The Legend of Zelda: Majora's Mask (2000)
Unruh-Stadt ist kein Knotenpunkt, durch den man einfach hindurchgeht – es ist ein Ort, den man kennenlernt, fast wie ein Viertel, das man mit der Zeit an seinen Routinen wiedererkennt. Der Drei-Tage-Zyklus macht jeden Botengang zu einer Entscheidung, jeden Umweg zu einem Risiko und jeden Neustart zu einer seltsamen Form der Erleichterung, weil du dein Wissen behältst, selbst wenn die Welt alles vergisst.
Masken sind nicht einfach nur Power-ups; sie sind Rollenwechsel, die verändern, wie du dich bewegst, kämpfst und Rätsel löst, mit ganzen Gebieten, die so gestaltet sind, dass sich jede Gestalt unverzichtbar anfühlt statt wie ein bloßer Gimmick. Was das Spiel wirklich prägt, sind die Nebeninhalte: Geschichten, die nach Zeitplänen ablaufen, Beziehungen, die du tatsächlich beeinflussen kannst, und eine Stimmung, die mutig genug ist, unterschwellig unheimlich (und manchmal sogar ganz offen gruselig) zu sein, ohne das Spiel in reine Trostlosigkeit zu verwandeln.
Hier zeigt sich Zelda von seiner intimsten – und zugleich unheimlichsten – Seite, und das auch noch ganz ohne Zelda selbst. | © Nintendo