Der Wechsel von FC 26 zu FC 27 bringt einige Neuerungen mit sich, doch bei genauerem Blick in die Beta fallen vor allem die Baustellen auf, die EA im Clubs-Modus weiterhin nicht angeht.
Ausdauer bleibt unangetastet
Wer auf eine Rückkehr des klassischen Ausdauersystems gehofft hat, wird enttäuscht. Auch in FC 27 sinkt die Ausdauer der Spieler während eines Matches praktisch nicht. Selbst in der Schlussphase zeigen die Anzeigen häufig noch nahezu volle Balken. Das Problem: Teams mit voller Besetzung können durchgehend sprinten, ohne müde Beine oder Verletzungsrisiken befürchten zu müssen. Gerade Spieler mit dünner Kaderbreite geraten dadurch gegen läuferisch überlegene Gegner ins Hintertreffen. Erste Signale aus Entwicklerkreisen deuten zumindest an, dass ein Fatigue-System ähnlich wie in Ultimate Team oder im Karrieremodus im Laufe von FC 27 nachgereicht werden könnte. Zum Release bleibt die Ausdauer aber Nebensache.
Presets für Archetypen fehlen
Aus früheren FIFA-Teilen kennen viele Spieler das Preset-System für Archetypen. Damit ließen sich mehrere Builds parallel speichern und je nach Position mit einem Klick wechseln, ohne den kompletten Archetyp zurückzusetzen. In FC 27 sucht man diese Funktion vergeblich. Immerhin hat EA die Resets komplett kostenlos gemacht und damit den größten Kritikpunkt am alten System entschärft. Für Spieler mit mehreren Archetypen bleibt der Wechsel zwischen verschiedenen Builds trotzdem umständlicher als nötig.
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Wechseln
Das Thema Einwechslungen sorgt seit Jahren für Frust in Pro Clubs. In der aktuellen Beta testet EA zwar bis zu drei Wechseln pro Match und eine Wiedereinstiegsfunktion nach dem Rauswurf während eines Wechsels. In der Praxis funktioniert dieser Rejoin-Mechanismus jedoch noch nicht zuverlässig. Spieler landen weiterhin in falschen Matches oder werden komplett aus der Partie geworfen, sobald ein Wechsel ansteht. Eine offizielle Stellungnahme von EA zu größeren Verbesserungen am System gibt es bislang nicht.
Liga-System bleibt bei fünf Divisionen
Auch beim Liga-Format ändert sich strukturell nichts. Von Division fünf bis zur Elite-Division führt der Weg weiterhin über das bekannte Punktesystem, ergänzt um Playoffs im Abstand von rund 30 bis 40 Tagen. Neu ist lediglich die Rückkehr regulärer Turniere innerhalb der normalen Divisionen sowie zusätzliche Objectives für die Elite-Division, die dort für mehr Anreize sorgen sollen. Ein zehnstufiges Divisionssystem mit klassischer Abstiegsregelung, wie es vor FC 24 existierte, bleibt aber weiterhin Wunschdenken vieler Spieler.
Play Styles und Archetypen
Neben den strukturellen Punkten bleibt auch das Archetyp-System selbst ein Streitthema. Amps, Play Styles und Modifikatoren bauen alle auf dem Grundgerüst des Archetyps auf und sorgen für zusätzliche Komplexität bei jeder einzelnen Aktion auf dem Platz. Ob EA das System in den kommenden Jahren überarbeitet oder Play Styles perspektivisch sogar streicht, bleibt abzuwarten. Für den Start von FC 27 bleibt jedenfalls vieles beim Alten.