Pokémon Karten im Wert von ca. $100.000 gestohlen – Was das für Fans bedeuten könnte

In Manhattan wurden aus einem Shop Pokémon Karten im Wert von rund $100.000 gestohlen, und das ist nicht das erste mal. Was bedeutet das für Fans?

Pokemon karten
Pokémon Karten in Manhatten gestohlen, und es ist kein Einzelfall | © Erik Mclean

Pokémon Karten sammeln ist zwar kein neues Hobby, es hat in den vergangenen Jahren jedoch sehr viele neue Leute erreicht. Viele davon sind einfach Sammler der Karten die hoffen die seltensten und wertvollsten Karten für ihre eigene Kollektion zu sammeln. Doch eben durch diese wertvollen Karten ist schnell auch ein Markt entstanden, der nun schwer zu kontrollieren ist.

Der Überfall in Manhattan

In Manhattan wurde vor wenigen Tagen ein Laden überfallen, der hauptsächlich Pokémon Karten verkauft. Die Diebe stahlen, laut ABC7NY, Karten in Höhe von $100.000. Der Laden wurde laut Angaben erst vor zwei Monaten von einer Freundesgruppe eröffnet, die in ihrer Kindheit gerne Pokémon geschaut hat. Obwohl die Mitarbeitenden und Kunden in dem Laden von den Tätern bedroht worden sind, wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Doch der Überfall in Manhattan war leider kein Einzelfall. Solche Überfälle in denen Trading-Karten mitgenommen werden, finden mittlerweile häufiger statt. Der bekannte Commentary-YouTuber penguinz0, auch Charlie genannt, hat einen persönlichen Bezug zur Trading Karten Community kommentiert in seinem Video zu dem Vorfall (frei übersetzt):

Mittlerweile werden solche Karten Läden wahrscheinlich öfter ausgeraubt als Tankstellen und Schmuckläden zusammen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Räuber die Karten im Anschluss an Fans verkaufen wollen, die diese schon lange für ihre Sammlungen suchen.

Der Markt von Trading-Karten wird immer teurer

Laut Charlie sind Pokémon Karten für solche Leute, auch Scalpers genannt, zwar das Hauptziel, sie haben jedoch mittlerweile auch angefangen andere Trading-Kartenspiele, wie zum Beispiel das vom sehr beliebten Anime One Piece, zu visieren. Er sagt hierzu (frei übersetzt):

Pokémon ist so infiziert von Scalpers, dass sogar Scalpers den Sinn dahinter nicht mehr sehen die Karten einfach wiederzuverkaufen.

Laut Charlie soll der Markt also so gefüllt sein von Leuten, die Karten für unsagbar viel mehr Geld verkaufen als diese eigentlich wert sind. Für Fans wird es dadurch also immer und immer weniger mögliche diesen Preis-Trend mitzugehen. Entsprechend ist es also auch für diese Scalpers immer weniger lukrativ die Karten zu verkaufen. Charlie sagt hierbei in Bezug auf den Versuch sowas weiterzuverkaufen (frei übersetzt):

Es gab schon viele Fälle in denen Leute die das versucht haben beim Versuch verhaftet worden sind.

Fans und Verkäufer können nur hoffen, dass sich dieser Trend schnell legt.

Kristina Capin

Kristina studiert Soziologie und Englisch und hat schon als Kind ihre Liebe zu Sprache und gesellschaftsrelevanten Themen gefunden. Als sie als Teenager first person shooter und eSports für sich entdeckte, trafen zwei Leidenschaften aufeinander, die sie heute kaum noch voneinander trennen kann....