Review: EA UFC 4 – wie gut ist das EA Spiel?

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Anthony Joshua ist spielbar in UFC 4. (Quelle: EA)

Über sechs Jahre hat EA nun schon an der UFC Reihe gearbeitet – und jetzt haben wir mit UFC 4 den neuesten Ableger. Was kann das Spiel? Wir haben uns im Octagon geprügelt und dabei alles auf Herz und Nieren geschlagen und getestet. UFC Style, halt.

Das Beste zuerst: UFC 4 macht einige der sehr, sehr, SEHR komplexen In-Game-Mechaniken leichter. Danke, EA. Danke. Tatsächlich macht es das Spiel sehr viel einsteigerfreundlicher – was aber in keinster Weise der Tiefe der Fight Mechanics schadet. Sowieso: Insgesamt machen Änderungen wie eine neues Grapple System, besserer Karriere Modus und ein besseres Tutorial auch ein besseres Spiel aus. Nicht perfekt, aber… naja, zum Fazit kommen wir am Ende. MMA Fans können sich aber schon mal freuen.

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Eine der neuen Stages ins UFC 4. (Quelle: EA)

Im Vergleich zu UFC 3 ist der größte Unterschied ganz klar das Clinch Game. Früher hat sich das im Prinzip einfach so angefühlt wie Bodenkampf auf zwei Beinen – aber jetzt ist es sein eigenes Ding. We like! Um einen Clinch zu breaken, muss man sich nicht mehr durch eine festgelegte Anzahl an Animationen kämpfen, sondern man bewegt sich lediglich vom Gegner weg. Klingt vielleicht zu simpel, ist aber im Octagon sehr viel intuitiver. Space Management ist jetzt wichtiger als Finger-Fertigkeit: Man darf sich nicht gegen den Zaun drängen lassen, sonst wird es im Clinch schnell auch sehr gefährlich.

Bei Submissions hat sich auch sehr viel geändert. Das Mini-Game-System bleibt, aber es gibt nun zwei davon: Ein Mini Game für Chokes und ein Mini Game für Submissions die an die Gelenke gehen – Knie, Knöchel & Arm. Letztendlich sind die Mini Games ein kleines Duell: wer zuerst das "submit-meter" bzw. das "escape-meter" füllt.

Zugegeben, wir hatten bisher wenig Zeit vom neuen System genervt zu sein, aber bis jetzt nervt es nicht so wie das alte und wir sind guter Dinge.

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Auch grafisch macht UFC 4 eine gute Figur. (Quelle: EA)

Für alle, für die das ganze "Full Guard"-, "Half Guard"- und "X Guard’"-Gerede verwirrend wird: We have good news. EA hat ein neues Grapple Assist System integriert, so muss man nun nicht mehr kompliziert wissen, in was für eine Guard Position man will, nein: Wer aufstehen will, kann mit Grapple Assist einfach auf dem rechten Stick immer wieder nach oben drücken, bis er aufsteht. Wer ein bisschen Ground & Pound will, der drückt so lange nach rechts, bis er da ist, wo er sein will und wer eine seine Submission will: Links auf dem rechten Stick drücken, bitte.

Klar, mit dem Assist System kann man nicht so gezielt und genau im Ground-Game arbeiten wie wenn man alles manuell macht, aber für Einsteiger ist es besser als jedes Mal Panikattacken zu bekommen, wenn der Gegner einen auf den Boden bringt.

CAREER MODE

Career Mode ist letztendlich eine Super-Einführung in das Spiel, die dazu noch Spaß macht: Man kämpft sich durch Amateur Kämpfe bis hin zur UFC. Dabei ist der Prozess immer derselbe: Man bekommt 100 wöchentliche Punkte, die man dort investiert, wo man will. Eine große Änderung ist allerdings das Fighter Evolution System – Moves können verbessert werden, indem man sie in Sparring Sessions und echten Kämpfen landet. Ein paar Gamer kennen das vielleicht aus RPG’s: Je öfter man einen Move benutzt, umso stärker wird er. Das Tolle daran: Dein Kämpfer spiegelt wirklich deinen persönlichen Kampfstil wider. Wenn ein Move sich auflevelt, kriegt man Evolutions-Punkte, die man wiederum in anderer Stats investieren kann, um den Kämpfer abzurunden.

Es gibt im Career Mode mehrere Stellen, an denen man als Spieler Entscheidungen treffen kann, aber leider fühlen sich diese nicht wirklich bedeutend an. EA macht hier denselben Fehler wie viele Sportspiele und setzt den Fokus auf Fake Social Media Interaktion – man antwortet auf Posts. Das hat noch nie in irgend einem anderen Sportspiel Spaß gemacht und macht auch in UFC 4 keinen Spaß. Schade!

Trotzdem machen Kämpfe und Sparring-Sessions Laune und, anders als in UFC 3, kann man nun von Anfang an einen Schwierigkeitsgrad einstellen, der auch konsistent bleibt: Titelkämpfe sind nicht plötzlich so schwer wie der letzte Boss Kampf in Dark Souls oder der Arcade Endboss in Street Fighter. Wer ganz kleinlich ist, der kann sogar nach jedem Kampf entscheiden, ob er nochmal kämpfen will oder die Niederlage akzeptiert.

FAZIT

Insgesamt macht UFC 4 sehr viel Spaß. Es baut auf dem soliden System auf, das UFC 3 etabliert hatte und ändert hier und da etwas an den richtigen Stellen. Der Karriere Modus macht Spaß, Striking fühlt sich gut an und das Ground Game ist nun auch für Anfänger zugänglich. Online gibt es keine Ultimate Team mehr, was wir sehr, sehr gut finden. Sympathie Punkte, EA! Ansonsten bleibt beim Online Modus abzuwarten wie das Spiel auf lange Sicht performed – bisher hatten wir aber keine Probleme und auch der neue Blitz Mode – mit Kampfregeln, die sich immer ändern – hat uns online GG schreien lassen. Mal gehen Runde nur eine Minute, mal ist es ein Best-of-Three Knockout System. Es bleibt immer spannend.

We like UFC 4 und empfehlen es an alle MMA Fans, Fighting Game Fans und Sportspiel Fans. Viel falsch macht man hier nicht.

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