Zwei Kettensägen und ein Leichensack im Warenkorb – Neue Untersuchungen liefern Details zum Tod von Celeste Rivas Hernandez

Behörden veröffentlichen neue Informationen über D4vd und dem Mord an Celeste Rivas Hernandez.

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Sänger D4vid wurde wegen des mutmaßlichen Missbrauchs und Mordes an der 14–Jährigen Celeste Rivas Hernandez festgenommen | © Instagram, Riverside Sheriff Office


Nach Monaten der Spekulationen im Internet, ist Sänger D4vd letzte Woche wegen des mutmaßlichen Mordes an der 14–Jährigen Celeste Rivas Hernandez festgenommen worden. Die Leiche von Celeste wurde im September 2025 im Kofferraum von D4vds Tesla gefunden. Kurz darauf folgten erst Gerüchte und später auch Beweise dafür, dass D4vd die Minderjährige manipuliert und in eine Beziehung gedrängt hatte. Diese Vermutungen wurden nun von den zuständigen Behörden offiziell bestätigt. Außerdem wurden inzwischen neue Informationen zum Tod des Mädchens veröffentlicht.

So lief der Missbrauch ab

Der Staatsanwaltschaft zu Folge, war Celeste erst 11 als sie und D4vd sich kennengelernt hatten. Der sexuelle Missbrauch begann als sie 13 und er 18 war.

Eine erste Vermisstenanzeige von Celestes Eltern ging im Februar 2024 ein. Die Polizei informierte D4vd darüber, da seine Nummer im Handy der Vermissten gespeichert war. Des Weiteren wurde er darüber informiert, dass Celeste noch minderjährig war. Später nahm der Sänger wieder Kontakt zu ihr auf, indem er einem Schüler 1.000$ zahlte um ihr ein neues Handy zu überbringen, da ihre Eltern ihr, ihr altes abgenommen hatten.

Während den Ermittlungen wurde klar, dass Celeste und D4vd 2024 ein "Paar" waren. Neben gemeinsamen Reisen stellte der mutmaßliche Täter Celeste seiner Familie vor. Sexuelle Inhalte auf D4vds Handy bestätigen, dass die beiden zu dieser Zeit "sexuell aktiv" waren. In den Chats der beiden fand man außerdem Nachrichten über Sex, Schwangerschaft, Abtreibung und der "Pille danach".

Vergangene Woche, veröffentlichten Behörden außerdem, dass ungefähr 40 Terabyte Bild– und Videomaterial von sexuellem Kindesmissbrauch auf dem Handy und der iCloud des Sängers gefunden wurden.

Celeste drohte ihm damit, dass sie kontroverse Informationen über ihre Beziehung veröffentlichen würde um seiner Karriere zu schaden und sein leben zu ruinieren, was als Motiv für den Mord interpretiert wurde. In der Nacht vor der Tat stritten die beiden sich über Textnachrichten, da D4vd mit anderen Frauen schlief. Durch die Bekanntmachung dieser Informationen hätte Celeste der Veröffentlichung seines ersten Albums wesentlich geschadet.

Gegen David Anthony Burke (wie der Sänger mit bürgerlichem Namen heißt) wurde Anklage wegen dem Mord an Celeste Rivas Hernandez erhoben. Bei einem Schuldspruch in dieser Anklage droht ihm eventuell die Todesstrafe, mindestens aber eine lebenslange Haft. Der Angeklagte plädiert auf nicht schuldig.

Zwei Kettensägen und ein Leichensack in D4vds Warenkorb

Laut den neuesten veröffentlichten Dokumenten wird dem Sänger der Mord an Celeste am 23. April 2025 vorgeworfen. Demzufolge hatte er dem Mädchen einen Uber bestellt. Dieser holte sie in ihrem 90 Minuten entfernten Zuhause in Lake Elsinore, Kalifornien ab und brachte sie bis in die Hollywood Hills zu D4vds Haus. Als sie ankam griff dieser sie mit einem Messer an und sah ihr danach zu, wie sie verblutete.

