8. Gaara
Gaara verwandelte sein Kindheitstrauma in eine Waffe, die ganze Dörfer vernichten konnte. Dadurch wirkte er weniger wie ein typischer Anime-Bösewicht, sondern eher wie eine Naturgewalt mit schweren psychischen Schäden. Der Sand, der ihn schützte, erzählte seine ganze Geschichte, ohne dass es einer Erklärung bedurfte: Hier war jemand, der so schwer verletzt worden war, dass selbst sein Unterbewusstsein mörderische Züge hatte. Sein Kampf gegen Rock Lee gehört zu den verstörendsten Momenten der Serie, nicht wegen der Gewalt, sondern weil er es so beiläufig genoss, jemanden zu brechen, der sich nicht wehren konnte. Als Naruto ihn schließlich erreichte, wirkte es verdient und nicht konstruiert, denn beide Charaktere wussten, was es heißt, völlig allein zu sein. | © Viz Media