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15 Filme, die Du lieben wirst, wenn Dir "Obsession" gefallen hat

1-15

Ignacio Weil Ignacio Weil
Entertainment - Juni 26th 2026, 10:00 MESZ
Vertigo 1958

1. Vertigo – Aus dem Reich der Toten (1958)

In Vertigo – Aus dem Reich der Toten verliebt sich James Stewarts Figur Scottie nicht einfach in eine Frau – er beginnt vielmehr, einen anderen Menschen wie ein Restaurierungsprojekt zu behandeln, das nach seinen Vorstellungen umgestaltet werden soll. Schritt für Schritt versucht er, aus einer realen Person das Idealbild zu formen, das er in seinem Kopf geschaffen hat. Alfred Hitchcock hüllt diese Obsession in traumhafte Farben, den geheimnisvollen Nebel San Franciscos und die schwelgerische Musik von Bernard Herrmann. Gerade diese betörende Ästhetik macht den Film bis heute so faszinierend und zugleich so verstörend. Die Inszenierung verführt das Publikum dazu, sich von der Romantik und Schönheit der Bilder mitreißen zu lassen, während sich darunter etwas zutiefst Unheimliches entfaltet. Die Liebesgeschichte wirkt zunächst überwältigend und geradezu märchenhaft. Doch je genauer man hinsieht, desto deutlicher wird, dass diese Fantasie nur funktionieren kann, wenn die Frau als eigenständige Person verschwindet und durch eine Projektion männlicher Wünsche ersetzt wird. Scottie liebt letztlich weniger den Menschen vor sich als die Vorstellung, die er von ihm erschaffen hat. Genau diese Spannung zwischen romantischer Sehnsucht und besitzergreifender Kontrolle macht Vertigo zu einem der faszinierendsten und zugleich beunruhigendsten Filme der Kinogeschichte. Hinter seiner Schönheit verbirgt sich eine Geschichte darüber, wie Liebe in Obsession umschlagen kann – und welchen Preis andere dafür zahlen müssen. | © Paramount Pictures

Obsession 1976

2. Schwarzer Engel (1976)

Brian De Palmas Schwarzer Engel (eng. Original: Obsession) verdient seinen Platz auf dieser Liste aus weit überzeugenderen Gründen als nur wegen des identischen Titels. Cliff Robertson verkörpert einen Mann, dessen Trauer über den Verlust seiner Frau über die Jahre nicht verarbeitet wurde, sondern sich zu einer romantischen Wahnvorstellung entwickelt hat. Als er einer jungen Frau begegnet, die seiner verstorbenen Ehefrau auf verblüffende Weise ähnelt, beginnt die Grenze zwischen Erinnerung, Sehnsucht und Realität zunehmend zu verschwimmen. Während Curry Barkers Obsession Verlangen in einen albtraumhaften Mix aus Übernatürlichem und Fragen nach Zustimmung und Kontrolle verwandelt, schlägt De Palma einen anderen Weg ein. Sein Film ist ein düsteres, gotisches Melodram, durchzogen von Schuldgefühlen, Verlust und der gefährlichen Versuchung, die Vergangenheit wiederherstellen zu wollen. Im Zentrum steht die Fantasie einer zweiten Chance – allerdings nicht mit der Person, die verloren wurde, sondern mit jemandem, der lediglich deren Spiegelbild zu sein scheint. Gerade darin liegt die Tragik des Films: Die Sehnsucht nach dem Vergangenen wird so stark, dass sie den Blick auf die Realität verzerrt und andere Menschen zu Projektionsflächen für unerfüllte Wünsche macht. De Palma inszeniert diese Geschichte mit opulenter Bildsprache und einer emotional aufgeladenen Atmosphäre, die zugleich romantisch und unheimlich wirkt. Das Ergebnis ist ein Film, der weniger von Liebe als von Besessenheit erzählt – von dem gefährlichen Wunsch, die Vergangenheit zurückzuholen, selbst wenn dies bedeutet, die Gegenwart und die Menschen darin nicht mehr als eigenständige Individuen wahrzunehmen. | © Columbia Pictures

