Tim Curry ist tot: Von Pennywise bis zur Rocky Horror Picture Show

Ein ganz Großer bei dem sogar das Gruseln Spaß machte ist von uns gegangen.

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Ob als Zauberer, Horrorclown oder untoter Transvestit: Curry prägte mit seinen Rollen Hollywood. | © RHI Entertainment

Die Film- und Theaterwelt trauert um Tim Curry. Der britische Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher ist im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Los Angeles gestorben. Bekannt wurde Curry unter anderem als Dr. Frank-N-Furter in „The Rocky Horror Picture Show“ und als Pennywise in Stephen Kings „Es“.

Tim Curry starb am 25. August 2026 friedlich in seinem Zuhause in Los Angeles. Sein Tod wurde durch einen Vertreter des Schauspielers bestätigt. Eine genaue Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Eine Rolle machte Tim Curry zur Kultfigur

Seinen großen Durchbruch feierte Curry als Dr. Frank-N-Furter. Bereits 1973 spielte er den extravaganten Wissenschaftler in der Londoner Bühnenproduktion von „The Rocky Horror Show“. Zwei Jahre später übernahm er die Rolle erneut für die Filmadaption „The Rocky Horror Picture Show“.

Der Film entwickelte sich über die Jahre zu einem der bekanntesten Kultfilme überhaupt. Currys Auftritt, seine markante Stimme und Songs wie „Sweet Transvestite“ machten Dr. Frank-N-Furter zu einer Figur, die bis heute fest in der Popkultur verankert ist.

Für viele Horror-Fans bleibt er Pennywise

1990 übernahm Tim Curry eine seiner bekanntesten Rollen: den mörderischen Clown Pennywise in der ersten Verfilmung von Stephen Kings „Es“. Obwohl Curry in der Miniserie vergleichsweise wenig Bildschirmzeit hatte, prägte seine Darstellung das Bild der Figur über Jahrzehnte.

Mit seinem unheimlichen Lächeln, seiner Stimme und dem Wechsel zwischen albernem Clown und bedrohlichem Monster sorgte Curry bei einer ganzen Generation für Albträume. Noch lange vor Bill Skarsgårds moderner Interpretation galt Currys Pennywise als eines der bekanntesten Horrormonster der Film- und Fernsehgeschichte.

Von „Kevin – Allein in New York“ bis „Muppet Treasure Island“

Tim Currys Karriere ließ sich allerdings nie auf eine einzelne Rolle reduzieren. In der Krimikomödie „Clue“ spielte er den Butler Wadsworth, in „Kevin – Allein in New York“ den misstrauischen Hotelangestellten Mr. Hector und in „Die drei Musketiere“ Kardinal Richelieu.

Auch als Long John Silver in „Muppet Treasure Island“, Rooster Hannigan in „Annie“ und Lord of Darkness im Fantasyfilm „Legende“ blieb er vielen Zuschauern in Erinnerung. Besonders häufig wurde Curry für Bösewichte besetzt, denen er mit seinem überzeichneten Spiel, seinem Humor und seiner unverkennbaren Stimme eine eigene Persönlichkeit gab.

Auch in Games und Animationsserien war seine Stimme zu hören

Neben seinen Film- und Theaterrollen arbeitete Curry über Jahrzehnte als Synchronsprecher. Er sprach zahlreiche Figuren in Animationsserien, Filmen und Videospielen. Unter anderem übernahm er die Rolle des Nigel Thornberry in „The Wild Thornberrys“ und spielte Premierminister Cherdenko im Strategiespiel „Command & Conquer: Red Alert 3“.

Für seine Darstellung von Captain Hook in der Animationsserie „Peter Pan and the Pirates“ erhielt Curry einen Daytime Emmy. Auch deshalb kannten viele Menschen seine Stimme, ohne seinen Namen oder sein Gesicht direkt zuordnen zu können.

Nach einem schweren Schlaganfall blieb Curry aktiv

2012 erlitt Tim Curry einen schweren Schlaganfall, nach dem er auf einen Rollstuhl angewiesen war. Trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen zog er sich nicht vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. Er übernahm weiterhin Sprechrollen und nahm gelegentlich an Veranstaltungen und Jubiläumsaufführungen teil.

Zu seinen letzten größeren öffentlichen Auftritten gehörten Veranstaltungen rund um das 50-jährige Jubiläum von „The Rocky Horror Picture Show“. Dort zeigte sich Curry noch einmal gemeinsam mit früheren Mitgliedern des Casts.

Tim Curry hinterlässt ein gewaltiges Vermächtnis

Tim Curry konnte gleichzeitig charmant, bedrohlich, absurd und urkomisch sein. Kaum ein anderer Schauspieler wechselte so mühelos zwischen Horror, Comedy, Musical, Fantasy und Familienfilm.

Für manche Fans wird er für immer Dr. Frank-N-Furter bleiben. Andere erinnern sich zuerst an Pennywise, den Concierge aus „Kevin – Allein in New York“ oder seine zahlreichen animierten Figuren. Tim Curry hinterlässt eine Karriere voller Rollen, die noch lange nach seinem Tod Teil der Popkultur bleiben werden.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....