Salma Hayek wird 60: So klug, dass sie mit 15 zur Uni konnte – so tierlieb, dass zuhause dutzende Tiere leben

Sie feiert heute Geburtstag! Alle wichtigen Infos über Salma Hayek.

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Mit 16 schon an der Uni, mit 60 nicht mehr aus Hollywood wegzudenken. | © Scotia

Mit 15 hatte sie bereits ihren Highschool-Abschluss, mit Anfang 20 war sie ein Star in Mexiko und wenig später kämpfte sie sich gegen massive Vorurteile nach Hollywood: Salma Hayek feiert heute, am 2. September 2026, ihren 60. Geburtstag. Inzwischen ist sie Oscar-nominierte Schauspielerin, Produzentin, Aktivistin – und seit wenigen Wochen sogar Großmutter.

Privat besitzt Hayek allerdings noch eine andere Leidenschaft: Tiere. Auf ihrem Anwesen lebten zeitweise rund 50 von ihnen, darunter Eulen, Hunde, Papageien, Alpakas, Pferde, Hühner und Kaninchen

Und wer sonst kann schon von sich behaupten, dass Danny Trejo die eigene Person auf der Brust tätowiert hat?

Schulabschluss mit 15

Salma Valgarma Hayek Jiménez wurde am 2. September 1966 in Coatzacoalcos im mexikanischen Bundesstaat Veracruz geboren. Ihr Vater Sami Hayek Domínguez stammt aus einer Familie mit libanesischen Wurzeln und war Unternehmer, ihre Mutter Diana Jiménez Medina Opernsängerin und Talentscout.

Schon als Kind fiel Hayek allerdings nicht unbedingt dadurch auf, dass sie besonders angepasst war. Mit zwölf Jahren besuchte sie auf eigenen Wunsch die katholische Academy of the Sacred Heart im US-Bundesstaat Louisiana – und wurde schließlich von der Schule verwiesen.

Der Grund waren nicht schlechte Leistungen, sondern ihre Streiche. Hayek erzählte später beispielsweise, dass sie die Wecker ihrer Mitschülerinnen verstellte, damit diese morgens eine Stunde zu früh aufstanden. Sich selbst beschrieb sie rückblickend als erfinderisch und ziemlich verspielt.

Akademisch war sie gleichzeitig außergewöhnlich weit. Obwohl bei Hayek Dyslexie diagnostiziert wurde, machte sie nach eigenen Angaben bereits mit 15 Jahren ihren Highschool-Abschluss. In einem späteren Interview wurde sie als so begabt beschrieben, dass sie die Schule deutlich früher als üblich beenden konnte.

Der Vater wollte sie so jung nicht an der Universität

Hayek wurde unmittelbar danach an einer renommierten Universität in Mexiko angenommen. Nur ihr Vater hatte ein Problem damit: Seine 15-jährige Tochter allein zum Studium nach Mexiko-Stadt ziehen zu lassen, war ihm schlicht zu früh. Also musste sie warten.

Mit 16 begann Hayek schließlich an der Universidad Iberoamericana Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen zu studieren. Ihre Leistungen waren nach eigener Aussage sehr gut, und zeitweise sah sie ihre Zukunft tatsächlich in der Diplomatie.

Doch obwohl sie akademisch offenbar problemlos hätte weitermachen können, interessierte sie etwas anderes immer stärker: Film.

Nach ungefähr zwei Jahren Studium erklärte sie ihrem Vater, dass sie die Universität verlassen und Schauspielerin werden wolle. Für ihre Eltern war die Entscheidung zunächst schwer nachvollziehbar. Ihr Vater ging offenbar davon aus, dass die Schauspielerei nur eine vorübergehende Phase sei. Sie war es nicht.

In Mexiko zum Star

Ende der 1980er-Jahre erhielt Hayek erste Rollen im mexikanischen Fernsehen. Der große Durchbruch folgte 1989 mit der Telenovela Teresa.

Die Serie machte sie in Mexiko enorm bekannt. Hayek hätte diese Karriere problemlos weiterführen können. Stattdessen traf sie erneut eine Entscheidung, die ihr Umfeld nur bedingt verstand.

1991 verließ sie Mexiko und zog nach Los Angeles.

Dort war ihr Status als Fernsehstar plötzlich nahezu wertlos.

Hayek sprach zu diesem Zeitpunkt nur eingeschränkt Englisch und musste aufgrund ihrer Dyslexie zusätzlich hart an Sprache und Texten arbeiten. Noch schwerer wogen allerdings die Vorstellungen Hollywoods darüber, welche Rollen eine mexikanische Schauspielerin überhaupt spielen könne.

Ihre Herkunft ein Problem für Hollywood?

Hayek erzählte später immer wieder, wie begrenzt die Möglichkeiten für Latina-Schauspielerinnen Anfang der 1990er-Jahre waren. Rollen reduzierten sie häufig auf stereotype Figuren. Sie erinnerte sich sogar daran, dass ihr vermittelt worden sei, ihr mexikanischer Akzent werde amerikanische Zuschauer automatisch an Hausangestellte denken lassen.