Audition

3. Audition (1999)

Takashi Miikes Audition beginnt mit einer Prämisse, die bereits für sich genommen unangenehm genug ist, dass der Film anfangs kaum lauter werden muss: Ein Witwer organisiert ein fingiertes Casting, um auf diese Weise eine neue Partnerin zu finden. Schon dieser Ausgangspunkt offenbart ein fragwürdiges Machtgefälle und einen Blick auf Beziehungen, der Menschen zu Objekten der Auswahl macht. Doch als Asami die Bühne betritt, verändert sich die Atmosphäre schlagartig. Was zunächst wie ein melancholisches Drama oder eine ungewöhnliche Romanze wirkt, beginnt sich langsam in etwas deutlich Dunkleres zu verwandeln. Die Fantasie des Protagonisten – und mit ihr eine bestimmte männliche Vorstellung von Kontrolle, Idealität und Verfügbarkeit – gerät zunehmend außer Kontrolle und richtet sich schließlich gegen ihn selbst. Gerade die Geduld des Films macht seine Wirkung aus. Miike setzt nicht auf schnelle Schocks, sondern auf eine sorgfältig aufgebaute Spannung, die sich schleichend unter die Haut arbeitet. Die Inszenierung bleibt lange elegant und zurückhaltend, bevor sie ihre grausameren Seiten offenbart. Dadurch entsteht ein Gefühl der Unsicherheit, das weit über den eigentlichen Horror hinausgeht. | © Omega Project

Cropped possession 1981

4. Possession (1981)

In Possession erlebt niemand eine normale Trennung – und ehrlich gesagt sollten gewöhnliche Trennungen diesem Film dankbar sein, weil sie im Vergleich dazu geradezu harmlos wirken. Regisseur Andrzej Żuławski wirft Eifersucht, den Zerfall einer Ehe, politische Ängste und Body Horror in eine einzige, emotional explodierende Geschichte und lässt das Chaos anschließend ungehindert eskalieren. Im Zentrum stehen Isabelle Adjani und Sam Neill, die sich mit einer Intensität durch die Trümmer ihrer Beziehung kämpfen, die weit über das hinausgeht, was man normalerweise in einem Beziehungsdrama zu sehen bekommt. Ihre Figuren scheinen nicht nur miteinander, sondern auch mit sich selbst und der Realität um sie herum im Krieg zu stehen. Der Film verwandelt den Zusammenbruch einer Ehe in einen albtraumhaften Strudel aus emotionalem und körperlichem Horror. Persönliche Konflikte, unterdrückte Ängste und gesellschaftliche Spannungen vermischen sich zu etwas, das gleichzeitig zutiefst intim und vollkommen surreal wirkt. Żuławski inszeniert all dies mit einer fiebrigen, beinahe hysterischen Energie, die den Zuschauer kaum zur Ruhe kommen lässt. Liebe erscheint hier nicht als etwas, das bewahrt oder beschützt werden muss. Stattdessen wirkt sie wie ein Parasit, der sich in den Menschen festsetzt, sie verändert und schließlich zerstört – und dabei stets genau im schlimmstmöglichen Moment auftaucht. Die Gefühle der Figuren werden zu einer eigenständigen Kraft, die sich jeder Kontrolle entzieht und zunehmend monströse Formen annimmt. Gerade diese kompromisslose Verbindung aus Beziehungsdrama, psychologischem Horror und surrealem Wahnsinn macht Possession zu einem einzigartigen Film. Er erzählt nicht von Liebe als Erlösung, sondern von Liebe als Obsession, Abhängigkeit und zerstörerischer Macht – und tut dies auf eine Weise, die noch lange nach dem Abspann nachwirkt. | © Gaumont

