20 grauenhafte Filme, für die der Deutsche Film sich schämen sollte
20 grauenhafte Filme, für die der Deutsche Film sich schämen sollte
Ob international erfolgreiche Schauspieler á la Schweighöfer oder oscarprämierte Filme wie "Das Leben der anderen" – Deutschland beweist immer wieder, dass ihm die Filmkunst im Blut liegt. Doch wo Licht, da auch Schatten, und genau dem wollen wir uns heute widmen und betrachten 20 Beispiele, nach welchen man sich fragen könnte, ob die großen Filme nur versehentliche Glanzstücke waren und die meisten Streifen aus dem Land der Dichter und Denker eher in den Giftschrank verbannt werden sollten.
20. Die Todesgöttin des Liebescamps (1981)
Ein legendärer SchleFaZ-Klassiker, bei dem billige Kulissen, halbnackte Amazonen und ein unfassbar schlechter Schnitt um die Aufmerksamkeit des Publikums kämpfen. Als erotischer Abenteuerfilm will das Ganze exotisch, gefährlich und verführerisch wirken – versprüht aber vor allem den Charme einer Kostümparty mit knappem Budget. Die Handlung hält das Spektakel eher notdürftig zusammen, während die Darsteller mit bemerkenswerter Ernsthaftigkeit durch den absurden Stoff stolpern. Genau das macht den Film so unfreiwillig komisch: Hier scheint niemand zu ahnen, wie herrlich daneben das alles ist. Ein erotischer Abenteuer-Trashfilm, wie er im Buche steht – und einer, der mit jeder weiteren Minute neues Futter zum Kopfschütteln liefert. | © Anders-Film
19. Pappa ante Portas (1991)
Loriots zweiter Spielfilm nimmt Bürokratie, Alltagswahnsinn und deutsche Spießigkeit aufs Korn. Im Mittelpunkt steht der frisch pensionierte Heinrich Lohse, der seine beruflichen Managementmethoden plötzlich auf den eigenen Haushalt überträgt – sehr zum Leidwesen seiner Familie. Aus harmlosen Alltagssituationen entstehen absurde Konflikte, getragen von präzisen Dialogen, peinlichen Missverständnissen und Loriots typisch trockenem Humor. Für viele ist das ein Meisterwerk der deutschen Komödie. Wer mit diesem Humor wenig anfangen kann, dürfte die bewusst steifen Gespräche und das gemächliche Erzähltempo allerdings eher anstrengend finden. Trash ist das keineswegs – ob man herzlich lacht oder gelangweilt auf die Uhr schaut, hängt hier stark vom persönlichen Geschmack ab. | © Tobis Film
18. Sunshine Reggae auf Ibiza (1983)
Ein Film wie ein billiger Pauschalurlaub: viel Sonne, wenig Kleidung und Unterhaltung, bei der man spätestens nach zehn Minuten einen Drink braucht. Zwischen Nacktbaden, plumpen Flirtversuchen und schlechter Musik wird die Handlung schnell zur Nebensache. Hauptsache, die nächste Gelegenheit für einen anzüglichen Witz lässt nicht lange auf sich warten. Was als ausgelassene Urlaubskomödie funktionieren soll, wirkt heute wie eine Zeitkapsel voller angestaubter Kalauer und fragwürdiger Vorstellungen davon, was sexy ist. Dazu kommt eine Inszenierung, die selbst das sommerliche Ibiza erstaunlich billig aussehen lässt. Wer eine mitreißende Geschichte oder gute Pointen erwartet, hat hier das falsche Reiseziel gebucht. Der Trash-Faktor? Immerhin zuverlässig hoch. | © Lisa Film
17. Zärtliche Chaoten (1987)
Noch einmal Gottschalk und Krüger, diesmal als trottelige Erfinder auf Liebesmission. Das Duo stolpert von einer chaotischen Situation in die nächste und setzt dabei auf reichlich Slapstick, alberne Missverständnisse und möglichst wenig Logik. Die Handlung dient vor allem als Vorwand, um den nächsten Gag vorzubereiten – ob der dann tatsächlich zündet, steht auf einem anderen Blatt. Gottschalks lockere Sprüche und Krügers Talent für körperliche Komik sollen das Ganze zusammenhalten, können aber nicht jede müde Pointe retten. Eine schräge Komödie aus der „goldenen“ Trash-Ära, in der eine verrückte Grundidee und zwei bekannte Gesichter offenbar schon als ausreichendes Drehbuch galten. Wer die beiden mag, findet hier nostalgischen Klamauk. Alle anderen brauchen etwas Geduld. | © Lisa Film
