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Jennifer Lawrences 15 beste Filme – vom Schwächsten bis zum Besten

1-15

Tanja Haimerl Tanja Haimerl
Filme und Serien - Juli 30th 2026, 09:00 MESZ
Cropped House at the End of the Street

15. The House at the End of the Street (2012)

House at the End of the Street landet aus gutem Grund auf dem letzten Platz: Der Film ist ein dünner, unbeholfener Thriller, der auf dem Papier besser klingt, als er auf der Leinwand funktioniert. Jennifer Lawrence verleiht Elissa deutlich mehr Biss, als das Material verdient, doch selbst sie kann ein Drehbuch nicht retten, das aus aufgewärmten Horrorwendungen und düsterem Nachbarschaftssuspense zusammengesetzt ist. Am besten funktioniert der Film heute als seltsame Momentaufnahme aus der Zeit unmittelbar bevor Lawrence zu groß für derart austauschbare Studioware wurde.

| © FilmNation Entertainment
X Men First Class 2011

14. X-Men: Erste Entscheidung (2011)

X-Men: Erste Entscheidung ist ein starkes Superhelden-Reboot, als Schaufenster für Jennifer Lawrence aber eher wichtig als wirklich beeindruckend. Ihre Mystique nimmt hier noch Gestalt an – im wörtlichen wie im dramaturgischen Sinn –, während der Film Charles, Erik und dem Neustart der Reihe deutlich mehr emotionales Gewicht verleiht. Lawrence gibt Ravens Kampf mit ihrem Selbstbild eine spürbare Verletzlichkeit, doch ihre Darstellung wirkt durch die Vorbereitungsarbeit des Prequels und die Symbolik rund um die blaue Körperbemalung etwas eingeengt. Ein guter Film und eine wichtige Rolle, aber noch lange nicht eine ihrer vielschichtigsten Leistungen.

| © 20th Century Fox
Cropped Red Sparrow

13. Red Sparrow (2018)

Red Sparrow will kühl, erwachsen und gefährlich wirken, verwechselt Leid aber zu oft mit Anspruch. Jennifer Lawrence wirft sich als Dominika Egorova mit voller Konsequenz in die Rolle und verleiht dem Film eine gezeichnete Ernsthaftigkeit, die deutlich überzeugender ist als manche Wendung seiner Spionagehandlung. Das Problem ist, dass der Film Brutalität immer weiter steigert, als würde Schock automatisch Tiefe bedeuten. Lawrence ist ohne Frage fesselnd, arbeitet hier aber ununterbrochen gegen einen Film an, der kaum weiß, wann er aufhören sollte, seine Heldin zu bestrafen.

| © 20th Century Fox
Cropped X Men Days of Future Past

12. X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014)

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit gehört zu den besseren Mutanten-Blockbustern der Fox-Ära, doch Jennifer Lawrences Mystique bleibt auch hier eher ein Werkzeug für die Handlung als eine vollständig ausgearbeitete Figur. Die Geschichte rückt Raven zwar ins Zentrum der Weltgeschichte, lenkt die Aufmerksamkeit dann aber immer wieder auf die Zeitreise-Mechanik, Wolverine und das ewige Drama zwischen Charles und Erik zurück. Lawrence verleiht Mystique Wut, Zögern und verletzten Stolz, doch der Film behandelt sie mehr wie eine moralische Weggabelung als wie einen Menschen, der genügend Raum zum Atmen bekommt.

| © 20th Century Fox
Cropped The Hunger Games

11. Die Tribute von Panem (2012)

Die Tribute von Panem – The Hunger Games funktioniert vor allem deshalb, weil Jennifer Lawrence sich weigert, Katniss Everdeen glattgebügelt, niedlich oder bequem heldenhaft erscheinen zu lassen. Der Film selbst hat einige raue Kanten, von seiner unruhigen Bildsprache bis hin zu stellenweise recht plumpem Worldbuilding, doch Lawrence verleiht der gesamten dystopischen Maschinerie einen menschlichen Puls. Ihre Katniss ist misstrauisch, pragmatisch, verängstigt, wütend und beinahe gegen ihren eigenen Willen mutig. Selbst wenn der Film um sie herum noch deutlich wie der Auftakt zu einem großen Franchise wirkt, macht sie den zentralen Albtraum zutiefst persönlich.

| © Lionsgate
Cropped The Hunger Games Mockingjay Part 2

10. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 (2015)

Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 trägt das Gewicht eines großen Finales, leidet aber zugleich darunter, dass seine Geschichte stärker gestreckt wurde, als es nötig gewesen wäre. Jennifer Lawrence hält Katniss emotional am Boden und spielt sie weniger als siegreiche Ikone der Rebellion denn als jemanden, der nur noch von Trauer, Instinkt und völliger Erschöpfung angetrieben wird. Die stärksten Momente des Films verstehen, dass eine Revolution traumatische Erfahrungen nicht einfach ungeschehen macht. Die schwächeren wirken dagegen wie reine Franchise-Pflichterfüllung, an die man noch ein paar Explosionen gehängt hat.

| © Lionsgate
Cropped The Hunger Games Mockingjay Part 1

9. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 (2014)

Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 ist im Grunde der Moment, in dem die gesamte Reihe den Atem anhält. Dadurch ist der Film weniger mitreißend als die Arena-Kapitel, zugleich aber psychologisch angespannter, als ihm oft zugestanden wird. Jennifer Lawrence macht Katniss zu einem widerwilligen Symbol, das mit wachsendem Abscheu erkennt, dass Propaganda Schmerz beinahe ebenso effizient ausnutzen kann wie eine Tyrannei. Das Problem der auf zwei Filme aufgeteilten Buchvorlage ist deutlich spürbar, doch Lawrence verleiht dieser erzählerischen Pause echte Tiefe. Sie macht selbst Zögern dramatisch.

| © Lionsgate
Cropped The Hunger Games Catching Fire

8. Die Tribute von Panem – Catching Fire (2013)

Die Tribute von Panem – Catching Fire bleibt der beste Film der Reihe, weil Jennifer Lawrence Katniss zugleich als Überlebende und als gefangene Berühmtheit spielen darf. Sie weiß, dass die Kameras auf sie gerichtet sind, dass das Kapitol nur auf einen Fehler wartet und dass sich um sie herum schneller eine Rebellion formiert, als sie selbst begreifen kann. Die Fortsetzung verbessert nahezu alles: die Arena, die politischen Dimensionen, die Nebenfiguren und das Gefühl ständiger Bedrohung. Lawrence wächst mit dem Film und verleiht ihrer Blockbuster-Darstellung echte Wut und bemerkenswerte Kontrolle.

| © Lionsgate
Cropped American Hustle

7. American Hustle (2013)

American Hustle ist vollgestopft mit Perücken, Intrigen, Akzenten und Schauspielern, die sich mit sichtlichem Vergnügen gegenseitig die Show stehlen. Trotzdem gelingt es Jennifer Lawrence, einige der denkwürdigsten Verwüstungen des Films zu hinterlassen. Rosalyn Rosenfeld hätte leicht nur die labile Ehefrau in der lauteren Gangstergeschichte eines Mannes bleiben können, doch Lawrence spielt sie zugleich bedürftig, gelangweilt, wütend, komisch und auf seltsame Weise erstaunlich scharfsinnig. Der Film ist nicht immer so clever, wie er selbst glaubt. Sobald Lawrence auftaucht, bekommt er jedoch jedes Mal einen elektrischen Schub.

| © Columbia Pictures
Winters Bone

6. Winter's Bone (2010)

Winter’s Bone ist die Leistung, mit der Jennifer Lawrence endgültig unmöglich zu übersehen war – und sie entfaltet noch heute eine stille Wucht, die viele lautere Durchbruchrollen nie erreichen. Als Ree Dolly bewegt sie sich wie jemand, der viel zu früh gelernt hat, dass Angst ein Luxus ist. Debra Graniks Film ist kalt, karg und vollkommen unsentimental, und Lawrence begegnet ihm ohne Eitelkeit oder bequemes Melodrama. Jede ihrer Entscheidungen ist auf das nackte Überleben reduziert – und genau deshalb bleibt ihre Darstellung so kraftvoll.

| © Anonymous Content
Cropped Dont Look Up

5. Don't Look Up (2021)

Don't Look Up ist chaotisch, laut und alles andere als subtil, doch Jennifer Lawrence verleiht seiner Satire genau die Panik, die sie braucht, um mehr zu sein als bloße Selbstgefälligkeit. Als Kate Dibiasky fängt sie den Albtraum ein, mit der Wahrheit richtigzuliegen – in einer Gesellschaft, die Angst lieber zur Marke macht, als Meme ausschlachtet, verspottet und anschließend einfach weitermacht. Der Film schlägt oft mit dem Hammer zu, wo ein Skalpell gereicht hätte, doch Lawrence findet immer wieder die menschliche Verlegenheit unter dem drohenden Weltuntergang. Ihre Frustration wirkt erschreckend vertraut.

