzen Sprint-Rennen, mal in Ausdauerrennen und teilweise sogar über 24 Stunden, wie in der Le Mans Esports Series.

Doch Sim-Racing hat noch viel mehr zu bieten. Gefahren wird sogar Offroad in Rally- und Rallycross-Events der DIRT Rally 2.0 World Series oder in der virtuellen Rally-Weltmeisterschaft der WRC Esports Series. Motorrad-Fans kämpfen in der virtuellen MotoGP um den Sieg und sogar Arcade-Rennspiele wie Mario Kart beheimaten immer wieder spannende Esports-Events. Damit kann man zwar selten reich werden, Spaß auf der Strecke gibt’s aber allemal.


4. Sind die Fahrer Esportler oder Profi-Rennfahrer?

Diese Frage ist schwer zu beantworten, denn Sim-Racing-Titel sind mittlerweile so realistisch, dass die Grenzen verschwimmen. Echte Formel-1-Fahrer wie Charles Leclerc oder George Russel geben auch in der Rennsimulation F1 2020 eine gute Figur ab.

Doch umgekehrt funktioniert es genauso: Der britische Sim-Racing-Profi James "Jaaames" Baldwin gewann die zweite Staffel der Casting-Show “Worlds Fastest Gamer“ und sicherte sich damit ein Cockpit im echten Rennwagen. Virtuell startet er für das Top-Team Veloce Esports und für die Esports-Abteilung McLaren Shadow. In der Realität ist er aber mindestens genauso schnell und gewann zuletzt sogar Rennen für das Rocket Motorsport-Team in der GT World Challenge Europe.


Sim-Racing-Fahrer sind also vor allem Esportler, genau wie ihre Kollegen in FIFA und Co. Mit einem riesigen Unterschied: Die Anforderungen gleichen denen des echten Sports. Sim-Racing ist anstrengend! Verdammt anstrengend sogar, da moderne Lenkräder den Widerstand und die Bodenunebenheiten der Strecke realistisch widerspiegeln.

EarlyGame Funfact: Unsere Smartwatch erkennt beim Spielen intensiver Sim-Racing-Games ein Workout – das haben wir bei FIFA oder Call of Duty noch nicht geschafft.


5. Wie realistisch ist Sim-Racing heute?

Die Frage dürfte eigentlich bereits geklärt sein. Die Kurzfassung: Extrem realistisch. Die Rennstrecken moderner Simulationen gleichen den echten Kursen mittlerweile wie ein Ei dem anderen. Auch die Anforderungen an die Fahrer sind vergleichbar (wenngleich die G-Kräfte in Kurven auf echte Rennfahrer natürlich weitaus stärker einwirken). Zudem wollen dieselben Faktoren beachtet werden, wie im Motorsport.

Fahrzeug-Setup, Reifenverschleiß, Benzinverbrauch und vieles mehr sind ausschlaggebend, um im Rennen erfolgreich zu sein. Schaltet man die optionalen Fahrhilfen ab, die die meisten Titel Neueinsteigern an die Hand geben, kommt das Fahrgefühl dem echter Rennwagen unglaublich nahe.

Hier sind zwei Vergleichsvideos, die zeigen, wie nahe Sim-Racing mittlerweile dem echten Motorsport kommt.



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