16. Bang Boom Bang (1999)
Kleinkriminelle im Ruhrpott, große Pläne und jede Menge Gelegenheit, alles gründlich zu vermasseln: „Bang Boom Bang“ lebt von seinen schrägen Figuren und einem Milieu zwischen Videothek, Spedition und Ganovenalltag. Hier treffen großspurige Ansagen auf überschaubares Talent, während sich Lügen, Zufälle und dilettantische Aktionen immer weiter verheddern. Der Humor ist derb, die Dialoge sind herrlich direkt und das Lokalkolorit gehört fest zum Charme des Films. Wer mit diesen Typen nichts anfangen kann, dürfte allerdings auch an ihren chaotischen Geschäften wenig Freude haben. In eine klassische Trash-Liste passt der Film deshalb nur bedingt: Dafür besitzt er zu viel Eigenständigkeit und ein zu gutes Gespür für seine Figuren. Ein eigenwilliger Kult-Hit, dessen Ecken und Kanten für Fans genau den Reiz ausmachen. | © Little Shark Entertainment
15. Die Musterknaben (1997)
Eine Krimi-Komödie mit klassischen Buddy-Vibes: Zwei wenig souveräne Polizisten geraten in Situationen, denen sie nur bedingt gewachsen sind. Statt knallharter Ermittlungsarbeit gibt es reichlich Chaos, Missverständnisse und Klamauk. Die Krimihandlung liefert dafür den Rahmen, entwickelt aber nur selten echte Spannung. Auch die Gags sitzen längst nicht alle – manche Szenen ziehen sich, andere verlassen sich zu sehr auf die Tollpatschigkeit der Hauptfiguren. Immerhin sorgt das Zusammenspiel von Jürgen Tarrach und Oliver Korittke dafür, dass die beiden sympathisch bleiben, selbst wenn ihre Aktionen zunehmend aus dem Ruder laufen. Kein großer Wurf, aber eine solide Portion Fernsehunterhaltung mit einzelnen gelungenen Momenten. Damit liegt der Film qualitativ immerhin über einigen anderen Kandidaten dieser Liste. | © Neue Deutsche Filmgesellschaft
14. Otto – Der Film (1985)
Ein bunter Mix aus Wortspielen, Slapstick und Ottos typischem Nonsens: Hier wird praktisch jede Situation zur Vorlage für einen Kalauer, eine Grimasse oder die nächste absurde Einlage. Die Handlung hält das Ganze eher locker zusammen und lässt vor allem viel Platz für Ottos Komik. Das hat einen unverwechselbaren Stil, kann auf Spielfilmlänge aber auch ziemlich anstrengend werden. Nicht jede Pointe trägt, und wer mit seinem Humor ohnehin wenig anfangen kann, dürfte schon nach kurzer Zeit genug haben. Zwischen all dem Klamauk stecken allerdings auch einfallsreiche Gags und ein naiver Charme, der erklärt, warum der Film bis heute Fans hat. Nervig und stellenweise reichlich albern – aber zumindest mit einer eigenen Handschrift, die vielen anderen Komödien dieser Liste fehlt. | © Rialto Film
13. Voll normaaal (1994)
Tom Gerhardt dreht den Proll-Faktor bis zum Anschlag auf: Es wird gebrüllt, gepöbelt und mit einer Ausdauer auf die nächste Geschmacklosigkeit hingearbeitet, die fast schon beeindruckend ist. Die Gags setzen vor allem auf grobe Sprüche, überzeichnete Figuren und möglichst peinliche Situationen. Subtilität hat hier ebenso wenig Hausrecht wie eine überraschende Pointe. Was als hemmungsloser Klamauk gedacht ist, wird dadurch schnell ermüdend – zumal Lautstärke regelmäßig als Ersatz für Witz herhalten muss. Fans mögen genau diese kompromisslose Art als Kult feiern. Alle anderen dürften sich spätestens nach der dritten ähnlichen Szene fragen, ob da noch etwas kommt. Humor aus dem Keller – und die Treppe nach oben scheint verschüttet. | © Constantin Film
