Weil ein Lizenzpartner Preise von 400 auf knapp 20.000 Dollar erhöhen soll, könnte Mario sich verändern...
Der enorme Preisanstieg bei den Lizenzen eines Nintendo-Partners könnte das Aussehen ihrer größten IP für immer verändern.
It'sa meee... Mari... oh?
Stellt euch vor, ihr sitzt zuhause auf der Couch, dreht gerade ein paar Runden mit Freunden in der K.O.-Tour von Mario Kart World oder versinkt in der Nostalgie des guten alten Mario 64, um euren persönlichen Speedrun-Rekord zu brechen, da hämmert jemand eure Tür ein, Shigeru Miyamoto himself betritt euren Hausflur, deutet auf die Verpackung eures Spiels und zwei seiner Nintendo-Henchmen stürmen mit Scheren bewaffnet herein, um die Logos von Mario Kart World, Super Mario 64 und Super Mario World feinsäuberlich aus dem Artwork zu schneiden... ja gut, ganz so absurd ist die Realität dann nicht, aber eben doch schon ziemlich.
Seit kurzer Zeit kursieren in der Gaming-Community Berichte darüber, dass Fontswork, ein japanischer Dienstleister für professionelle Fonts und Schrifttypen, seine Preise vor einiger Zeit enorm angehoben hat – für Nintendo, als Partner von Fontswork könnte dies drastische Folgen haben, besonders mit Blick auf den Klempner mit der roten Mütze.
Da hilft nicht mal Krösus...
Nintendo arbeitet seit Jahrzehnten mit Fontswork zusammen – sämtliche Logos der Mario-Reihe – sowohl mit römischen, als auch japanischen Schriftzeichen – stammen vom Dienstleister. Deren Verwendung ist somit an die Lizenzpreise von Fontswork gebunden. Bisher war das auch nicht wirklich ein Problem, beliefen sich die Kosten auf etwa 380 US-Dollar pro Jahr und Logo.
Nun soll das Unternehmen seine Preise allerdings "leicht" angehoben haben – von etwa 400 auf knapp 20.000 US-Dollar im Jahr.
Ein gewaltiger Sprung, der vor allem in sozialen Netzwerken und Foren für Diskussionen sorgt. Zwar hat sich noch keine der beiden Firmen offiziell dazu geäußert, was dies für Nintendo und die Super Mario Logos bedeuten könnte, doch allein die Vorstellung reicht aus, um Fans hellhörig werden zu lassen.
Sollte Nintendo für jedes einzelne Spiel-Logo eine derart hohe Lizenzgebühr zahlen müssen, wäre das zumindest wirtschaftlich unattraktiv – selbst für einen Konzern dieser Größenordnung.
Die logische Folge, so die Spekulation: Nintendo könnte sich dazu entscheiden, eigene Fonts und Typographien zu entwickeln, die bestehenden Logos drastisch zu ändern oder langfristig ganz auf lizenzpflichtige Schriftarten zu verzichten – warum sie dies bisher taten , zählt wohl zu den vielen Fragen, die man sich stellen muss, wenn es darum geht, warum Nintendo seine wirtschaftlichen und geschäftsbezogenen Entscheidungen so trifft, wie es sie trifft.
Wie genau Nintendo also mit der Situation umgehen wird, sollte der Ernstfall wirklich eintreffen, steht in den Sternen – aber hey, wer, wenn nicht Super Mario zieht erstaunlich viel Energie und sogar seine Unverwundbarkeit aus Sternen?