Selbst Designer wollten ihr anfangs teilweise keine Kleider für große Veranstaltungen leihen. Hayek erklärte rückblickend, man habe schlicht nicht erwartet, dass eine mexikanische Schauspielerin lange genug in Hollywood bleiben würde, damit sich die Unterstützung lohnt.

Der Durchbruch gelang schließlich mit Regisseur Robert Rodriguez. 1995 spielte sie an der Seite von Antonio Banderas in Desperado. Ein Jahr später folgte From Dusk Till Dawn, in dem ihr kurzer Auftritt als Santanico Pandemonium zu einem der bekanntesten Momente ihrer frühen Karriere wurde.

Danach folgten unter anderem Fools Rush In – Herz über Kopf, Wild Wild West und Dogma. Doch Hayek wollte mehr sein als die Frau, die Hollywood vor allem für ihr Aussehen besetzte.

Frida als ganz persönliches Projekt

Besonders wichtig wurde für Hayek die Geschichte der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Jahrelang setzte sie sich dafür ein, deren Leben auf die Leinwand zu bringen. Sie spielte nicht nur die Hauptrolle in Frida, sondern produzierte den Film auch.

Das Ergebnis wurde zum vielleicht wichtigsten Film ihrer Karriere.

Frida erhielt 2003 insgesamt sechs Oscar-Nominierungen und gewann zwei Academy Awards. Hayek selbst wurde als beste Hauptdarstellerin nominiert. Damit gehörte sie zu den wenigen lateinamerikanischen Schauspielerinnen, denen bis dahin eine Nominierung in dieser Kategorie gelungen war.

Wie schwierig die Entstehung des Films tatsächlich gewesen war, wurde allerdings erst viele Jahre später vollständig öffentlich.

2017 sprach Hayek über ihre Erfahrungen mit Harvey Weinstein

Im Zuge der MeToo-Bewegung veröffentlichte Hayek 2017 einen ausführlichen Bericht über ihre Erfahrungen mit Produzent Harvey Weinstein während der Entstehung von Frida.

Hayek warf Weinstein wiederholte sexuelle Belästigung, Einschüchterung und Drohungen vor. Nachdem sie seine Annäherungsversuche immer wieder zurückgewiesen habe, habe er die Produktion erschwert und ihr unter anderem damit gedroht, den Film zu stoppen.

Besonders belastend sei eine von Weinstein verlangte Nacktszene gewesen. Hayek beschrieb später, dass sie am Drehtag körperlich so stark reagiert habe, dass sie zitterte und weinte. Weinstein bestritt später Teile ihrer Darstellung und erklärte, sämtliche Vorwürfe nicht einvernehmlicher sexueller Handlungen seien falsch.

Für Hayek war die Veröffentlichung ihrer Geschichte nicht nur eine Abrechnung mit einem einzelnen Produzenten. Sie verband sie mit einer grundsätzlichen Kritik daran, wie Frauen in der Filmindustrie behandelt und bewertet werden.

Mit 60 stehen schon die nächsten Filme vor der Tür

Auch rund um ihren 60. Geburtstag ist Hayek weit davon entfernt, ihre Karriere zurückzufahren.

Am 18. September 2026 soll in den USA Angelina Jolies Without Blood in die Kinos kommen. Hayek spielt darin Nina, eine Frau, die als Kind während eines Krieges die Ermordung ihrer Familie erlebt und Jahrzehnte später mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Neben ihr ist Demián Bichir zu sehen.

Im Oktober folgt außerdem Sacrifice. In Romain Gavras' schwarzer Actionkomödie spielt Hayek neben Chris Evans, Anya Taylor-Joy, Vincent Cassel, John Malkovich und Charli xcx. Für Deutschland ist der Kinostart aktuell für den 15. Oktober vorgesehen.

2026 hatte Hayek zusätzlich eine besondere Rolle außerhalb des Kinos: Als Global Ambassador der Fußball-Weltmeisterschaft gehörte sie zu den prominenten Gesichtern des Turniers und war bei der Eröffnung in Mexiko-Stadt dabei.

Hayek beherbergt rund 50 verschiedene Tiere

Wer glaubt, dass Hayeks Filmkarriere bereits ungewöhnlich genug ist, sollte einen Blick auf ihr Privatleben werfen. Hayek liebt Tiere. Und zwar nicht im Sinne von: Sie besitzt zwei Hunde.

Auf ihrem Anwesen im US-Bundesstaat Washington lebten zeitweise ungefähr 50 Tiere. In einem Interview von 2017 zählte sie unter anderem 20 Hühner, fünf Papageien, vier Alpacas, zwei Fische, mehrere Katzen und einen Hamster auf. Zusätzlich hatte sie unter anderem Hunde, Pferde und Kaninchen.

