Wenn du als der Beste in etwas giltst, sind auch Kontroversen nicht weit: Ronaldo ist ein Paradebeispiel dafür.
Heute feiert Cristiano Ronaldo seinen 41. Geburtstag – ein Datum, das den Blick auf eine der außergewöhnlichsten Karrieren der Sportgeschichte lenkt. Kaum ein Fußballer hat den modernen Profisport so geprägt wie er: durch Talent, Disziplin, Selbstinszenierung – aber auch durch Kontroversen.
Von Madeira auf die große Weltbühne
Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro wurde am 5. Februar 1985 auf der portugiesischen Insel Madeira geboren. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, zeigte sich früh sein außergewöhnliches fußballerisches Talent. Der Wechsel zu Sporting Lissabon markierte den ersten großen Schritt, der internationale Durchbruch folgte 2003 mit dem Transfer zu Manchester United.
Schon dort entwickelte sich Ronaldo vom talentierten Flügelspieler zum Weltstar. Schnelligkeit, Technik, Kopfballstärke und ein unbedingter Siegeswille machten ihn zu einem der komplettesten Spieler seiner Generation.
Seine Zeit bei Real Madrid machte Cristiano Ronaldo endgültig zur Legende. Mit dem Klub gewann er mehrfach die Champions League, erzielte Tore am Fließband und brach zahlreiche Rekorde – darunter den des besten Champions-League-Torschützen aller Zeiten. Später folgten erfolgreiche Stationen bei Juventus Turin, eine Rückkehr zu Manchester United sowie der viel diskutierte Wechsel nach Saudi-Arabien zu Al-Nassr, wo CR7 (eine Zusammensetzung seiner Initialen und seiner langjährigen Rückennummer) dem internationalen Blick auf den Fußball im Nahen Osten neue Aufmerksamkeit verschaffte.
Mit der portugiesischen Nationalmannschaft erfüllte er sich 2016 einen Traum: den Gewinn der Europameisterschaft. Als Kapitän, Rekordtorschütze und Identifikationsfigur schrieb er Geschichte.
Kontroversen und Haltung
So beeindruckend seine sportliche Laufbahn ist, so wenig frei blieb sie von Schattenseiten. Immer wieder sorgte Ronaldo mit seinem selbstbewussten Auftreten für Kritik. Hinzu kamen steuerrechtliche Auseinandersetzungen in Spanien, die mit einer Geldstrafe endeten, sowie mediale Debatten um persönliche Vorwürfe, die weltweit für Schlagzeilen sorgten. Sein kürzliches Aufeinandertreffen mit Donald Trump, bei welchem er diesen als "Friedensstifter" darstellte, erzielte einiges an negativer Reaktion.
Auch sein öffentlich ausgetragener Konflikt mit Manchester United und Trainerstab Anfang der 2020er-Jahre zeigte eine andere Seite des Superstars: ehrgeizig, kompromisslos, manchmal polarisierend. Doch genau diese Eigenschaften trugen auch zu seinem sportlichen Erfolg bei.
Weniger laut, aber nachhaltig ist Cristiano Ronaldos soziales Engagement. Er spendete wiederholt hohe Summen für Kinderkrankenhäuser, Katastrophenhilfe und medizinische Einrichtungen. Bekannt ist er zudem dafür, auf bestimmte lukrative Werbeformen – etwa Alkohol- oder Glücksspielwerbung – zu verzichten. Als mehrfacher Blutspender nutzt er seine Bekanntheit, um auf medizinische Themen aufmerksam zu machen.
Ein Ausnahmeathlet seiner Zeit
Am heutigen 4. Februar 2026 steht Cristiano Ronaldo sinnbildlich für eine Ära des Fußballs, in der Professionalität, Markenbildung und sportlicher Ehrgeiz auf ein neues Niveau gehoben wurden. Bewundert von Millionen, kritisiert von ebenso vielen – aber stets im Zentrum der Aufmerksamkeit.