Ultimate Team Spieler kennen das Problem seit Jahren: Eine Evolution wird gestartet, die Karte kommt raus, und erst danach stellt sich heraus, ob sie überhaupt noch in die nächste Evo passt. In EA FC 27 geht EA dieses Problem an. Die neue Evolutions-Struktur fokussiert sich auf mehr Kontrolle, mehr Individualisierung und deutlich weniger Rätselraten beim Kettenbau. Drei Neuerungen stehen dabei im Mittelpunkt: Pathways, die Evolution Chain Preview und das zurückkehrende Playstyle Lab.
Pathways: Eine Evolution, zwei Richtungen
Bisher lief jede Evolution linear ab. Alle Spieler, die in dieselbe Evo gesteckt wurden, kamen am Ende mit identischen Werten, Playstyles und Rollen wieder raus. In EA FC 27 ändert sich das bei ausgewählten Evolutions grundlegend. EA nennt das neue System Pathways und erlaubt Spielern, sich zwischen zwei unterschiedlichen Upgrade-Richtungen zu entscheiden.
Am offiziellen Beispiel einer Außenverteidiger-Karte zeigt sich das Prinzip gut. Ein Weg pusht die Offensive und bringt mehr Dribbling sowie den Playstyle Technical mit sich. Der andere Weg stärkt die Defensive und stattet die Karte stattdessen mit Jockey sowie besseren Defensivwerten aus. Zwei Spieler können also dieselbe Ausgangskarte nutzen und trotzdem am Ende komplett unterschiedliche Versionen davon besitzen, je nachdem wie sie im eigenen Kader gebraucht werden.
| Pathway | Fokus | Beispiel-Upgrade |
|---|---|---|
| Offensiv | Dribbling & Angriff | Playstyle Technical, höhere Dribbling-Werte |
| Defensiv | Absicherung & Zweikampf | Playstyle Jockey, höhere Defensivwerte |
Wichtig dabei: Nicht jede Evolution bekommt diese verzweigten Wege. Die klassischen, linearen Evolutions bleiben laut EA weiterhin bestehen. Pathways sind eine Ergänzung für ausgewählte Evos und kein kompletter Systemwechsel.
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Evolution Chain Preview: Endlich Planung direkt im Spiel
Die zweite große Neuerung dürfte viele Ultimate Team Spieler freuen, die bisher externe Tools zur Kettenplanung genutzt haben. Mit der Chain Preview lässt sich eine Evolution vorab simulieren und direkt einsehen, für welche weiteren Evolutions die fertige Karte anschließend infrage kommt.
Damit fällt die bisherige Blindflug-Situation weg, bei der niemand sicher wusste, ob Rating-Limits, fehlende Attributpunkte oder ein ungeeigneter Playstyle die Karte für die nächste Evo blockieren. Ein Detail bleibt dabei jedoch bestehen: Die Vorschau zeigt nur aktuell im Spiel verfügbare Evolutions an. Eine Evo, die erst in zwei Wochen erscheint, kann die Chain Preview logischerweise nicht vorhersagen. Wer besonders lange Ketten plant, sollte also weiterhin ein gewisses Risiko einkalkulieren.
Playstyle Lab kehrt in Season 1 zurück
Nach dem positiven Feedback aus EA FC 26 baut EA das Playstyle Lab weiter aus und startet bereits in Season 1 damit. Das Prinzip bleibt im Kern gleich: Bei geeigneten Karten lässt sich ein Teil der Playstyles individuell anpassen. Neu ist allerdings, dass diese Karten nicht mehr bei null starten, sondern bereits eine vorgegebene Auswahl an Playstyles mitbringen, die sich dann gezielt erweitern lässt.
EA betont, dass die grundlegende Identität eines Spielers dadurch erhalten bleiben soll. Eine Karte lässt sich also nicht beliebig in jede Richtung umbauen. Zusätzlich sollen stärkere Playstyles künftig mehr Aufwand oder Zeit erfordern, konkrete Details dazu hat EA bisher aber noch nicht veröffentlicht.
Was noch offen bleibt
Einige Fragen sind aktuell noch unbeantwortet. Wie häufig Pathway-Evolutions künftig erscheinen, ob einzelne Wege unterschiedlich aufwendig zu erreichen sind und wie viele Auswahlstufen eine einzelne Evolution maximal besitzen kann, dazu gibt es bislang keine offiziellen Angaben. Auch zur Balance zwischen Karten aus Packs, SBCs, Objectives und dem Transfermarkt nennt EA noch keine konkreten Zahlen. Fest steht dagegen bereits, dass das Maximum an Playstyles Plus pro Karte von fünf auf drei reduziert wird, was sich auf die Stärke späterer Evolution-Ketten auswirken dürfte.
