Weltstar und kaum einer kennt ihren richtigen Namen: Millie Bobby Brown wird 22

Millie Bobby Brown wird 22 und blickt auf ihre Karriere von Kinderstar zu Schauspielerin und Aktivistin zurück.

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Trotz ihres jungen Alters ist Brown bereits durch eine Vielzahl von Verwandlungen gegangen. | © BBC America / Instagram

Gibt es überhaupt jemanden, der Millie Bobby Brown nicht kennt? Nach dem weltweiten Erfolg von Stranger Things unwahrscheinlich. Und dennoch, weiß kaum jemand, dass das gar nicht ihr richtiger Name ist – und wir reden nicht davon, dass sie seit ihrer Hochzeit mit dem Sohn von John Bonjovi dessen Nachnamen trägt.

Heute, am 19. Februar 2026, feiert sie ihren 22. Geburtstag – und blickt bereits auf ein Leben zurück, das für viele Menschen kaum vorstellbar ist. Vom Kinderstar zur ernstzunehmenden Schauspielerin, Produzentin und Aktivistin hat sie in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Ihr Name ist längst untrennbar mit einer der erfolgreichsten Serien des 21. Jahrhunderts verbunden: Stranger Things.

Ein früher Start ins Rampenlicht

Geboren im Jahr 2004 in Spanien als Tochter britischer Eltern und aufgewachsen in England sowie später in den USA, kam Brown schon früh mit der Schauspielerei in Berührung. Ihre Familie unterstützte ihren Traum, und bereits als Kind sprach sie bei Castings vor. Kleine Rollen in Serien wie Once Upon a Time in Wonderland, NCIS oder Modern Family zeigten früh ihr Talent – doch der große Durchbruch sollte erst noch kommen.

Bereits damals entschied sie sich, ihren eigentlichen Namen Millie Bonnie Brown, in Millie Bobby Brown umzuändern – etwas, was sie erst vor kurzem in der Öffentlichkeit verriet. Ihre Begründung für den Namenswechsel ist dabei recht einfach: Sie fand es lustig, sich selbst einen Künstlernamen zu verpassen. Genau das, was die Fans also von Brown erwarten – immer ein bisschen anders, immer ein bisschen verrückt.

Der weltweite Durchbruch mit "Stranger Things"

2016 änderte sich alles. Mit gerade einmal zwölf Jahren wurde Millie Bobby Brown als Eleven in Stranger Things besetzt. Die geheimnisvolle Figur mit kahl rasiertem Kopf und übernatürlichen Fähigkeiten entwickelte sich schnell zum Herzstück der Serie. Ihre Darstellung – intensiv, verletzlich und kraftvoll zugleich – begeisterte Publikum und Kritiker weltweit.

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Bereits als Kind erreichte Brown Dank der Rolle der Eleven Weltruhm. | © Netflix

Über die Jahre hinweg wuchs ihre Rolle mit ihr. Aus dem stummen, verängstigten Mädchen wurde eine junge Frau, die um ihre Identität kämpft, Freundschaften pflegt und Verantwortung übernimmt. Mit jeder Staffel zeigte Brown mehr schauspielerische Tiefe. Die Serie selbst wurde zu einem kulturellen Phänomen, und sie wurde zum Gesicht einer ganzen Generation von Fans.

Als sich die Geschichte schließlich ihrem Ende näherte, war klar: Stranger Things hatte nicht nur ihre Karriere geprägt, sondern auch ihr Leben. Sie wuchs vor den Augen der Öffentlichkeit auf – mit allen Chancen, aber auch mit dem Druck, den ein früher Ruhm mit sich bringt.

Karriere über Hawkins hinaus

Parallel zu ihrer Arbeit an der Serie baute Millie Bobby Brown Schritt für Schritt eine eigenständige Karriere auf. Besonders mit der Rolle der Enola Holmes zeigte sie, dass sie auch abseits von Stranger Things starke Hauptfiguren tragen kann. Als clevere, selbstbestimmte junge Detektivin überzeugte sie nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Produzentin.

In den vergangenen Jahren entwickelte sie sich immer mehr zu einer vielseitigen Künstlerin, die bewusst Rollen auswählt und aktiv an der Entstehung von Projekten beteiligt ist. Der Übergang vom Kinderstar zur erwachsenen Schauspielerin gelang ihr vergleichsweise souverän – ein Weg, der vielen in Hollywood schwerfällt.

Stimme für junge Menschen

Neben ihrer Filmkarriere wurde Brown auch als öffentliche Stimme für gesellschaftliche Themen bekannt. Schon als Teenager engagierte sie sich gegen Mobbing und für den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Ihre eigenen Erfahrungen im Rampenlicht – positive wie negative – machten sie sensibel für die Herausforderungen, denen junge Menschen heute ausgesetzt sind.

In Interviews sprach sie wiederholt über Selbstwert, mentale Gesundheit und den Umgang mit Social Media. Sie nutzte ihre Plattform, um für Respekt im Netz und mehr Achtsamkeit im Umgang miteinander zu werben. Ihr Engagement brachte ihr nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Anerkennung als junge Aktivistin.

Im Laufe der Jahre setzte sie sich zudem für Kinderrechte und Bildung ein, nahm an internationalen Kampagnen teil und nutzte öffentliche Auftritte, um auf soziale Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Dabei blieb sie stets nahbar – eine junge Frau, die mit ihrer Generation spricht, nicht über sie.

Vom Wunderkind zur jungen Frau

Heute, mit 22 Jahren, steht Millie Bobby Brown an einem spannenden Punkt ihres Lebens. Sie hat eine Karriere aufgebaut, von der viele nur träumen können, und gleichzeitig gelernt, mit öffentlichem Druck, Erwartungen und Kritik umzugehen. 2024 heiratete sie den Sohn von Jon Bon Jovi Jake Bongiovi und hat gemeinsam mit ihm eine Tochter adoptiert. Ihre Entwicklung zeigt, wie schwierig – aber auch möglich – es ist, in Hollywood erwachsen zu werden, ohne sich selbst zu verlieren.

Für viele bleibt sie für immer Eleven. Doch längst ist sie mehr als das: Schauspielerin, Produzentin, Unternehmerin und Aktivistin. Ihr Weg scheint gerade erst zu beginnen.

An ihrem Geburtstag blickt sie auf ein Jahrzehnt zurück, das sie von einem unbekannten Mädchen zu einer der bekanntesten jungen Persönlichkeiten der Welt gemacht hat. Und während ein Kapitel mit Stranger Things abgeschlossen ist, wartet die nächste Phase ihrer Karriere bereits – mit neuen Rollen, neuen Projekten und neuen Möglichkeiten.

Daniel Fersch

Daniel schreibt über so ziemliches alles, was mit Games, Serien oder Filmen und (leider) auch fragwürdigen Streamern zu tun hat – insbesondere, wenn es dabei um Nintendo, Dragon Ball, Pokémon oder Marvel geht....