Zuschauer bestellten Essen über Lacys QR-Code. Eine Rechnung über 12.000 Dollar gab es so nicht.
Ein versehentlich gezeigter QR-Code hat für Twitch-Streamer Lacy während eines Livestreams in Japan für eine unangenehme Überraschung gesorgt. Zuschauer nutzten die Gelegenheit, um über das digitale Bestellsystem eines Restaurants massenhaft Essen zu ordern. Zunächst behauptete der Streamer, deshalb eine Rechnung von fast 12.000 US-Dollar bezahlen zu müssen.
Zuschauer nutzen QR-Code für Bestellungen im Restaurant
Am 28. Oktober war Lacy gemeinsam mit seiner Freundin Darla Claire in Japan unterwegs und streamte seinen Restaurantbesuch live auf Twitch. Dabei zeigte er offenbar versehentlich den QR-Code, über den Gäste an ihrem Tisch Speisen bestellen konnten. Seine Zuschauer erkannten die Möglichkeit und nutzten das System, um ohne Lacys Zustimmung zahlreiche Bestellungen aufzugeben.
Als das Personal schließlich mit zusätzlichen Bestellungen und Rechnungen auf ihn zukam, bemerkte Lacy, was passiert war. In seinem Stream erklärte er anschließend, dass die Summe bei rund 1,6 Millionen Yen gelegen habe. Umgerechnet entsprach das ungefähr 12.000 US-Dollar. Er behauptete, den Betrag bezahlt und dem Restaurant angeboten zu haben, das zusätzliche Essen an andere Familien zu verteilen.
Der Vorfall sorgte schnell für Aufmerksamkeit. Doch das Restaurant Zauo Shibuya widersprach dieser Darstellung. In einer auf Instagram veröffentlichten und anschließend auf X verbreiteten Stellungnahme erklärte das Lokal, dass Gäste nur für Speisen bezahlen müssten, die sie tatsächlich bestellt und konsumiert hätten.
Lacy korrigiert seine Aussage zur Rechnung
Auch das Restaurant bestätigte, dass unautorisierte Bestellungen eingegangen waren. Einige Gerichte seien zunächst zubereitet worden, bevor das Personal den Schwindel bemerkte. Nachdem die Gäste bestätigt hätten, dass sie diese Speisen nicht bestellt hatten, seien die unerwünschten Gerichte teilweise entsorgt worden.
Daraufhin meldete sich Lacy ebenfalls auf X zu Wort und erklärte, dass ein Missverständnis aufgrund der Sprachbarriere hinter seiner ursprünglichen Aussage steckte. Er habe zunächst tatsächlich geglaubt, für die gesamte Summe verantwortlich zu sein. Deshalb habe er dem Restaurant angeboten, die Rechnung zu übernehmen und das zusätzliche Essen an Familien weiterzugeben.
Erst später habe er erfahren, dass er lediglich für die bereits zubereiteten zusätzlichen Speisen aufkommen musste und nicht für sämtliche Bestellungen seiner Zuschauer. Wie hoch der tatsächlich bezahlte Betrag war, ließ er offen. Außerdem entschuldigte er sich dafür, dass seine Aussagen dem Restaurant unnötig geschadet haben könnten.
Damit ist die zunächst behauptete Rechnung über 12.000 Dollar nicht zustande gekommen. Der Vorfall zeigt dennoch, wie schnell ein versehentlich offengelegter QR-Code während eines Livestreams zum Ziel von Zuschauer-Trolling werden kann.
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