The Skin I Live In 2011

5. Die Haut, in der ich wohne (2011)

Pedro Almodóvars Die Haut, in der ich wohne beginnt mit einer beinahe makellosen Eleganz und entwickelt sich nach und nach zu etwas, das eher einem Albtraum in Designerkleidung gleicht. Hinter der stilvollen Oberfläche aus luxuriösen Räumen, kontrollierter Ästhetik und präziser Inszenierung verbirgt sich eine Geschichte von verstörender Dunkelheit. Antonio Banderas verkörpert einen brillanten Chirurgen, dessen Trauer, Rachedurst und krankhaftes Bedürfnis nach Kontrolle zu einer einzigen erschreckenden Obsession verschmolzen sind. Seine Figur glaubt, durch Wissenschaft und chirurgisches Können die Realität nach den eigenen Vorstellungen formen zu können – und überschreitet dabei jede moralische Grenze. Der Film greift die Idee auf, einen anderen Menschen nach dem eigenen Wunschbild zu verändern, und treibt sie weit über romantische Projektionen oder obsessive Liebe hinaus. Was in anderen Filmen als emotionale Kontrolle oder psychologische Manipulation erscheint, wird hier zu einem buchstäblichen Eingriff in die Identität eines Menschen. Almodóvar verbindet dabei psychologischen Horror mit melodramatischen Elementen und erschafft eine Geschichte, die ebenso faszinierend wie verstörend ist. Die zentrale Frage lautet nicht nur, wer wir sind, sondern auch, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn jemand anderes versucht, ihn vollständig neu zu erschaffen. Gerade diese Radikalität macht Die Haut, in der ich wohne so beunruhigend. Der Film handelt nicht einfach von Liebe, Besessenheit oder Vergeltung, sondern von dem extremen Wunsch, einen anderen Menschen zu besitzen und zu kontrollieren – bis hin zur Auslöschung seiner ursprünglichen Identität. Hinter seiner makellosen Fassade verbirgt sich somit eine der düstersten und verstörendsten Auseinandersetzungen mit Macht, Körper und Selbstbestimmung im modernen Kino. | © El Deseo

Ruby Sparks 2012 1

6. Ruby Sparks - Meine fabelhafte Freundin (2012)

Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin wirkt zunächst wie eine charmante Indie-Romanze, bis Calvin erkennt, dass sich seine Traumfrau wie die zweite Fassung eines Manuskripts bearbeiten lässt. Paul Danos Schriftsteller mit Schreibblockade jagt keiner Fantasie hinterher – er erschafft sie selbst. Als Ruby plötzlich real wird, zeigt der Film, wie hässlich Kontrolle werden kann, wenn sie sich hinter Sensibilität und guten Absichten verbirgt. Der klügste Kunstgriff des Films besteht darin, seine liebenswerte Prämisse langsam ins Unbehagliche kippen zu lassen, ohne ihren Charme vollständig zu verlieren. | © Fox Searchlight Pictures

Cropped phantom thread 2017

7. Der seidene Faden (2017)

Der seidene Faden ist zu poliert, um laut zu werden, weshalb sein romantischer Machtkampf mit einem angenehm scharfen Stich trifft. Daniel Day-Lewis’ Reynolds Woodcock will Liebe so arrangiert haben, dass sie sich seinen Routinen, seiner Arbeit und seinen Frühstücksvorlieben unterordnet – denn offenbar braucht auch Genialität sehr spezifische Pilze. Vicky Krieps’ Alma widersetzt sich nicht einfach der Formung durch ihn; sie findet ihren eigenen, ebenso verstörenden Weg, ihn im Gegenzug zu formen. | © Focus Features

The Collector 1965

8. Der Fänger (1965)

Der Fänger von William Wyler ist deshalb so beklemmend, weil Freddie tatsächlich glaubt, sein Gefängnis enthalte eine Art Werbungsphase. Terence Stamp spielt ihn mit einer leisen, selbstverständlichen Anspruchshaltung, als wäre Bewunderung bereits eine Form von Intimität, während Samantha Eggars Miranda in seiner verzerrten Vorstellung von Romantik gefangen wird. Es ist zwar ein Entführungsfilm, doch der eigentliche Horror liegt in seiner Überzeugung, dass aus Gefangenschaft irgendwann Zuneigung werden könnte. | © Columbia Pictures

