Mc Steamy ist tot: "Grey's Anatomy"-Star Eric Dane verstorben

Im Alter von nur 53 Jahren erlag der US-amerikanische Schauspieler seiner ALS-Erkrankung.

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Als Mark Sloan flogen Eric Dane nicht nur die Herzen der Krankenschwestern sondern auch der Fans zu. | © ABC

Der US-amerikanische Schauspieler Eric Dane, weltweit bekannt als charismatischer Schönheitschirurg Dr. Mark Sloan in der Erfolgsserie Grey’s Anatomy, ist tot. Dane starb am 19. Februar 2026 im Alter von 53 Jahren an den Folgen der unheilbaren Nervenkrankheit ALS – weniger als ein Jahr nach Bekanntgabe seiner Diagnose. Seine Familie bestätigte, dass er im Kreis seiner Frau Rebecca Gayheart und seiner beiden Töchter gestorben sei.

Mit ihm verliert das Fernsehen einen Schauspieler, der über zwei Jahrzehnte hinweg Millionen Zuschauer prägte – und dessen wohl berühmteste Rolle bis heute als eine der ikonischsten Figuren moderner Seriengeschichte gilt.

Vom Zufall zur Schauspielerei

Eric William Dane wurde am 9. November 1972 in San Francisco geboren. Seine Kindheit war von einem frühen Verlust geprägt: Sein Vater starb, als Dane sieben Jahre alt war, woraufhin seine Mutter ihn und seinen Bruder allein großzog. Erst während der Schulzeit entdeckte Dane seine Leidenschaft für die Schauspielerei, nachdem er in einer Theaterproduktion auf der Bühne gestanden hatte.

In den 1990er-Jahren begann seine Fernsehkarriere mit kleineren Gastrollen, unter anderem in Serien wie Charmed – Zauberhafte Hexen. Der Durchbruch ließ jedoch zunächst auf sich warten. Dane arbeitete kontinuierlich, aber ohne großen Ruhm – bis eine Rolle sein Leben veränderte.

McSteamy: Der internationale Durchbruch

2006 trat Eric Dane erstmals in Grey’s Anatomy auf – als plastischer Chirurg Dr. Mark Sloan, bester Freund und zugleich Rivale von Derek Shepherd. Der Spitzname "McSteamy" machte die Figur schnell zu einem Popkultur-Phänomen.

Sloan war mehr als nur das attraktive Gegenstück zu "McDreamy": Hinter der selbstbewussten Fassade entwickelte sich eine komplexe Figur zwischen Loyalität, Reue und emotionaler Verletzlichkeit. Dane blieb bis 2012 Teil der Serie und wurde zu einem der beliebtesten Darsteller des Ensembles.

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Auch nach seinem Serientod als Mark Sloan spielte Dane noch einige Rollen. | © Lionsgate

Sein Serientod nach einem Flugzeugabsturz erschütterte damals Fans weltweit. Selbst Jahre später kehrte Dane noch einmal in einer Traumsequenz zurück – ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert seine Figur innerhalb der Serie behalten hatte.

Auch nach seinem Ausstieg aus Grey’s Anatomy blieb Dane präsent.

Er übernahm die Hauptrolle in der Actionserie The Last Ship (2014–2018) und zeigte später in der HBO-Serie Euphoria als Cal Jacobs eine deutlich düsterere, vielschichtige Seite seines schauspielerischen Könnens. Insgesamt wirkte er an rund 50 Film- und Fernsehproduktionen mit.

Seine Karriere war dabei nicht frei von Krisen – öffentliche Skandale, Suchtprobleme und persönliche Rückschläge begleiteten ihn zeitweise. Dennoch galt Dane unter Kollegen als leidenschaftlicher und professioneller Schauspieler, der immer wieder neue Rollen suchte.

Die Diagnose: ALS

Im Frühjahr 2025 machte Eric Dane öffentlich, dass bei ihm Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert worden war.

ALS ist eine fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Dabei sterben Nervenzellen ab, die für Muskelbewegungen verantwortlich sind. Die Folgen sind zunehmende Lähmungen, Verlust der Sprach- und Schluckfähigkeit sowie schließlich Atemversagen. Eine Heilung existiert bislang nicht; die durchschnittliche Lebenserwartung nach der Diagnose liegt meist bei wenigen Jahren.

Bei Dane schritt die Krankheit schnell voran: Er verlor die Funktion eines Arms, war später auf einen Rollstuhl angewiesen und sprach offen über die körperlichen Einschränkungen. Dennoch wollte er weiterarbeiten und nutzte seine Bekanntheit, um Aufmerksamkeit für Forschung und Betroffene zu schaffen.

Freunde beschrieben seinen Umgang mit der Krankheit als mutig und bemerkenswert offen.

Ein öffentlicher Kampf – und ein persönlicher Abschied

In den Monaten vor seinem Tod engagierte sich Dane intensiv für ALS-Aufklärung und medizinische Unterstützung. Seine Familie bezeichnete ihn als "leidenschaftlichen Fürsprecher" für Erkrankte.

Besonders symbolisch: Dane starb exakt 20 Jahre nach seinem ersten Auftritt bei Grey’s Anatomy – jener Rolle, die ihn weltberühmt gemacht hatte.

Nach Bekanntwerden seines Todes reagierten Kollegen und Fans weltweit mit Trauer. Schauspielerin Nina Dobrev schrieb, sie sei „untröstlich“ und erinnerte an Danes Warmherzigkeit und Leidenschaft. Viele Weggefährten betonten zugleich, dass sein Kampf gegen ALS das Bewusstsein für die Krankheit nachhaltig geschärft habe.

Auch ehemalige Grey’s Anatomy-Kollegen würdigten ihn als humorvollen, großzügigen Menschen, dessen Präsenz am Set ebenso prägend gewesen sei wie seine Figur auf dem Bildschirm.

Eric Dane hinterlässt nicht nur seine Familie, sondern auch eine Generation von Serienfans, für die Mark Sloan untrennbar mit einer Ära des modernen Fernsehens verbunden bleibt.

Sein Tod beendet eine Karriere, die von Erfolg, Rückschlägen und bemerkenswerter Offenheit geprägt war. Gleichzeitig bleibt sein letzter öffentlicher Auftritt vielleicht der bedeutendste: der eines Schauspielers, der seine eigene Verletzlichkeit zeigte – und damit anderen Hoffnung gab.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....