Echter Erfolg unter falschem Namen: Warum Geburtstagskind Mark Forster sich selbst umbenannte

Warum er so erfolgreich ist wie er ist – und heißt wie er heißt.

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Seine Musik spricht viele an, und noch vielen mehr aus der Seele. | © markforster.de

Heute feiert Mark Forster Geburtstag. Kaum ein anderer deutscher Popkünstler hat es in den vergangenen Jahren geschafft, Leichtigkeit, Nachdenklichkeit und gesellschaftliche Haltung so selbstverständlich miteinander zu verbinden wie er. Seine Songs laufen im Radio, auf Streamingplattformen, in Stadien – und oft auch dort, wo Menschen Trost, Motivation oder einfach ein gutes Gefühl suchen.

Wie Mark zum Forster wurde

Mark Forster wurde 1983 in Kaiserslautern geboren und wuchs in einem musikalisch offenen Elternhaus auf. Sein bürgerlicher Name lautet Mark Ćwiertnia – ein Name, der seine polnischen Wurzeln widerspiegelt. Als er begann, professionell Musik zu machen, entschied er sich bewusst für den Künstlernamen Mark Forster: leicht auszusprechen, international verständlich, ohne seine Herkunft zu verleugnen. Der Name wurde zum Symbol für seinen Wunsch, möglichst viele Menschen zu erreichen. Angeblich kam die Idee für den Namen, weil der Mitarbeiter eines Plattenlabels ihn – in der Forsterstraße in Berlin lebend – so in sein Handy eingespeichert hatte.

Erste Schritte und Durchbruch

Nach dem Abitur zog es ihn nach Berlin, wo er Musik studierte und zunächst im Hintergrund arbeitete – unter anderem als Pianist und Songwriter für andere Künstler. Diese Zeit prägte ihn nachhaltig: Forster lernte das Handwerk, den Blick für Melodien und Texte, die nah am Alltag bleiben.

Der Durchbruch gelang ihm Anfang der 2010er-Jahre. Songs wie "Au revoir", "Bauch und Kopf" oder "Chöre" trafen einen Nerv: deutschsprachiger Pop, der positiv klingt, ohne banal zu sein. Seine Musik wurde zum Soundtrack für Aufbruch, Zweifel und Hoffnung zugleich.

Karriere zwischen Bühne, Öffentlichkeit und Meme

Mark Forster ist längst mehr als ein reiner Chartsänger. Große Tourneen, ausverkaufte Hallen und Fernsehformate machten ihn zu einem der bekanntesten Gesichter der deutschen Poplandschaft. Besonders als Coach bei The Voice of Germany gewann er ein neues Publikum – nicht als lauter Selbstdarsteller, sondern als zugewandter Mentor.

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Seine Musik mag nicht die komplexeste sein, doch genau darin liegt ihre Schönheit. | © Wikipedia

Charakteristisch für seine Karriere ist dabei eine gewisse Bodenständigkeit. Trotz des Erfolgs wirkt Forster selten abgehoben, sondern betont immer wieder, wie wichtig ihm Freundschaften, Familie und Rückzugsorte sind – etwa der gemeinsame Sohn mit Lena Meyer-Landruth.

Sicherlich auch einer der Gründe, warum Mark Forster gerne das Opfer von Memes ist. Hierbei ist er unter anderem die deutsche Version der Drake-Memes, die ihn in einer teilweise cartoonhaften Weise darstellen und laut denen er etwa Dinge wie "Jetzt schlägt's aber 13" bei einem Streit sagt oder einem duftenden Kuchen hinterherschweben würde. Tatsächlich nimmt er diese Witze aber mit Humor und teilt sie teilweise sogar selbst.

Einsatz für Kinder und Bildung

Neben der Musik engagiert sich Mark Forster seit Jahren sozial. Er unterstützt Initiativen für Kinder und Jugendliche, setzt sich für Bildungsgerechtigkeit ein und beteiligt sich an Projekten gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Dabei vermeidet er große Gesten – sein Engagement ist meist leise, aber kontinuierlich.

Auch in seinen Songs finden sich diese Werte wieder: Solidarität, Zusammenhalt, das Gefühl, nicht allein zu sein. Forster nutzt seine Reichweite, um Mut zu machen, ohne belehrend zu wirken.

Alles Gute, Mark!

An seinem Geburtstag 2026 steht Mark Forster für eine Generation von Künstlern, die Pop nicht als bloße Unterhaltung verstehen, sondern als Möglichkeit zur Verbindung. Seine Musik ist zugänglich, aber nicht oberflächlich; optimistisch, ohne naiv zu sein.

Mark Forster ist kein Revolutionär im klassischen Sinn – doch gerade darin liegt seine Stärke. Er erinnert daran, dass Freundlichkeit, Offenheit und Empathie auch im großen Popformat ihren Platz haben. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum seine Lieder so viele Menschen begleiten: Sie klingen nach Alltag, nach Hoffnung – und nach dem Gefühl, dass es weitergeht.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....