Cropped fatal attraction 1987

9. Eine verhängnisvolle Affäre (1987)

Eine verhängnisvolle Affäre wurde zu einem popkulturellen Warnsignal für Untreue, doch seine eigentliche Wucht entsteht daraus, dass sich Verlangen nicht einfach in die Schublade „Fehlentscheidung“ verbannen lässt. Glenn Close spielt Alex Forrest als eine Figur aus Intelligenz, Einsamkeit, Wut und präzise kontrollierter Theatralik, während Michael Douglas’ Dan zunehmend lernt, dass Konsequenzen einen festen Rücksendeweg haben. Der Film ist direkt, glänzend inszeniert und bis heute kompromisslos wirkungsvoll. | © Paramount Pictures

Single White Female 1992

10. Weiblich, ledig, jung, sucht ... (1992)

Weiblich, ledig, jung, sucht ... beginnt mit einer harmlosen Anzeige für eine Mitbewohnerin und endet bei einem Haarschnitt, der sich wie eine Bedrohung anfühlt. Bridget Fondas Allie sucht nach einer Trennung nach Stabilität; Jennifer Jason Leighs Hedy hingegen will ein Leben, in das sie sich Stück für Stück hineinversetzen kann. Der Film versteht, dass Nachahmung nicht immer eine Form von Anerkennung ist – manchmal ist sie die Vorstufe zur Auslöschung der eigenen Identität. | © Columbia Pictures

He Loves Me He Loves Me Not 2002

11. Wahnsinnig verliebt (2002)

Audrey Tautous Präsenz verschafft Wahnsinnig verliebt einen gefährlichen Vorteil, weil der Film genau weiß, wie viel Süße sich offen zeigen kann, ohne verdächtig zu wirken. Was zunächst wie eine verletzte Liebesgeschichte erscheint, ordnet sich nach und nach zu etwas deutlich Beunruhigenderem um, in dem Wahnvorstellungen die Realität wie ein eifersüchtiger Drehbuchautor neu schneiden. Seine Klugheit liegt darin, Besessenheit zunächst aufrichtig wirken zu lassen, bevor der Film die Mechanik dahinter sichtbar macht. | © UGC Images

May 2002

12. May – Die Schneiderin des Todes (2002)

May – Die Schneiderin des Todes zeigt, was passiert, wenn Einsamkeit nicht mehr höflich fragt, sondern beginnt, Baupläne zu entwerfen. Angela Bettis verleiht der Titelfigur eine fragile, zugleich seltsame und beunruhigende Menschlichkeit, sodass selbst die groteskesten Entwicklungen aus einem nachvollziehbaren Hunger nach Verbindung entstehen. Lucky McKee hält den Ton bewusst eigenartig, ohne die darunterliegende Traurigkeit zu glätten, und verwandelt den Traum vom perfekten Gegenüber in eine sorgfältig gebaute kleine Katastrophe. | © Lions Gate Films

Rebecca 1940

13. Rebecca (1940)

Rebecca zeigt die grausamste Präsenz, ohne dass sie sich überhaupt zeigen muss, denn die erste Mrs. de Winter hat bereits das Anwesen, die Ehe und die Vorstellung aller Beteiligten vollständig vereinnahmt. Joan Fontaines namenlose Protagonistin konkurriert nicht nur mit einer toten Frau; sie kämpft gegen eine Marke, eine Legende, eine ganze ästhetische Ordnung des Hauses. Alfred Hitchcock verwandelt romantische Unsicherheit in eine Geistergeschichte, in der die Erinnerung besser ausgeleuchtet ist als die Lebenden. | © United Artists

Laura 1944

14. Laura (1944)

Laura beginnt als Mordermittlung und gesteht dann leise ein, dass der Ermittler emotional gesehen der seltsamste Verdächtige im Raum sein könnte. Dana Andrews’ McPherson studiert ein Porträt, befragt die Männer, die Laura verehrten, und verliebt sich dabei langsam in eine Frau, die er sich größtenteils aus Fragmenten zusammensetzt. Otto Preminger lässt Besessenheit hier zivilisiert wirken, was sie auf eine seltsame Weise noch perverser erscheinen lässt. | © 20th Century Fox