12. (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 (2004)
Bullys Sci-Fi-Komödie schickt ihre schrillen Figuren durch ein Weltraumabenteuer voller schlechter Wortspiele, überdrehter Auftritte und Gags aus der Mottenkiste. Zwischen Science-Fiction-Parodie und Kostümklamauk wird nahezu jede Gelegenheit für eine alberne Einlage genutzt. Die Handlung dient dabei vor allem als Verbindung zwischen den Nummern, die mal einfallsreich, mal wie ein überdehnter Sketch wirken. Besonders die ständig wiederholten Klischees und anzüglichen Anspielungen nutzen sich schnell ab. Man lacht durchaus – allerdings oft eher darüber, wie hemmungslos albern das alles ist, als über eine wirklich überraschende Pointe. Ausstattung und Effekte geben dem Ganzen immerhin einen aufwendigen Rahmen. Ob der den Humor erträglicher macht, hängt stark davon ab, wie viel Bully man am Stück verträgt. | © Constantin Film
11. Der Wixxer (2004)
Eine Edgar-Wallace-Parodie, die Nebel, finstere Gemäuer und zwielichtige Gestalten mit jeder Menge Klamauk kombiniert. Die typischen Zutaten der alten Kriminalfilme bieten reichlich Angriffsfläche, doch die Pointen fallen oft deutlich plumper aus als ihre Vorlagen. Statt die Eigenheiten des Genres clever auszuspielen, setzt der Film immer wieder auf alberne Namen, anzügliche Wortspiele und überzeichnete Figuren. Das soll selbstironisch wirken, kippt aber regelmäßig ins Angestrengte. Einzelne Gags treffen durchaus, und die erkennbare Freude am Verkleiden sorgt zumindest stellenweise für Charme. Über die volle Laufzeit reicht das allerdings nicht, um die vielen müden Witze aufzufangen. Wer mit dem Humor nichts anfangen kann, erlebt einen langen Sketch, dessen Beteiligte deutlich mehr Spaß haben als das Publikum. | © Rat Pack Filmproduktion
10. 7 Zwerge – Männer allein im Wald (2004)
Eine Aneinanderreihung von Kalauern und Grimassen, serviert von bekannten Comedians im Zwergen-Outfit. Die Märchenwelt dient dabei vor allem als Kulisse für einen Klamauk, der mit Anlauf unter die Gürtellinie zielt. Statt einer Geschichte, die über die volle Laufzeit trägt, gibt es viele einzelne Nummern, in denen jeder Beteiligte seine gewohnte Masche ausspielen darf. Das sorgt gelegentlich für einen gelungenen Moment, fühlt sich aber oft eher nach einer verlängerten Sketchshow als nach einem Kinofilm an. Wenn eine Pointe nicht sitzt, sollen eine Grimasse oder ein Körpergeräusch nachhelfen. Wer auf „Furz trifft Fabelwelt“ steht, bekommt hier reichlich Nachschub. Alle anderen dürften sich wünschen, die Zwerge wären ungestört in ihrem Wald geblieben. | © Zipfelmützenfilm GmbH & Co. KG
9. Piratensender Powerplay (1982)
Die Idee klingt nach rebellischem Spaß: Zwei Freunde machen ihren eigenen Radiosender und legen sich mit dem Establishment an. Was nach einer turbulenten Komödie über Freiheit und jugendlichen Übermut klingt, verliert sich allerdings schnell in müden Gags und einer Handlung, die kaum vom Fleck kommt. Thomas Gottschalk und Mike Krüger setzen auf lockere Sprüche und ihre gemeinsame Präsenz, doch auch die kann nicht jede zähe Szene retten. Dazu kommt eine musikalische Dauerbeschallung, die je nach Geschmack nostalgische Gefühle oder den Wunsch nach einem anderen Sender weckt. Der Film möchte frech und anarchisch wirken, bleibt dabei aber oft erstaunlich harmlos. Für Fans des Duos mag das als Zeitreise funktionieren. Alle anderen warten darauf, dass zwischen zwei Kalauern endlich etwas Schwung in die Sache kommt. | © Lisa Film GmbH
8. Die Einsteiger (1985)