Die genaue Zahl veränderte sich über die Jahre immer wieder. In einer anderen Phase erzählte Hayek beispielsweise von rund 30 Haustieren – darunter allein zehn Hunde und fünf Papageien sowie Alpacas, Pferde und Katzen.

Ihre Erklärung dafür klingt relativ simpel: Die Tiere würden sie finden. Ihr Ehemann soll von dieser Erklärung allerdings nicht immer vollständig überzeugt gewesen sein.

2019 kam schließlich ein Tier dazu, das selbst in Hayeks Sammlung heraussticht: eine Eule.

Hayek hatte eine Anzeige über Eulen gesehen, die ein neues Zuhause benötigten. Sie informierte sich über die Haltung und adoptierte schließlich eine Weißgesichtseule.

Offiziell war Kering zunächst ein Valentinstagsgeschenk für ihren Ehemann François-Henri Pinault. Der Name war dabei kein Zufall: Pinault führt den Luxuskonzern Kering, zu dem Marken wie Gucci, Saint Laurent und Balenciaga gehören. Auch dessen Logo erinnert an eine Eule.

Pinault durchschaute die Sache offenbar sofort. Hayek erzählte später, dass seine Reaktion sinngemäß gewesen sei: Danke – aber ihm sei völlig klar, dass sie sich dieses Geschenk eigentlich selbst gemacht habe.

Ihre Eule schläft sogar bei ihr im Schlafzimmer

Aus dem Geschenk wurde schnell Hayeks eigenes Haustier. Wenn ihr Mann nicht zu Hause ist, darf Kering teilweise sogar mit ins Schlafzimmer. Hayek erzählte, dass die beiden eine gemeinsame Abendroutine entwickelt hätten. Sie schaut auf ihrem iPad fern, während Kering gerne direkt darauf sitzt und auf den Bildschirm blickt.

Gelegentlich landet die Eule auch einfach auf Hayeks Kopf. Selbst beim Meditieren ist Kering dabei. Hayek erklärte 2021, dass die Eule häufig vollkommen ruhig werde, sobald sie selbst tief in ihre Meditation eintauche.

Und offenbar besitzt Kering sogar einen überraschend exklusiven Geschmack. Hayek erzählte einmal, ihre Eule interessiere sich für guten Wein – obwohl Eulen normalerweise nicht auf diese Weise Flüssigkeiten trinken.

Einer der besten Beweise dafür, dass eine Eule trotzdem eine Eule bleibt, lieferte ausgerechnet Harry Styles. Der Sänger besuchte Hayek und war begeistert von Kering. Er hoffte sogar darauf, dass die Eule auf seinem Kopf landen würde. Sein Wunsch wurde erfüllt. Nur blieb es nicht dabei.

Kering würgte kurz darauf ein Gewölle mit unverdaulichen Resten ihrer vorherigen Mahlzeit hoch – direkt in Styles' Haare. Hayek erzählte die Geschichte später lachend im US-Fernsehen.

Styles soll den Zwischenfall überraschend gelassen genommen haben.

Seit Jahrzehnten kämpft sie gegen Gewalt an Frauen

Neben Film und Familie engagiert sich Hayek seit vielen Jahren gesellschaftlich. Ein Schwerpunkt ist dabei Gewalt gegen Frauen.

Bereits 2005 sagte sie vor einem Ausschuss des US-Senats aus und unterstützte die erneute Verabschiedung des Violence Against Women Act. Außerdem spendete sie Geld an Einrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen in Mexiko.

Später engagierte sie sich unter anderem über die Kering Foundation, die von ihrem Ehemann gegründet wurde und sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt. Hayek spielte zudem eine wichtige Rolle beim Ausbau des jährlichen Caring for Women Fundraisers.

Auch Themen wie Migration und die gesellschaftliche Stellung von Frauen sprach sie öffentlich immer wieder an.

Mit 60 hat Salma Hayek längst bewiesen, wie falsch Hollywood mit ihr lag

Vielleicht lässt sich Hayeks Karriere am besten anhand der Erwartungen erzählen, die andere Menschen immer wieder an sie hatten. Als Jugendliche hätte sie mit ihren akademischen Leistungen Diplomatin werden können. Stattdessen brach sie ihr Studium ab. In Mexiko war sie bereits ein Fernsehstar. Stattdessen ging sie nach Hollywood und begann praktisch noch einmal von vorne.

Dort wurde ihr vermittelt, dass Frauen mit ihrem Akzent kaum Hauptrollen bekommen würden. Später wurde sie für einen Oscar nominiert.

Hollywood sah in ihr lange vor allem die attraktive Latina und traute ihr weder intelligente noch komödiantische Rollen zu. Heute arbeitet Hayek nicht nur als Schauspielerin, sondern seit Jahrzehnten auch als Produzentin und entwickelt selbst Projekte.

Und während sie am heutigen 2. September ihren 60. Geburtstag feiert, warten bereits die nächsten Filme.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....