Auf der Gamescom durfte ich die neue Erweiterung zu Dragon’s Dogma 2 endlich anspielen – und stand am Ende mit einem Plastikbecher, aber ohne Antworten da.
Ich bin ja bekennender Dragon's Dogma Fan. Auch wenn der zweite Teil nicht zu hundert Prozent ausgereift war, hatte ich doch wirklich eine richtig gute Zeit mit Capcoms RPG.
Gleichzeitig war da dann doch immer noch ein Fünkchen Hoffnung – und zwar nach einem DLC. Und das nicht ohne Grund: Capcom hat beim ersten Dragon's Dogma mit ihrem DLC Dark Arisen gezeigt, wie man nicht nur neuen Content hinzufügt, sondern das Grundspiel zusätzlich nochmal auf Hochglanz poliert.
Umso glücklicher war ich dann, als auch für Dragon's Dogma 2 eine "Dark Arisen" Erweiterung angekündigt wurde, und ich DANN auch noch die Möglichkeit hatte, mir das Ganze auf der Gamescom einmal selber anzuschauen. Also nichts wie hin, kurz angestellt, an die nächste freie PlayStation verwiesen worden und Let's Go.
Ich hatte 10 Minuten Zeit, einen von drei Bossen meiner Wahl zu legen, konnte mir meine Klasse aussuchen und wurde dann direkt mit drei Vasallen ins Geschehen geworfen. Ich sag wie's ist: es hat sofort wieder extrem Spaß gemacht. Ich habe direkt gemerkt, warum ich dieses Kampfsystem vor zwei Jahren so dermaßen gelobt habe. Ich hab also den Greif gemetzelt, Spaß gehabt, Zeit war um, ... und dann? Hab ich noch einen Dragon's Dogma Plastikbecher in die Hand gedrückt bekommen und wurde Richtung Ausgang geleitet.
Da stand ich dann etwas ratlos und hab mich gefragt, was genau ich in diesem Playtest jetzt über das DLC gelernt habe – Spoiler, es war absolut gar nichts. Niente, Nada. Also einmal fix recherchiert und die Neuerungen im Internet angeschaut:
- Für Vorbesteller gibt’s mit dem "Norgan-Modeset" erst mal nur ein bisschen Kleidung dazu (was es später wohl auch normal zu kaufen gibt). Und klar: Zum Spielen braucht man wie gewohnt das Hauptspiel samt neuem Patch.
Die tatsächlichen Neuerungen von Dark Arisen lesen sich im Wesentlichen so: - Neues Gebiet & Story: Das verschneite Reich Norgan im Norden dient als Schauplatz für eine neue Story rund um die Begleiterin Eir und einen unsterblichen Drachen. Über das Bewerten von Relikten schaltet man neue Waffen und Skills frei.
- 12 Dungeons: Unter dem Namen "Lost Rites" kommen 12 Verliese ins Hauptgebiet, in denen seltene Ausrüstung ehemaliger Arisen wartet.
- Editor-Update: Ein paar neue Frisuren und Tattoos für die Charaktererstellung von Erweckten und Vasallen.
Naja, ich weiß ja nicht. Klingt für mich jetzt erstmal nicht so wahnsinnig attraktiv – auch wenn ich natürlich sehr gespannt auf die versprochenen Verbesserungen im Hauptspiel und die neuen Gegner bin. Schließlich habe ich die fehlende Variation schon deutlich bemängelt.
Am Ende des Tages bin ich ehrlicherweise weder nach dem Playtest, noch nach dem Lesen der DLC Inhalte wesentlich schlauer – aber: ich werde mir das DLC trotzdem kaufen. Der Replay-Value von Dragon's Dogma erhöht sich dadurch ja doch einfach nochmal gewaltig, und wenn Capcom es nur ansatzweise schafft, das ganze so gut umzusetzen wie im ersten Teil – dann kann das nur gut werden. Es bleibt spannend.
