6. Venom (2018)
Venom verbringt die erste Stunde mit einer langweiligen Origin-Story über einen investigativen Journalisten und böse Konzernexperimente. Doch in dem Moment, in dem Tom Hardy anfängt, sich in seinem Kopf ausführlich mit dem Symbionten zu unterhalten, verändert sich alles.
Der Film hört auf, ein ernsthafter Superheldenfilm sein zu wollen, und wird stattdessen zu etwas weitaus Seltsamerem: einer Buddy-Komödie über einen Mann und seinen mordlustigen außerirdischen Parasiten, die sich darüber streiten, ob sie Menschen essen sollten und wer Motorrad fahren darf.
Hardy geht so vollkommen in diesem absurden Konzept auf, dass seine völlig durchgeknallte Performance aus dem Film, der leicht zu einem weiteren austauschbaren Marvel-Abklatsch hätte werden können, tatsächlich richtig gute Unterhaltung macht. Der abrupte Wechsel im Ton funktioniert vor allem deshalb, weil der Film endlich seine eigene Stimme findet, sobald er aufhört, sich für seine völlige Absurdität zu entschuldigen. | © Sony Pictures