Obwohl er bereits vor 28 Jahren starb, wirkt sein Tun wirkt sein Tun sowohl in der Musik als auch in der Politik bis heute nach.
Wäre er nicht am 5. Januar 1998 bei einem Skiunfall im kalifornischen Heavenly Valley ums Leben gekommen, würde der Musiker, Produzent und Politiker Sonny Bono heute seinen 91. Geburtstag feiern. Sein Weg war von überraschenden Wendungen geprägt – angefangen in der Popkultur der 1960er-Jahre bis hin zu den Hallen des US-Kongresses.
Assistenz im Studio – dann selbst Popstar
Salvatore Phillip Bono erblickte 1935 in Detroit das Licht der Welt und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Erste Schritte im Musikgeschäft machte er als Studioassistent in Los Angeles. Der große Durchbruch kam, als er Cher traf. Gemeinsam bildeten sie als Sonny & Cher eines der bekanntesten Pop-Duos der 1960er-Jahre.
Ihr bekanntester Hit, I Got You Babe, wurde zur Hymne einer ganzen Generation und eroberte Platz eins der US-Charts. Weitere Erfolge wie The Beat Goes On oder Baby Don’t Get Hooked on Me folgten. Doch neben ihrer Musikkarriere prägten Sonny & Cher auch das Fernsehen – ihre Comedy- und Musikshow machte sie zu festen Größen der Popkultur.
Neuanfang im in der Politik
Nach dem Ende seiner musikalischen Karriere schlug Bono einen unerwarteten neuen Weg ein. In den späten 1980er-Jahren engagierte er sich in der Kommunalpolitik von Palm Springs und wurde dort Bürgermeister. 1994 zog er als Abgeordneter für Kalifornien in das US-Repräsentantenhaus ein.
Als Politiker setzte sich Bono vor allem für den Schutz von Urheberrechten, Umweltanliegen und die Interessen der Tourismusbranche ein. Unvergessen bleibt sein Name durch das sogenannte Sonny Bono Copyright Term Extension Act, das die Dauer des Urheberrechtsschutzes in den USA verlängerte – ein Gesetz, das bis heute für Diskussionen sorgt.
Engagement und Vermächtnis
Sonny Bono war mehr als nur Entertainer oder Politiker. Er verstand es, Brücken zu schlagen – zwischen Kunst und Gesetzgebung, zwischen Popkultur und politischem Engagement. Kollegen beschrieben ihn als pragmatisch, humorvoll und überraschend idealistisch. Auch nach seinem Tod bleibt sein Einfluss spürbar – sowohl in der Musikgeschichte der 1960er-Jahre als auch in der amerikanischen Kultur- und Rechtspolitik.