Influencer sorgen bei US Open für Ärger - Match muss unterbrochen werden

Influencer sorgen bei den US Open für Ärger, nachdem ihr Content sogar eine Partie von Naomi Osaka störte.

Michiganboy310 X katticuspfinch Tik Tok
Respektloses Verhalten während des Spiels. | ©michiganboy310- X / katticuspfinch - TikTok

Die US Open setzen in diesem Jahr verstärkt auf Influencer und Content Creator, um neue Zuschauer für Tennis zu begeistern. Doch inzwischen wächst der Unmut. Mehrere Videos zeigen Creator, die während laufender Matches mit Ringlichtern und Kameras Inhalte produzieren. Besonders eine Szene während Naomi Osakas Partie sorgte für heftige Kritik.

Influencer bringen Naomi-Osaka-Match kurz zum Stillstand


Während Osakas Erstrundenmatch gegen Anastasia Zakharova im Arthur Ashe Stadium filmten mehrere Influencer in einer Loge ein Video.
Dabei wurden unter anderem helle Ringlichter eingesetzt und lautstark gemeinsam für den Content gesprochen.

Die Situation wurde schließlich so störend, dass Schiedsrichter Kader Nouni die Partie kurz unterbrach und die Personen in der Loge aufforderte, sich hinzusetzen und ruhig zu sein.
Aufnahmen davon verbreiteten sich anschließend in den sozialen Medien und lösten einen Shitstorm aus.

Auch andere Videos sorgten für Diskussionen. Darin sind Zuschauer zu sehen, die während laufender Ballwechsel mit Ringlichtern Fotos aufnehmen. Für Tennisfans ist das besonders problematisch, da während der Ballwechsel normalerweise absolute Ruhe herrscht.

Jessica Pegula kann zwar nachvollziehen, dass Influencer das Turnier bekannter machen, sieht aber eine klare Grenze.
Die Spieler würden schließlich gerade ihrer Arbeit nachgehen. Das Verhalten wirke daher „ein wenig respektlos“, erklärte die US-Amerikanerin.

US Open verteidigen Influencer-Strategie

Der Ärger kommt nicht völlig überraschend. Die US Open haben ihre Zusammenarbeit mit Content Creatorn deutlich ausgeweitet. Während 2025 noch 54 Influencer eine entsprechende Medienakkreditierung erhielten, sind es in diesem Jahr bereits fast 100.

Einige Creator verteidigen die Entwicklung.
Justin Morelli, selbst akkreditierter Influencer, findet, dass Content Creator dabei helfen können, Tennis einem jüngeren und neuen Publikum näherzubringen. Gleichzeitig räumt er ein, dass es Grenzen geben müsse, wenn Spieler durch Fotos, Licht oder Lärm während eines Ballwechsels gestört werden.

Auch die USTA will grundsätzlich nicht auf Influencer verzichten. Ein Sprecher betonte, dass neue Zuschauer für das Wachstum des Sports wichtig seien.
Gleichzeitig wurden zusätzliche Hinweise im Stadion angebracht, die Besucher unter anderem auffordern, während der Matches auf Blitzlicht und andere Beleuchtung zu verzichten.

Damit bleibt die Frage: Wie viel Influencer-Kultur verträgt ein Tennisturnier, ohne dass der Sport selbst in den Hintergrund rückt?


Was denkt ihr? Sollten Influencer bei Sportevents mehr Freiheiten bekommen oder braucht es strengere Regeln? Schreibt es uns in die Kommentare!

Tommy-lee Venghaus

Tommy-Lee ist Medientextübersetzungsstudent und leidenschaftlicher Gamer mit einer besonderen Vorliebe für JRPGs, Anime und Medien....