Ein zweites Anschauen klingt zunächst harmlos – bis der betreffende Film sich anfühlt, als würde man eine alte Wunde mit Surround-Sound wieder aufreißen. Diese Filme sind keine bloßen „schlechten Vibes“, wie der Begriff im Internet oft leichtfertig verwendet wird. Sie sind meisterhaft inszenierte Belastungsproben, die Bilder hinterlassen, die sich noch lange nach dem Abspann im Kopf festsetzen. Man respektiert sie, vielleicht liebt man sie sogar – aber die Vorstellung, erneut auf „Play“ zu drücken, wird von einer leisen Warnung des eigenen Nervensystems begleitet.
