Watch Dogs Legion Review: Keine Angst vor dem Permadeath

Watch Dogs
Watch Dogs Legion fühlt sich wie ein gelungener Neuanfang an. (Quelle: Ubisoft)

Watch Dogs Legion! London! Hacker! Permadeath! Yes, yes, yes! Sind wir zu hyped? Wird dadurch das finale Urteil dieser Review vorweggenommen? Egal. Wir hatten mega Spaß mit Legion und wollen unseren Hype mit euch teilen. Let’s go:

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Nicht, dass Watch Dogs 1 und 2 schlecht waren, aber Watch Dogs '3' führt die Serie in eine ganz andere Richtung. Fast wie eine Art Neuanfang – wohl auch der Grund dafür, dass das Spiel mit 'Legion' und nicht mit einer '3' betitelt ist. Ubisofts neuester Ableger der Open-World-Serie hebt sich diesmal wirklich von GTA ab – der Vergleich, der Watch Dogs für immer folgen wird. Wie erreicht das neueste Hacker Sandbox Game das? Nun... lasst uns das mal analysieren:

Oh du schöner Permadeath

Watch Dogs Legion kommt ganz ohne eine traditionelle Hauptfigur, die du von Mission zu Mission kontrollierst. Diesmal kontrollierst du die komplette Hackergruppe DedSec. Dabei wird es interessant: Du kannst jeden NPC im Spiel in deine Hackergruppe rekrutieren. Jeden. Jeder NPC, den du siehst, ist zu haben. Du sprichst einfach mit ihnen, erledigst eine Aufgabe für sie (verprügelst Gangster, hackst ein paar Schulden weg) und schon hast du die Kontrolle über sie. Das ist super, super cool, da es das Gameplay frisch und abwechslungsreich hält. Es verleiht dem Spiel auch den gewissen ‘gotta catch em all’ Flair: NPCs – oder besser gesagt: mögliche spielbare Charaktere – fallen in verschiedene Kategorien dessen, was sie zu bieten haben: Sie haben unterschiedliche Waffen und Fähigkeiten, was zu unterschiedlichen Spielstilen führt. Du kannst den Polizisten rekrutieren, um die Polizeistation zu infiltrieren, mit dem Militär Rekrut alles wegballern oder mit dem Drone Operator eine Mission erledigen, ohne physisch anwesend zu sein. Das ist völlig neu in der Watch Dogs Serie und daher kommt natürlich auch das 'Legion' im Namen. Es unterscheidet dieses Watch Dogs klar von den Vorgängern. Diesmal gibt es auch kein stadtweites Hacking – der Fokus liegt auf den zahlreichen Charakteren, die du steuern kannst, und den vielfältigen Spieloptionen, die damit geboten werden.

Legion
Ja, man kann sogar die Hacker Oma spielen. (Quelle: Ubisoft)

Was dieses Gameplay Element endgültig einzigartig macht, ist die Permadeath-Option. Da du diesmal nicht an einen Charakter gebunden bist und immer viele spielbare Charaktere zur Verfügung hast, eignet sich Permadeath gut für das Spiel: Die Geschichte ist an die Hackergruppe DedSec gebunden, nicht an einen Hauptcharakter, den du steuerst. Es ist ein bisschen so, als würden Pokémon nach einer Niederlage im Kampf für immer tot sein… dann noch vorstellen, dass es eine endlose Anzahl an Pokémon gibt und man kann sich ein Bild machen, wie das in Legion abläuft.

Permadeath ist nicht standardmäßig aktiviert, aber wir raten, das Spiel auf diese Weise zu spielen. Permadeath ist die beste Art, Watch Dogs Legion zu spielen. Das Spiel ist damit nicht unbedingt schwieriger, aber die Intensität, möglicherweise einen Charakter, den man mag, dauerhaft zu verlieren, unterscheidet das Spielerlebnis wirklich von den meisten anderen Sandbox Games. Außerdem verleiht es jeder Handlung und der Story mehr emotionales Gewicht und Bedeutung.

London, Hacker und die böse Regierung!


Watch Dogs Legion spielt in London und ist wunderschön: Sehenswürdigkeiten sind erkennbar, Akzente bringen Authentizität und schwarze Taxis und viel Regen runden das Bild ab. London ist auch die perfekte Stadt für den Schauplatz von Technologie-Faschismus vs. Freiheit – das Theme worum es in Watch Dogs Legion geht. Jeder hat diese Geschichte schon in dem einen oder anderen Medium erlebt: Technologie und die Regierung bedrohen unsere freie Lebensweise, unsere Privatsphäre usw. Daher beschließt die coole, rebellische Hackergruppe, etwas dagegen zu unternehmen du unternimmst etwas dagegen. Abgesehen von der Tatsache, dass du jeden NPC, den du siehst, überfahren und töten kannst, und der Tatsache, dass du während des Spiels Hunderte von Menschen ermordest, spielst du die Guten (das ist extra strange, denn es sind dieselben NPCs, die du rekrutieren und steuern kannst). Die Hacker Co-Protagonisten um dich herum – die, die keine rekrutierten NPCs sind – fallen in die typischen Hacker-Gruppen-Stereotypen und sind ziemlich lame. Dennoch tragen sie zur Geschichte bei und es ist eine Story, die man bis zum Ende durchziehen will. Aber bitte in Sachen Story kein Red Dead Redemption oder The Last of Us erwarten. Der Spaß in Watch Dogs Legion kommt aus der wunderschön realisierten Londoner Sandbox, die man mit einer unbegrenzten Anzahl von Augen erleben kann.

Watch Dogs Legion Review: Unser Urteil

Mit Watch Dogs Legion beschreitet die Watch Dogs-Serie endlich ihren eigenen Weg. Ja, das Hacker-Theme hat die Spiele schon immer ausgezeichnet, aber die Tatsache, dass man jetzt einen unbegrenzten Pool an spielbaren Charakteren hat, ist etwas, das für die Serie und ihre Themes absolut passt. Das ist eine Richtung, in die wir die Serie gerne weiter entwickelt sehen wollen. Aktuell ist das mit den vielen spielbaren Charakteren noch ‘nur’ eine spannende Neuerung. Nicht falsch verstehen: Diese Neuheit wird in den 40 Stunden Spielzeit nicht alt. Kombiniert mit einer sehr soliden Story, Gameplay das sich gut anfühlt, und einem wunderschön umgesetzten London, ist das ein Spiel, das du bis zum Ende zocken willst. Allerdings gibt es hier noch Potenzial für mehr. Fazit ist, dass Watch Dogs Legion ein gutes Spiel und das Beste in der Serie ist. Wenn die hier vorgestellten Gameplay-Elemente jedoch vollständig umgesetzt und optimiert werden, dann könnten wir mit dem nächsten Watch Dogs von einem Meisterwerk reden. Gute Arbeit, Ubisoft. Weiter so, bitte.

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