Gottschalk und Krüger reisen mitten hinein ins Fernsehprogramm – eine Idee, die reichlich Potenzial für verrückte Situationen und Filmparodien bietet. Leider bleibt es häufig beim Potenzial. Die beiden stolpern durch unterschiedliche Genres, während billige Effekte und vorhersehbare Gags dafür sorgen, dass sich die anfängliche Neugier schnell abnutzt. Statt die Möglichkeiten der Geschichte auszuschöpfen, verlässt sich der Film auf lockere Sprüche, alberne Begegnungen und den Wiedererkennungswert seiner Hauptdarsteller. Vieles davon ist schlecht gealtert, wobei die angestaubte Technik noch leichter zu verzeihen wäre als die müden Pointen. Für eingefleischte Fans des Duos gibt es einen gewissen Nostalgiefaktor. Alle anderen dürften sich wünschen, sie könnten mit der Fernbedienung ebenso einfach aus dem Film aussteigen. | © Lisa Film GmbH
7. Manta – Der Film (1991)
Noch ein Ausflug ins Proll-Universum, in dem aufgemotzte Autos, große Sprüche und reichlich Imponiergehabe den Ton angeben. Die Handlung bleibt dünn und dient vor allem dazu, möglichst viele Manta-Klischees und platte Witze unterzubringen. Kaum eine Figur darf mehr sein als das wandelnde Vorurteil, das man schon vor ihrem ersten Satz erkannt hat. Das mag für ein paar nostalgische Lacher sorgen, nutzt sich aber schnell ab. Aus heutiger Sicht wirkt die überzeichnete Welt stellenweise fast wie eine Satire auf den damaligen Zeitgeist – nur fehlt den Gags häufig die Schärfe, um daraus mehr zu machen. Wer Motorengeheul und derbe Sprüche als abendfüllende Unterhaltung akzeptiert, kommt auf seine Kosten. Alle anderen hätten nach einer kurzen Probefahrt vermutlich schon genug.
6. Go Trabi Go (1991)
Ein Trabant, eine ostdeutsche Familie und die erste große Reise nach Italien: Die Ausgangslage bietet reichlich Stoff für eine Komödie über neue Freiheiten, ungewohnte Begegnungen und die Zeit nach der Wende. Statt diese Möglichkeiten auszuschöpfen, setzt der Film allerdings häufig auf vorhersehbare Missgeschicke und einen Humor, der schon 1991 angestaubt wirkte. Die Dialoge klingen stellenweise hölzern, während sich die Figuren von einer Urlaubspanne zur nächsten bewegen. Zwischen Ost-West-Klischees und gemütlichem Familienklamauk kommt die Geschichte dabei nur langsam auf Touren. Wolfgang Stumph verleiht dem Ganzen immerhin eine gewisse Herzlichkeit, die manchen müden Gag abfedert. Für Fans macht genau das den nostalgischen Charme aus. Wer mehr als eine harmlose Reise mit gelegentlichen Blechschäden erwartet, dürfte sich allerdings bald nach der nächsten Ausfahrt sehnen. | © Bavaria Film
5. Zweiohrküken (2009)
„Zweiohrküken“ versucht krampfhaft, an den Erfolg von Keinohrhasen anzuknüpfen, verliert sich dabei aber in flachen Gags und klischeehaften Beziehungsproblemen. Was einmal vom Charme seiner Hauptfiguren lebte, wird hier durch Eifersucht, Streitereien und vorhersehbare Missverständnisse künstlich am Laufen gehalten. Die Dialoge sollen schlagfertig wirken, klingen aber oft bemüht, während der derbe Humor auch die letzten romantischen Momente zuverlässig ausbremst. Dazu kommen ausgedehnte Szenen, die weder die Geschichte voranbringen noch besonders unterhaltsam sind. So entsteht zunehmend der Eindruck, dass hier eine erfolgreiche Formel wiederholt wird, ohne ihr etwas Neues hinzuzufügen. Statt Herz und Leichtigkeit gibt es Beziehungskrach in Dauerschleife – eine Fortsetzung, die vor allem die Geduld des Publikums auf die Probe stellt. | © Warner Bros. Pictures
4. Ballermann 6 (1997)
