Jake Pauls MMA-Karriere scheint zu enden, noch bevor sie überhaupt begonnen hat

Jake Pauls MMA-Zukunft ist ungewiss, da sein Fokus weiterhin auf dem Boxen lag und sein Vertrag mit der PFL still und leise ausgelaufen ist.

Jake Paul
MMA war geplant, das Boxen wurde Wirklichkeit | © Jake Paul

Mehr als drei Jahre nach seiner Vertragsunterzeichnung bei der Professional Fighters League (PFL) deuten Berichte darauf hin, dass Jake Pauls Vertrag ausgelaufen ist, ohne dass er auch nur einen einzigen MMA-Kampf bestritten hat.

Im Januar 2023 hatte der jüngere der beiden Paul-Brüder einen als mehrjährig beschriebenen Vertrag mit der PFL unterschrieben. Die Ankündigung sorgte für großes Aufsehen, da sie vorsah, dass Paul mindestens einen MMA-Kampf absolvieren und eine zentrale Rolle in der neu angekündigten „Super Fight“-Division der Liga übernehmen sollte. Diese Division war außerhalb klassischer Gewichtsklassen angesiedelt und versprach deutlich höhere Kampfgagen, insbesondere bei Pay-per-View-Events.

Pauls Partnerschaft mit der PFL endet

Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung wurde Paul zudem als Mitbegründer der Super-Fight-Division vorgestellt und übernahm den Titel Head of Fighter Advocacy. In dieser Rolle sollte er sich für bessere Bezahlung und mehr Sichtbarkeit der Kämpfer einsetzen. Trotz dieser ambitionierten Pläne wurde jedoch keines der angekündigten Projekte jemals umgesetzt.

Laut dem renommierten Kampfsportjournalisten Ariel Helwani ist die Zusammenarbeit zwischen Jake Paul und der PFL inzwischen beendet. In seiner Sendung vom 21. Januar 2026 erklärte Helwani, dass keinerlei geschäftliche oder werbliche Verbindungen zwischen Pauls Team und der PFL mehr bestehen. Dies deutet darauf hin, dass der Vertrag stillschweigend ausgelaufen ist.

Weder Paul noch die PFL haben sich bislang öffentlich zu dem Bericht geäußert. Die Nachricht fällt zudem in eine turbulente Phase für die Organisation: PFL-Gründer Donn Davis und CEO Peter Murray gaben kürzlich ihren Rücktritt bekannt, was auf einen tiefgreifenden Führungswechsel hindeutet.

Jake Paul blieb dem Boxring treu

Als Paul ursprünglich bei der PFL unterschrieb, wurden zahlreiche mögliche MMA-Duelle diskutiert. Ein Kampf gegen Nate Diaz galt als eine der wahrscheinlichsten Optionen, und Paul präsentierte sogar öffentlich Kickbox-Training, um seine Vorbereitung auf einen möglichen Wechsel zu unterstreichen. Letztlich trafen die beiden jedoch im Boxring aufeinander, wo Paul einen Punktsieg errang. Auch andere kolportierte Crossover-Ideen, darunter ein MMA-Kampf gegen den Schwergewichts-Boxweltmeister Oleksandr Usyk, blieben reine Gedankenspiele.

Während Paul sein MMA-Debüt nie gab
, entwickelte sich seine Boxkarriere weiterhin äußerst erfolgreich. Er bestritt mehrere hochkarätige Kämpfe, darunter insbesondere das rekordbrechende Netflix-Event gegen Mike Tyson im November 2024. Entgegen früherer Aussagen von PFL-Verantwortlichen, wonach Paul 2025 ins Oktagon steigen und seine Boxlaufbahn langsam beenden würde, trat das genaue Gegenteil ein. Paul besiegte zunächst Julio Cesar Chavez Jr., ehe er eine K.-o.-Niederlage gegen Anthony Joshua hinnehmen musste.

Sollten sich die Berichte bestätigen, ist Jake Pauls MMA-Kapitel nun endgültig geschlossen.
Während er sich zu einer der größten kommerziellen Attraktionen des modernen Boxsports entwickelt hat, wird sein geplanter Wechsel ins Mixed Martial Arts als eines der spannendsten „Was-wäre-wenn“-Szenarien der Kampfsportgeschichte in Erinnerung bleiben.

Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....