Am Tag nach der Tat ging er zu Home Depot um sich eine Schaufel zu kaufen. Nach einer Woche folgten zwei Kettensägen, daraufhin folgten vier Tage später große Wäschekörbe, ein aufblasbarer Pool und ein Leichensack. Den Ermittlungen zu Folge bestellte er diese Dinge unter dem Alias: "Victoria Mendez".

Den Annahmen der Ermittler zu Folge sollte der Pool als eine Art Auffangbecken dienen, während er ihre Leiche mit den Gerätschaften in der Garage verstümmelte. Möglicherweise hat D4vd ihr ebenfalls den Ring und den kleinen Finger der linken Hand amputiert. Auf dem Ringfinger hatte Celeste ein Tattoo vom Namen des Sängers, die Finger wurden bis jetzt noch nicht gefunden.

Weitere Beweise

In einer Hausdurchsuchung im September 2025 konnten weitere Beweise sichergestellt werden. Dort wurden ebenfalls DNA Proben und Schnitte im aufblasbaren Pool in D4vds Garage gefunden. In Celestes Leichnam fand man die gleichen blauen Plastikfetzen, aus dem Material aus dem der Pool gemacht wurde, dies wurde bei der Autopsie festgestellt.

Berichten zu Folge hatte D4vd unmittelbar versucht die Tat zu vertuschen. Er hatte Celeste Nachrichten geschickt, in denen er fragt wo sie sich befindet, nachdem sie schon bei ihm angekommen war. Etwa eine Stunde nach dem Mord, versuchte er Beweise zu vernichten, darunter auch Celestes Eigentum in Santa Barbara County. Am folgenden Tag kehrte er rechtzeitig für ein Radiointerview über sein Album zurück. Im Mai ging er zwei weitere Male nach Santa Barbara, der Reisepass des Opfers wurde im selben Gebiet gefunden.

Die Behörden vermuten, dass er weitere Beweise in einem "Verbrennungskäfig" (ein Metallbehälter zur Müllverbrennung im Freien) vernichtet hat. Diesen hatte er ebenfalls mit dem zuvor genannten Alias über Amazon bestellt.

Das Ende von D4vds Karriere

D4vd selbst hat seine Karriere ruiniert. Sein YouTube–Kanal wurde bereits entmonotarisiert. Musiker, die mit ihm zusammen gearbeitet haben, darunter Kali Uchis und Damiano David, haben ihre Lieder von allen Streaming–Diensten entfernt.

Eine Interessenvertretung Namens "Industry Blackout" hat eine Petition ins Leben gerufen um D4vds Musik von Spotify und anderen Streaming–Anbietern zu entfernen. Bis jetzt hat die Petition über 4.000 Unterschriften bekommen. In der Stellungnahme auf der Website der Petition heißt es:

"Celestes Fall ist kein Einzelfall. Er ist Teil eines erschreckenden globalen Musters von Femiziden, die gezielte Tötung von Frauen und Mädchen durch Männer die danach trachten diese zu kontrollieren, sie zum schweigen zu bringen, oder den Konsequenzen ihres ausbeuterischen Verhaltens zu entgehen. (...) Das ist Femizid. Das passiert, wenn das Leben eines Mädchens, welches als Bedrohung gesehen wird, ausgelöscht wird. Sie war ein Kind, das es verdient hat von der selben Industry, die diesem Künstler eine Plattform, einen Label–Deal und globale Reichweite gegeben hat, geschützt zu werden

Die Verantwortung der Musikindustrie geht weiter als der Profit. Wenn ein Künstler, gegen den Anklage wegen sexuellem Missbrauch und Kindesmord erhoben wird, einem Kind, dass durch seine Musik und sein öffentliches Auftreten in sein Umfeld gekommen ist, weiterhin seine Musik zu streamen, zu fördern und weiterhin von seinem Produkt zu profitieren, ist eine Entscheidung. Und es ist keine neutrale."
Sophie Prößl
Sophie Prößl