Indem er sich selbst fesselte, begab sich der Mann in große Gefahr und konnte nur von der Feuerwehr gerettet werden.
Ein Mann in Guangzhou in der südchinesischen Provinz Guangdong beteiligte sich an einem viralen Trend, indem er sich selbst mit Kabelbindern fesselte. Nur die Feuerwehr konnte ihn befreien, nachdem ein vorbeifahrender Lieferfahrer seine Schreie gehört hatte.
Die Challenge
Auf Douyin, dem chinesischen TikTok, kursiert eine neue virale Challenge. Die Teilnehmer fesseln sich Hand- und Fußgelenke mit Kabelbindern und versuchen anschließend, sich selbst zu befreien. Sollten sie scheitern, rufen manche Essenslieferanten zu sich nach Hause, um sich von ihnen befreien zu lassen.
Die Challenge entstand durch ein virales Video, in dem ein Mann zeigt, wie man sich aus Kabelbindern befreit – viele versuchen seine Methoden in dieser neuen Challenge. Einige der TikToker scheinen das Scheitern als Sinn der Sache zu sehen, denn die Peinlichkeit und Reaktion des Fahrers generieren die meisten Klicks.
Das geht zu weit
Laut der South China Morning Post wurde dieser Fall von der örtlichen Feuerwehr gemeldet, um die Öffentlichkeit auf die Gefahren solcher Ereignisse zu aufmerksam zu machen.
Ein Mann aus Guangzhou in der südchinesischen Provinz Guangdong fesselte sich mit einer schweren Decke, einem Fischernetz und mehreren Kabelbindern vom Hals bis zu den Füßen und machte sich selbst dadurch bewegungsunfähig. Wie der Artikel berichtet, rief der Mann um Hilfe, nachdem er scheiterte sich zu befreien. Ein zufällig vorbeikommender Lieferfahrer hörte seine Rufe und alarmierte die Polizei.
Als die Feuerwehr eintraf, mussten sie sich gewaltsam Zutritt verschaffen und fanden den Mann schließlich gefesselt in seinem Bett vor. Sie befreiten ihn. Ein Feuerwehrmann betonte, in welche Gefahr sich der Mann begeben hatte: Er hätte sich mit den beiden Kabelbindern um den Hals beinahe getötet.
Der Feuerwehrmann bestätigte später auch, dass der Mann diesen Stunt im Rahmen dieses viralen Trends durchgeführt hatte, und warnte die Menschen davor, daran teilzunehmen, insbesondere ohne entsprechende Vorkehrungen oder Notfallpläne.
Als der gescheiterte Versuch dieses Mannes viral ging, fragten sich viele, wie er es überhaupt geschafft hatte, sich selbst so zu fesseln.
Solche Challenges bergen ernsthafte Gefahren. Sie verleiten Menschen, insbesondere Kinder, zu leichtsinnigem Verhalten. Die Challenges eskalieren, da jeder versucht, die Leistung des Vorgängers zu übertreffen und höhere Klickzahlen zu erzielen. Sich vor der Teilnahme an einer Challenge der Gefahren bewusst zu sein und stets einen Plan B parat zu haben, ist entscheidend für die erfolgreiche Durchführung – falls man überhaupt teilnimmt. Man muss schließlich nicht bei jeder viralen Online-Challenge mitmachen.