Schauspieler Sam Neill ist tot: Der „Jurassic Park“-Star starb in Sydney und die Welt trauert.
Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill ist tot. Der vor allem als Dr. Alan Grant aus „Jurassic Park“ bekannte Schauspieler starb am 13. Juli 2026 im Alter von 78 Jahren in Sydney. Sein Tod sei plötzlich und unerwartet gekommen.
Sam Neill ist im Kreis seiner Familie in einem Krankenhaus im australischen Sydney gestorben. Die Nachricht wurde durch ein Statement auf seinem offiziellen Instagram-Account bekannt gegeben. Seine Familie erklärte, der Verlust sei plötzlich und unerwartet gekommen. Neill sei bei seinem Tod jedoch weiterhin krebsfrei gewesen. Eine genaue Todesursache wurde bislang nicht öffentlich genannt.
Die Familie bedankte sich außerdem beim Personal des St Vincent’s Private Hospital für die Betreuung des Schauspielers.
Sam Neill hatte seine Krebserkrankung überwunden
Im Jahr 2023 hatte Neill öffentlich gemacht, dass bei ihm ein angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom diagnostiziert worden war. Dabei handelt es sich um eine seltene Form von Blutkrebs.
Nachdem eine Chemotherapie nicht mehr angeschlagen hatte, unterzog sich der Schauspieler einer CAR-T-Zelltherapie. Erst im April 2026 hatte Neill bekannt gegeben, dass bei einer Untersuchung keine Anzeichen der Erkrankung mehr festgestellt worden seien.
Zum Zeitpunkt seines Todes war er nach Angaben seiner Familie weiterhin krebsfrei.
Weltweit bekannt als Dr. Alan Grant
Seine bekannteste Rolle spielte Sam Neill 1993 in Steven Spielbergs „Jurassic Park“. Als Paläontologe Dr. Alan Grant musste er gemeinsam mit Ellie Sattler, gespielt von Laura Dern, und Ian Malcolm, gespielt von Jeff Goldblum, auf einer von Dinosauriern bevölkerten Insel ums Überleben kämpfen.
Die Rolle machte Neill weltweit bekannt und zu einem der prägendsten Gesichter des „Jurassic Park“-Franchise. Er kehrte 2001 in „Jurassic Park III“ und 2022 in „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ als Alan Grant zurück.
Seine Karriere bestand jedoch aus weit mehr als Dinosauriern. Ebenfalls 1993 war Neill in Jane Campions Drama „Das Piano“ zu sehen.
Zu seinen weiteren bekannten Filmen gehören „Todesstille“, „Jagd auf Roter Oktober“, „Event Horizon“, „Die Mächte des Wahnsinns“ und Taika Waititis „Wo die wilden Menschen jagen“.
Im Fernsehen übernahm er unter anderem die Rolle des skrupellosen Polizisten Chester Campbell in „Peaky Blinders“. Für seine Hauptrolle in der Miniserie „Merlin“ erhielt er eine Emmy-Nominierung.
Mehr als fünf Jahrzehnte vor der Kamera
Sam Neill wurde am 14. September 1947 unter dem Namen Nigel John Dermot Neill im nordirischen Omagh geboren. Im Alter von sieben Jahren zog er mit seiner Familie nach Neuseeland.
Seine internationale Karriere begann Ende der 1970er-Jahre mit Filmen wie „Sleeping Dogs“ und „My Brilliant Career“. In den folgenden Jahrzehnten wechselte Neill regelmäßig zwischen großen Hollywood-Produktionen, Independent-Filmen, Dramen, Komödien, Horrorfilmen und Fernsehserien.
Neben der Schauspielerei betrieb Neill in Neuseeland das Weingut Two Paddocks. In den sozialen Medien zeigte er häufig das Leben auf seinem Hof, seine Tiere und seinen trockenen Humor.
2023 veröffentlichte er seine Memoiren „Did I Ever Tell You This?“, in denen er auch über seine Krebserkrankung und die Behandlung schrieb.
Für seine Verdienste um den Film wurde er mit mehreren neuseeländischen Orden ausgezeichnet. Seit 2022 durfte er den Titel Sir Sam Neill tragen.
Sam Neill hinterlässt vier Kinder und acht Enkelkinder. Mit ihm verliert die Filmwelt einen Schauspieler, der über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg zwischen Blockbuster-Kino und anspruchsvollen Charakterrollen wechselte – und für Millionen Menschen für immer Dr. Alan Grant bleiben wird.