Cropped perfect blue

15. Perfect Blue (1997)

Satoshi Kons Perfect Blue behandelt Ruhm wie ein Spiegellabyrinth, in dem jede Reflexion ein Stück von Mima für sich beanspruchen will. Die Obsession ist nicht rein romantisch, doch die Gewalt der Projektion ist unübersehbar: Fans, Manager, Bildschirme und Fantasieversionen des eigenen Ichs konkurrieren darum, festzulegen, wer sie sein darf. Der Film bleibt eines der schärfsten Werke darüber, wie Identität im öffentlichen Raum entwendet werden kann. | © Madhouse

1-15

Obsession behandelt Verlangen nicht wie ein romantisches Geständnis bei Kerzenschein, sondern wie eine Falle, die sich immer weiter zusammenzieht. Die Serie verbindet romantische Besessenheit, Kontrolle, Fantasie und psychologischen Horror zu einer Geschichte, in der Liebe zunehmend ihre idealisierte Gestalt verliert und stattdessen etwas Bedrohliches und Zerstörerisches wird. Mit dieser Mischung steht Obsession in einer langen Tradition von Filmen und Serien, die Beziehungen nicht als Quelle von Erlösung, sondern als Ausgangspunkt für Manipulation, Abhängigkeit und Selbstverlust betrachten. Was als Leidenschaft beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu etwas Dunklerem, bei dem die Grenzen zwischen Liebe, Besitzanspruch und Obsession verschwimmen. Von Vertigo bis hin zu modernen Geschichten über Identität, Kontrolle und Menschen, die versuchen, das Objekt ihrer Begierde nach ihren eigenen Vorstellungen zu formen, ziehen sich ähnliche Motive durch das Genre. Diese Werke beschäftigen sich weniger mit romantischer Erfüllung als mit dem gefährlichen Wunsch, einen anderen Menschen zu besitzen, zu verändern oder vollständig zu verstehen. Die folgenden 15 Filme greifen genau dieses beklemmende Gefühl auf: die Faszination für Beziehungen, die aus dem Gleichgewicht geraten, und den Nervenkitzel, der entsteht, wenn Liebe nicht mehr befreiend wirkt, sondern zu einer immer enger werdenden psychologischen Falle wird.

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Obsession behandelt Verlangen nicht wie ein romantisches Geständnis bei Kerzenschein, sondern wie eine Falle, die sich immer weiter zusammenzieht. Die Serie verbindet romantische Besessenheit, Kontrolle, Fantasie und psychologischen Horror zu einer Geschichte, in der Liebe zunehmend ihre idealisierte Gestalt verliert und stattdessen etwas Bedrohliches und Zerstörerisches wird. Mit dieser Mischung steht Obsession in einer langen Tradition von Filmen und Serien, die Beziehungen nicht als Quelle von Erlösung, sondern als Ausgangspunkt für Manipulation, Abhängigkeit und Selbstverlust betrachten. Was als Leidenschaft beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu etwas Dunklerem, bei dem die Grenzen zwischen Liebe, Besitzanspruch und Obsession verschwimmen. Von Vertigo bis hin zu modernen Geschichten über Identität, Kontrolle und Menschen, die versuchen, das Objekt ihrer Begierde nach ihren eigenen Vorstellungen zu formen, ziehen sich ähnliche Motive durch das Genre. Diese Werke beschäftigen sich weniger mit romantischer Erfüllung als mit dem gefährlichen Wunsch, einen anderen Menschen zu besitzen, zu verändern oder vollständig zu verstehen. Die folgenden 15 Filme greifen genau dieses beklemmende Gefühl auf: die Faszination für Beziehungen, die aus dem Gleichgewicht geraten, und den Nervenkitzel, der entsteht, wenn Liebe nicht mehr befreiend wirkt, sondern zu einer immer enger werdenden psychologischen Falle wird.

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