Eine emotionale Bindung zu einem Anime aufzubauen, ist ein riskantes Unterfangen. Du begleitest die Figuren jahrelang, verteidigst fragwürdige Story-Arcs online und redest dir ein, dass das Ende diesmal wirklich sitzen wird. Dann erscheint die letzte Folge – und plötzlich starrst du auf den Bildschirm und fragst dich, ob alle Beteiligten gemeinschaftlich vergessen haben, wie Geschichten funktionieren.
Diese Liste handelt nicht von schlechten Anime. Ganz im Gegenteil. Es sind Serien, die Menschen wirklich lieben, weiterempfehlen, immer wieder anschauen und leidenschaftlich diskutieren. Das Problem entsteht erst auf den letzten Metern, wenn überstürzte Abschlüsse, verwirrende Wendungen oder schmerzhaft sichere Entscheidungen langjährige Begeisterung in leichten Groll verwandeln. Wenn du schon einmal gesagt hast: „Alles war großartig – bis auf das Ende“, dann bist du hier genau richtig.