| © Hyperobject Industries
Cropped Die My Love 2025

4. Die My Love (2025)

Die, My Love gibt Jennifer Lawrence ein kantiges, riskantes Rollenmaterial, neben dem viele sicherere Darstellungen beinahe schläfrig wirken. Als Grace durchlebt sie Mutterschaft, Verlangen, Isolation, Wut und den schrittweisen psychischen Zusammenbruch, ohne daraus jemals eine sauber kalkulierte Oscar-Vorstellung zu machen. Lynne Ramsays Film ist bewusst sperrig und verlangt von Lawrence, innerhalb weniger Augenblicke zugleich komisch, beängstigend, sinnlich und völlig zerrüttet zu sein. Das Ergebnis ist kein angenehmes Filmerlebnis, aber eines, das auf eine Weise lebendig wirkt, wie es sich nur wenige Starfahrzeuge überhaupt trauen.

| © Black Label Media
Cropped Joy

3. Joy (2015)

Joy – Alles außer gewöhnlich ist nicht David O. Russells geradlinigster Film. Im Gegenteil: Oft wirkt er wie ein Familiendrama, eine Unternehmerfabel, eine Seifenoper und ein inspirierendes Biopic, die gleichzeitig um das Steuer kämpfen. Dass der Film dabei nicht vollständig auseinanderfällt, liegt vor allem an Jennifer Lawrence. Sie spielt Joy Mangano mit Gereiztheit, Geduld, Stolz und jener ganz besonderen Erschöpfung einer Frau, deren Umfeld ihre Belastbarkeit mit einer dauerhaften Erlaubnis verwechselt. Der Film mag chaotisch sein, doch Lawrence gibt ihm ein Rückgrat.

| © Fox 2000 Pictures
Cropped Silver Linings Playbook

2. Silver Linings Playbook (2012)

Silver Linings brachte Jennifer Lawrence ihre Oscar-Rolle ein, und ihre Darstellung funktioniert bis heute vor allem deshalb, weil Tiffany nie zur ordentlich zurechtgebogenen Heilung für eine romantische Komödie gemacht wird. Sie trauert, ist direkt, witzig, manipulativ, einsam und sich schmerzhaft bewusst, wie andere über sie sprechen, sobald sie den Raum verlassen hat. Lawrence und Bradley Cooper entwickeln ihre Chemie aus Reibung statt aus Süße, wodurch der Film nicht einfach im Charme einer schrulligen Tragikomödie davonschwebt. Das Tanzfinale funktioniert, weil sich das ganze Chaos davor verdient anfühlt.

| © The Weinstein Company
Cropped Mother

1. Mother! (2017)

Mother! verdient den ersten Platz, weil der Film Jennifer Lawrence eine ausgewachsene filmische Panikattacke tragen lässt und sie nie zulässt, dass das Ganze in bloße Provokation abrutscht. Darren Aronofsky wirft Allegorie, Religion, Kunst, Ego, ökologische Angst und häuslichen Albtraum in einen immer stärker unter Druck geratenen Kessel, doch Lawrence gibt diesem Chaos einen Körper und einen Puls. Ihre Darstellung ist fast vollständig reaktiv, dabei aber nie passiv: In jedem Blick wird sichtbar, wie Verwirrung erst in Angst und schließlich in Wut umschlägt. Ob man den Film liebt oder hasst – Lawrence ist darin überwältigend.

| © Protozoa Pictures
1-15

Jennifer Lawrences beste Filme spiegeln eine Karriere wider, die alles andere als geradlinig verlief – und genau deshalb macht ein Ranking so viel Spaß. Vom gefeierten Indie-Durchbruch über das Gesicht einer der größten Blockbuster-Reihen bis hin zur Oscar-prämierten Dramaschauspielerin und gewagten Studio-Projekten hat sie immer wieder bewiesen, wie vielseitig sie ist. Ob sie Die Tribute von Panem trägt, in hochkarätig besetzten Ensembles die Show stiehlt oder eine Komödie allein mit ihrem Mut und ihrem Timing rettet – Lawrence hat sich eine Filmografie aufgebaut, die beeindruckend viel Bandbreite bietet. Hier sind ihre 15 besten Filme – vom sehr guten bis zum absoluten Karrierehöhepunkt.

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Jennifer Lawrences beste Filme spiegeln eine Karriere wider, die alles andere als geradlinig verlief – und genau deshalb macht ein Ranking so viel Spaß. Vom gefeierten Indie-Durchbruch über das Gesicht einer der größten Blockbuster-Reihen bis hin zur Oscar-prämierten Dramaschauspielerin und gewagten Studio-Projekten hat sie immer wieder bewiesen, wie vielseitig sie ist. Ob sie Die Tribute von Panem trägt, in hochkarätig besetzten Ensembles die Show stiehlt oder eine Komödie allein mit ihrem Mut und ihrem Timing rettet – Lawrence hat sich eine Filmografie aufgebaut, die beeindruckend viel Bandbreite bietet. Hier sind ihre 15 besten Filme – vom sehr guten bis zum absoluten Karrierehöhepunkt.

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