Warum MrBeast YouTube als stärkste Plattform für Creator sieht

MrBeast erklärt, warum YouTube für Creator bessere Communities und langfristigen Erfolg bietet.

Mr Beast opens Beast Land
Kurzclips vs. YouTube: MrBeast erklärt den Unterschied © MrBeast

Der Streit um die beste Plattform für Content-Creator ist so alt wie die Creator-Szene selbst: Lohnt es sich heute noch, auf YouTube zu setzen, oder sind TikTok und Instagram längst die wirkungsvolleren Orte, um Reichweite aufzubauen? Einer der erfolgreichsten YouTuber der Welt, Jimmy „MrBeast“ Donaldson, hat dazu eine klare Meinung – und die richtet sich vor allem an Creator, die mehr wollen als nur flüchtige Aufmerksamkeit.

YouTube schafft Nähe

Bei einem Auftritt auf dem DealBook Summit 2025 erklärte Donaldson, dass Kreative zwar auf mehreren Plattformen präsent sein sollten, YouTube aber weiterhin die wichtigste Basis darstelle. Kurzform-Formate wie Reels oder TikToks seien zwar enorm reichweitenstark, erzeugten jedoch oft nur oberflächliche Interaktion. Wer dagegen eine loyale Community und ein langfristiges Geschäftsmodell aufbauen wolle, habe auf YouTube deutlich bessere Chancen.

Donaldson begründet das mit der Art, wie Inhalte konsumiert werden. Während Nutzer auf TikTok in nur einer Stunde hunderte Clips anschauen, ohne sich später an einzelne erinnern zu können, sei die Bindung bei längeren Videos völlig anders. Wer sich 15 oder 20 Minuten Zeit für einen Creator nehme, entwickle automatisch mehr Nähe zur und Interesse an der Person dahinter – ein entscheidender Faktor für Community-Aufbau, Markenkooperationen und Monetarisierung.

Der YouTube-Star beschreibt dieses Phänomen auch anhand eines Beispiels, das viele Creator kennen: Accounts mit Millionen Followern auf Kurzvideo-Plattformen schaffen es teilweise kaum, Fans zu Meet-and-Greets zu bewegen. Reichweite bedeutet dort also nicht automatisch Relevanz. Auf YouTube dagegen werden aus Zuschauern häufiger eine treue Fangemeinde, die Creator-Projekte aktiv unterstützt.

YouTube vor TikTok, sagt MrBeast

Trotz seiner klaren Präferenz warnt MrBeast jedoch davor, andere Plattformen zu ignorieren. Die digitale Landschaft sei fragmentiert, und es gebe Zielgruppen, die ausschließlich auf TikTok, Instagram oder ähnlichen Angeboten unterwegs seien. Wer dort keine Inhalte veröffentliche, „existiere in deren Welt schlicht nicht“, so Donaldson. Erfolgreiche Creator müssten deshalb plattformübergreifend denken – YouTube als Fundament, Kurzform-Content als Erweiterung.

Letztlich sieht Donaldson YouTube besonders für jene Creator vorne, die aus ihrer Reichweite ein belastbares Business entwickeln wollen. Die Plattform biete stärkere Monetarisierungsoptionen, langfristige Sichtbarkeit und einen intensiveren Kontakt zur Community. Kurzform-Plattformen bleiben für ihn wichtige Ergänzungen im Content-Mix, doch das Zentrum der Creator-Karriere liegt, aus seiner Sicht, weiterhin auf YouTube.

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Michelle Baier

Michelle lebt für Gaming, Streamer, digitale Trends und alles, was die moderne Popkultur und Kreativwelt bewegt....