Als Danny Tanner kannten ihn alle, doch wahre Comedy-Fans liebten auch seinen provokanten Humor.
Heute jährt sich der Todestag von Bob Saget zum vierten Mal. Der 9. Januar ist für viele Fans weltweit ein stiller Moment des Innehaltens – ein Tag, um an einen Mann zu erinnern, der die Popkultur über Jahrzehnte geprägt hat und dessen Leben von bemerkenswerten Gegensätzen bestimmt war.
Ein Leben zwischen Lachen und Verlust
Bob Saget wurde 1956 in Philadelphia geboren und entwickelte schon früh einen scharfen Blick für Absurditäten des Alltags. Humor war für ihn nie bloß Unterhaltung, sondern ein Ventil – ein Mittel, um auch mit dunkleren Seiten des Lebens umzugehen. Besonders der frühe Tod seiner Schwester Gay durch Sklerodermie hinterließ tiefe Spuren und sollte sein späteres Engagement nachhaltig prägen.
Vom Stand-Up zur Fernsehikone
Saget begann seine Laufbahn als Stand-up-Comedian und blieb dieser Kunstform sein Leben lang treu. Sein Humor war direkt, oft derb, provokant und bewusst grenzüberschreitend – ein Stil, der im starken Kontrast zu der Rolle stand, die ihn weltberühmt machte.
Als Danny Tanner in der Erfolgsserie Full House wurde Bob Saget Ende der 1980er-Jahre zur Vaterfigur einer ganzen Generation. Danny Tanner war liebevoll, ordentlich, moralisch und stets um Harmonie bemüht – das genaue Gegenteil des Comedians auf der Bühne, der kein Tabu scheute.
Dieser Kontrast faszinierte das Publikum: Während Eltern ihn als Inbegriff des fürsorglichen Fernsehvaters sahen, kannten Comedy-Fans einen kompromisslosen Stand-up-Künstler, der mit schwarzem Humor und Selbstironie arbeitete. Genau diese Dualität machte Saget einzigartig.
Mehr als nur Lachen
Abseits der Bühne war Bob Saget ein leidenschaftlicher Aktivist. Als langjähriger Vorstand und später Ehrenmitglied der Scleroderma Research Foundation setzte er sich unermüdlich für Forschung, Aufklärung und Spendenarbeit im Kampf gegen die Krankheit ein, die seiner Schwester das Leben kostete. Er nutzte seine Bekanntheit konsequent, um darauf aufmerksam zu machen, ohne sich selbst dabei als Helden darzustellen.
Bob Sagets plötzlicher Tod am 9. Januar 2022 erschütterte Kollegen, Freunde und Fans gleichermaßen. Die Reaktionen zeigten, wie sehr er nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch geschätzt wurde: als loyaler Freund, als Mentor für jüngere Comedians und als jemand, der hinter der oft provokanten Fassade ein großes Herz hatte.
Vier Jahre später ist klar: Bob Saget war weit mehr als Danny Tanner. Er war ein Künstler der Gegensätze – zwischen sauberem Familienfernsehen und kompromissloser Comedy, zwischen lauter Pointe und stiller Menschlichkeit. Und genau darin liegt sein bleibender Platz in der Erinnerung.