Ashton Kutcher bewegt sich stets zwischen dem Blitzlicht Hollywoods und den Schattenseiten des Lebens.
Ashton Kutcher feiert heute seinen 48. Geburtstag – und steht exemplarisch für einen Hollywood-Werdegang, der weit über Schauspielerei hinausgeht und beweist, dass auch erfolgreiche Karrieren nicht immer ein sorgenfreies Leben bedeuten können. Was einst mit jugendlichem Charme und Sitcom-Humor begann, entwickelte sich zu einer vielschichtigen Karriere zwischen Film, Unternehmertum und sozialem Engagement.
Serienliebling mit schwerem Schicksal
Bekannt wurde Kutcher als smarter Publikumsliebling, der das Bild des sorglosen Serienhelden prägte. Doch früh zeigte sich, dass er mehr wollte als Rollenklischees. Er suchte komplexere Figuren, wechselte erfolgreich hinter die Kamera und etablierte sich als Produzent mit Gespür für Stoffe, die gesellschaftliche Themen aufgriffen.
Doch während sein Stern am Hollywoodhimmel unaufhaltbar zu steigen schien, erlitten er und die Familie seiner damaligen Partnerin Ashley Ellerin einen schrecklichen Schicksalsschlag als die Partnerin des damals 21-jährigen von Serienmörder Michael Gargiulo umgebracht wurde. 2019 sagte Kutcher gegen den Mann aus, der 2021 hingerichtet wurde.
Parallel dazu machte Kutcher Schlagzeilen als einer der ersten Hollywoodstars, die das Potenzial der Tech-Branche erkannten. Seine frühen Investitionen in Start-ups erwiesen sich als visionär und machten ihn zu einer respektierten Figur im Silicon Valley. Für manche Kritiker war dieser Seitenwechsel zu elitär, zu kalkuliert – doch Kutcher ließ sich davon nicht beirren.
Einsatz für die Schwachen
Viele seiner Auszeichnungen und Auftritte widmet er seinem Zwillingsbruder Michael, der mit einer Zerebralparese auf die Welt kam, schon als Kind am Herz operiert werden musste und bis heute durch starke Bewegungsstörungen eingeschränkt wird.
Aber auch abseits der eigenen Familie widmet sich Kutcher jenen, die Hilfe brauchen. Seit vielen Jahren setzt er sich entschieden gegen Menschenhandel und die sexuelle Ausbeutung von Kindern ein. Anders als viele Prominente beschränkt er sich dabei nicht auf symbolische Gesten. Kutcher spricht vor politischen Entscheidungsträgern, arbeitet mit internationalen Organisationen zusammen und nutzt seine Reichweite gezielt für Aufklärung und Prävention.
Auch privat hat sich sein Leben verändert. Kutcher wirkt heute reflektierter, ruhiger, stärker geerdet. Familie, Verantwortung und gesellschaftlicher Beitrag stehen sichtbar im Mittelpunkt. Die Kritik an seiner früheren Leichtigkeit scheint ihn nicht verbittert, sondern wachsen gelassen zu haben.
Mit 48 ist Ashton Kutcher längst mehr als ein ehemaliger Serienstar. Er ist ein Beispiel dafür, wie Prominenz sinnvoll genutzt werden kann – mit Haltung, Lernbereitschaft und Wirkung über die eigene Branche hinaus.