Ein Versuch, das Malle-Partygefühl in einen Kinofilm zu quetschen – mit einem Ergebnis, bei dem man den Kater schon beim Zuschauen bekommt. Tom Gerhardt und Hilmi Sözer stolpern als hemmungslose Proll-Urlauber durch eine Welt aus Alkohol, schlechten Sprüchen und Ballermann-Songs. Die Handlung dient hauptsächlich dazu, die nächste Eskalation vorzubereiten, wobei Lautstärke und Fremdscham regelmäßig die eigentliche Pointe ersetzen. Zwischen Saufgelagen und peinlichen Annäherungsversuchen bleibt kaum Zeit, bis auch der nächste Gag unter die Gürtellinie rutscht. Fans feiern diese hemmungslose Geschmacklosigkeit als Kult. Wer dafür wenig übrig hat, erlebt dagegen einen durchzechten Albtraum, bei dem selbst die Aussicht auf den Rückflug keine schnelle Erlösung verspricht. | © Constantin Film
3. Die Superbullen (2011)
Zwei Chaoten in Uniform sollen für anarchischen Spaß sorgen, liefern aber vor allem eine Polizei-Parodie, der es an Witz und Timing fehlt. Tom Gerhardt und Hilmi Sözer setzen auf das bewährte Rezept aus großen Sprüchen, grobem Unfug und möglichst peinlichen Situationen. Die Handlung dient dabei als dünner Vorwand, um von einer Klamauknummer zur nächsten zu kommen. Statt überraschender Pointen gibt es vorhersehbare Zoten, überzeichnete Klischees und einen Humor, der Lautstärke mit Durchschlagskraft verwechselt. Besonders die platten, teilweise unangenehm sexistischen Gags lassen den Film alt aussehen. Was als hemmungslose Chaos-Komödie gedacht ist, wirkt dadurch häufig bloß anstrengend. Wer nach wenigen Minuten genug hat, bekommt im weiteren Verlauf kaum einen Grund, seine Meinung zu ändern. | © Constantin Film
2. Das deutsche Kettensägenmassaker (1990)
Christoph Schlingensief verwandelt die deutsche Wiedervereinigung in einen absurden, blutigen Albtraum voller grotesker Ost-West-Klischees. Die Provokation steht dabei klar im Mittelpunkt: Statt einer versöhnlichen Geschichte gibt es hemmungslosen Splatter und eine bewusst chaotische Inszenierung. Gerade diese gewollt rohe Machart macht den Film allerdings schwer zugänglich. Übersteuertes Geschrei, hektische Bilder und drastische Gewaltexzesse lassen der politischen Satire kaum Raum zum Atmen. Wer mit Schlingensiefs radikalem Stil nichts anfangen kann, sieht deshalb vor allem ein anstrengendes Durcheinander, dessen Schockeffekte schnell ermüden. Eine gesellschaftskritische Absicht ist durchaus vorhanden – ob daraus ein sehenswerter Film entsteht, steht auf einem anderen Blatt. Für Trash-Fans und Freunde des Provokationskinos interessant, für alle anderen eine ziemlich zähe Mutprobe. | © DEM Film
1. Daniel, der Zauberer (2004)
Ein unfassbarer Film-Crash rund um Daniel Küblböck, der sich selbst spielt und dabei durch eine Geschichte stolpert, die kaum einen roten Faden erkennen lässt. Holprige Dialoge, unbeholfene Kameraführung und eine wirre Mischung aus Fanverehrung und Fantasie machen das Zuschauen zur Geduldsprobe. Szenen wirken wahllos aneinandergereiht, während selbst einfache Begegnungen eine seltsam unwirkliche Atmosphäre entwickeln. Was offenbar ein außergewöhnliches Starporträt werden sollte, scheitert daran, seinem Hauptdarsteller eine tragfähige Bühne zu geben. Die Fremdscham entsteht dabei vor allem durch die Inszenierung, die keinerlei Gespür für Rhythmus oder Dramaturgie erkennen lässt. So wirkt der Film wie ein Unfall, von dem man nicht wegsehen kann – obwohl man sich zwischendurch dringend eine Pause vom Hinsehen wünscht. | © Peter Schamoni Film
Die 25 überschätztesten Deutschen Filme, über die Leute aufhören müssen zu reden
Nicht jeder Film verdient von sich aus das Prädikat "grottig", mancher Film scheint auf den ersten Blick sogar ein Klassiker zu sein, der sich aber im Laufe der Zeit als relativ überschätzt herausstellt
Hier haben wir eine Liste von 25 solcher Filme, über die Leute endlich aufhören müssen zu reden. | © Constantin Film
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