Das Internet hatte berechtigte Zweifel an der Geschichte des verwandelten Cops...
Ein Polizeibericht aus Utah ging viral, in dem davon die Rede war, dass ein Beamter sich auf nahezu magische Weise verwandelt hatte – die Ursache dieser märchenhaften Transformation lag im künstlichen Freund und Helfer unseres Freundes und Helfer.
Polizist verwandelt sich in Frosch
Wir alle waren doch schon in dieser oder einer ähnlichen Situation: Es ist Samstagabend, ein paar Freunde sind zu Gast, man feiert, das eine oder andere Bier wird getrunken und der Regler für die Lautstärke der Musik eventuell ein wenig zu hoch gedreht – schon klingelt es und zwei nette Beamte stehen vor der Tür, von denen sich dann vor den eigenen Augen zur Amphibie transformiert.
Gut, der letzte Teil ist ein wenig unüblich, ist aber genau so vorgefallen – zumindest wenn man dem offiziellen Polizeibericht des Herber City Police Department in Utah glaubt. Denn dort stand Schwarz auf Weiß, dass ein Polizist sich während einer regulären Verkehrskontrolle in einen Frosch verwandelt hatte.
Polizeibericht geht viral
In der Regel sind Polizeiberichte zu Fällen ohne laufende Ermittlungen oder für Banalitäten wie ebensolche ereignislosen Verkehrskontrollen öffentlich zugänglich, so dass diese fast schon märchenhafte Zusammenfassung der angeblichen Situation schnell viral ging – daraufhin wurde die Polizei von Utah selbst darauf aufmerksam und stellte klar, dass der Beamte nicht versehentlich die böse Hexenkönigin in ihrem SUV oder Majorca beim Einkauf für ihren Hexenladen enttarnt hatte und von dieser in eine Kröte verwandelt wurde, viel eher stammte der faule Zauber aus einer ganz anderen Richtung.
Aus jedem Hollywood-Streifen der Polizisten behandelt, wissen wir, wie ungern diese sich mit dem Papierkram herumschlagen, der nach jedem noch so kleinen Einsatz anfällt – gerade in den USA und der immer stärker zunehmenden Polizeigewalt, sowie den inzwischen sogar tödlich endenden ICE-Raids, sind diese aber von besonderer Wichtigkeit.
Also müssen die Polizisten Berichte schreiben und teilweise transkribieren, was auf dem Material ihrer Polizeikameras zu sehen ist. Oder – so wie St. Keel vom Herber City Police Department dies nun zugegeben hat – übernimmt unser aller Retter und Lösung für jedes Problem der Menschheit, die KI das.
KI schreibt Disney-Film auf
Laut einem Statement, welches Keel dem TV Sender Fox13 Salt Lake City zukommen ließ, wird das entsprechende Material inzwischen in das Programm gespeist und dieses "erschließt sich" aus dem, was es da "hört" und "sieht" dann, was während des Einsatzes vorgefallen ist, um daraus einen Bericht zu schreiben.
Als nun berechtigte Zweifel daran aufkamen, dass während einer routinemäßigen Verkehrskontrolle ein Beamter zum Frosch mutierte, sichtete ein Mensch das Bodycam-Material selbst und stellte fest, dass während dem Beamten Fahrzeugschein und andere Papiere ausgehändigt wurden, die Kinder auf dem Rücksitz sich über ein Tablet den Disney Animationsfilm Küss den Frosch sahen und die Kamera auch eine Tonsequenz davon aufnahm.
Für die hochentwickelte, künstliche Intelligenz auf die inzwischen so viele Menschen schwören und ihr wichtige Daten und die eigene Sicherheit anvertrauen stand fest: Der Polizist selbst hatte sich transformiert und gab dies entsprechend zu Protokoll.
Ist die Gesellschaft schon bereit für Froschpolizisten?
Ein deutliches Zeichen für alle KI-Freunde, dass die Technologie dahinter bei weitem noch nicht so fortgeschritten und fehlerlos ist, wie sie oft dargestellt wird und wir uns klar machen sollten, dass in einer Zeit, in der es in vielen Bereichen des Lebens, weder gesellschaftlich, moralisch noch auf Gesetzesebene, vollumfänglich erfasst ist, wie und wann KI zum Einsatz kommen kann und wann nicht, wir uns vielleicht noch nicht zu sehr auf die künstliche Intelligenz verlassen sollten – am Ende macht der makelbehaftete Mensch eben doch weniger so absurde Fehler, wie so eine Maschine.
Auch für die Polizei von Utah gilt das. Etwas kleinlaut gestand St. Keel daher ein “Das war der Moment, als uns klar wurde, dass wir diese KI-Berichte nachträglich kontrollieren müssen...”
Besser wäre es vermutlich, nicht, dass am Ende jemand für einen solchen Fauxpas noch zur Schnecke gemacht wird.